Fleckfieber

Fleckfieber gehört, wie Malaria und Gelbfieber, zu den Tropenkrankheiten. Im Volksmund war das Fleckfieber früher auch als Läusetyphus oder Hungertyphus bekannt. Fleckfieber gehört zu den bakteriellen Infektionserkankungen, die von Läusen übertragen werden. Unbehandelt kann das Fleckfieber zum Tod führen und sollte daher schnellstmöglich ärztlich behandelt werden. Wer in gefährdete Länder mit Fleckfieber reist, sollte sich gegebenenfalls impfen lassen.

Inhaltsverzeichnis

Definition Fleckfieber

Das Fleckfieber ist eine meldepflichtige Erkrankung, die durch Vektoren wie Flöhe, Milben, Läuse oder Zecken übertragen wird. Dabei kommt es durch den Biss des Trägertieres zu einer Infektion mit Bakterien der Gattung Rickettsia, die zunächst für Juckreiz und eine Verfärbung der Bissstelle sorgen.

Anschließend kommt es zu dem charakteristischen aufgedunsenen Gesicht mit Rotfärbung, die dem Fleckfieber seinen Namen gab. Weitere Symptome sind Fieber, Schüttelfrost und Bewusstseinsstörungen, wenn das Gehirn von der Infektion ebenfalls betroffen ist. Die Erkrankung kommt vor allem in den subtropischen und tropischen Gebieten der Erde vor.

Ursachen für Fleckfieber

Dem Fleckfieber geht immer der Biss mit einem infizierten Trägertier voraus. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist fast ausgeschlossen. Die Erkrankung kann sich allerdings schnell ausbreiten, wenn Menschen eng beieinander leben und unter unhygienischen Bedingungen hausen, wie es in vielen tropischen und subtropischen Ländern leider heute noch der Fall ist.

Dadurch springen Parasiten schnell von einem Wirt zum anderen und infizieren dabei jedes Mal aufs Neue einen Menschen. Durch den Biss des Parasiten gelangen die Rickettsien in den Blutkreislauf des Menschen und können dort weiterleben. Wie bei jeder Infektion sind es nicht unbedingt die Bakterien selbst, die für den Menschen schädlich sind, sondern vor allem deren Ausscheidungsprodukte, die als Toxine im menschlichen Körper wirken.

Eine zweite Infektion mit dem Erreger wird allerdings deutlich harmloser verlaufen, da der Patient dann bereits eine aktive Immunisierung besitzt. Die Symptome sind weniger erheblich und er leidet deutlich weniger unter der Erkrankung als bei der Erstinfektion.

Symptome

Krankheitsverlauf Fleckfieber

Die Inkubationszeit bei Fleckfieber nach der Infektion mit Rickettsien beträgt ungefähr 10-14 Tage. Erst dann treten die ersten Krankheitssymptome auf und äußern sich beispielsweise durch Juckreiz an der Bissstelle. Ferner schwillt diese an und es kommt zu einer blauschwarzen Verfärbung, die dem betroffenen Patienten sofort auffallen wird.

Im weiteren Verlauf der Krankheit kommen typische Grippesymptome dazu, die sich unter anderem durch hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie begleitendem Schüttelfrost äußern. Charakteristisch für das Fleckfieber sind ein geschwollenes, rotes Gesicht sowie Bewusstseinsstörungen, sofern die Rickettsien auch das Gehirn befallen haben. Ohne eine schnelle Behandlung können die meisten Formen des Fleckfiebers tödlich verlaufen, mit der richtigen Medikation ist die Erkrankung jedoch heilbar.

Rezeptfreie Medikamente gegen Reisekrankheiten

Hier Informieren:

Behandlung von Fleckfieber

Die Behandlung von Fleckfieber geht zunächst mit der stationären Aufnahme des Patienten einher, der zur Beobachtung und Behandlung am besten in der Nähe der Ärzte bleibt. Als besonders wirksam bei der Bekämpfung von Rickettsien haben sich Antibiotika der Klasse der Tetracycline erwiesen. Der Standardwirkstoff gegen das Fleckfieber ist heute das Tetracyclin Doxycyclin. Der Patient kann es oral einnehmen, sofern vom Arzt nichts anderes verordnet wird.

In einigen Fällen von Fleckfieber kann der Patient jedoch so lethargisch sein, dass es schwerfällt, ihm das Mittel oral zu verabreichen - dann wird es intravenös verabreicht. Symptomatisch behandelt wird vor allem das hohe Fieber, da es bleibende Schäden im Körper anrichten oder den Patienten schlimmstenfalls töten könnte. Die symptomatische Behandlung wird immer für den Einzelfall entschieden und individuell für jeden Patienten neu angepasst, um die bestmögliche Wirkung zu erreichen und dem Patienten die Genesung zu erleichtern.

Bücher über Fleckfieber

Weitere Infos

War der Artikel hilfreich oder lesenswert? Bewerten Sie hier!

Rating: 2.3/5 (3 Stimmen abgegeben)

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Fleckfieber?

Name oder Pseudonym:
E-Mail (optional):
(Wird nicht angezeigt. Nur notwendig, wenn Antwort erwünscht wird.)
Kommentar:
(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Fleckfieber