Pinzette

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Die Pinzette ist in nahezu jedem Haushalt zu finden. Sie ist vielfältig einsetzbar und hat die verschiedensten Formen. Ihre wesentliche Funktion ist die Verlängerung des menschlichen Zeigefingers, um mit ihrer Hilfe die kleinsten Gegenstände zu greifen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Pinzette?

Der Begriff Pinzette kommt aus dem Französischen und ist eine Verkleinerungsform von dem französischen Wort "pince" für Zange. Diese Wortbedeutung spiegelt sich im Aufbau und in der Funktion wider: Sie ähnelt einer Zange und ermöglicht, kleine Gegenstände, wie Splitter, zu fassen.

Sie dient seit Beginn der Menschheit als Werkzeug. Grabfunde belegen, dass die Menschen schon in der Bronzezeit Pinzetten aus Metall herstellten. Aus Holz, Horn oder Knochen hergestellt, diente dieses Werkzeug den Menschen in den Urzeiten als Utensil zur Körperpflege.

Haare lassen sich damit entfernen, Bärte stutzen und auch Wunden säubern. Die Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten zeigt sich in der Gegenwart darin, dass pinzettenartige Werkzeuge in nahezu jedem Bereich zu finden sind: In der Medizin, im Haushalt, in der Technik und in der Industrie.

Formen, Arten & Typen

Abhängig vom Einsatzbereich unterscheiden sich Pinzetten in ihrer Form und ihren Materialien. Gängiges Herstellungsmaterial ist Metall. Die Kosmetikindustrie nutzt nahtloses Aluminium und die Medizin bevorzugt Edelstahl, da er sich desinfizieren lässt und nicht rostet.

Es gibt jedoch auch Pinzetten aus Kunststoff oder Keramik, die vor allem in der Elektronikindustrie Anwendung finden. Keramik und Kunststoff haben den Vorteil, dass diese Materialien Strom nicht leiten. Zusätzlich ist Keramik nicht hitzeempfindlich. Auch nichtleitende Metalle wie Titan können als Herstellungsmaterial dienen. Die beabsichtigte Verwendung beeinflusst auch die Form und die Länge. Die Enden können spitz, rund oder vierkantig und der Verlauf gerade, gebogen oder abgewinkelt sein.

In der Medizin gibt es die Unterteilung in anatomische und chirurgische Pinzetten. Die in der Chirurgie genutzten Pinzetten haben Zähne am Ende, die ineinandergreifen und so das Halten von Gewebe erleichtern. Zu den anatomischen zählt die auch in jedem Haushalt genutzte Splitterpinzette. Neben diesen Unterscheidungskriterien gibt es für den Hausgebrauch auch Pinzetten mit besonderen Designs, mit Goldverzierungen oder geriffelten Griffen.

Aufbau & Funktionsweise

Der Begriff Pinzette kommt aus dem Französischen und ist eine Verkleinerungsform von dem französischen Wort "pince" für Zange.

In der klassischen Ausführung besteht eine Pinzette aus zwei aneinandergefügte Stücke, den Schenkeln. Diese sind am Ende verbunden. Das untere Ende zum Greifen eines Gegenstandes ist die Spitze. Das obere Ende sind die Griffflächen. Durch den Druck auf die Schenkel bewegen sich diese aufeinander zu, so dass sich die Spitze schließt.

Am einfachsten ist die Pinzette zu benutzen, indem sie wie ein Stift zwischen Daumen und Zeigefinger liegt und der Mittelfinger sie stützt. Abhängig von ihrem Einsatzort gibt es unterschiedliche Ausführungen.

Die Kugelhalterpinzette ist eine spezielle Form. Sie ist über Kreuz gebaut, so dass sie fest ist. Durch das Zusammendrücken der Schenkel lösen sich die Spitzen. Anwendung findet sie vor allem in der Kosmetik beim Piercen und in der Medizin. Ihre Enden sind teilweise lochförmig, um das Greifen einer Kugel zu vereinfachen. Sie eignet sich für den Einsatz bei kleinen Gegenständen, die eine runde Form haben.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Die klassische Pinzette ist ein kleiner Gegenstand mit großer Wirkung. Im Bereich der Medizin und Gesundheit findet sie vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Die anatomischen Pinzetten ermöglichen durch ihren Aufbau das schonende Fassen von Blutgefäßen, Sehnen und Nerven und sind bei Operationen ein wichtiges Instrument.

Die Splitterpinzette gehört in jede Hausapotheke. Sie hat einen breiten Griffbereich um einen sicheren und festen Halt zu gewähren und verfügt über schmale Spitzen. Sie dient etwa zum Entfernen von Splittern. Es ist wichtig, diese hautschonend und schnell zu entfernen, um Entzündungen vorzubeugen. Bei langen Wanderungen in der Natur ist sie ein wichtiger Bestandteil des Erste-Hilfe-Sets. Wenn keine spezielle Zeckenzange zur Hand ist, kann sie auch Zecken entfernen. Zudem lassen sich mit ihr auch in der Haut eingedrungene Dornen oder Insektenstachel schonend lösen. Spezielle Ausführungen bieten eine integrierte Lupe, um die Handhabung zu erleichtern.

Die chirurgische Pinzette findet ihren Einsatz bei Wundrändern. Durch die Zähne an der Spitze lassen sich die Gewebeteile besser festhalten und ziehen. In der Medizin gibt es weitere spezielle Formen, die einem Patienten meist nicht auffallen. Die Ohren- oder Nasenpinzette hat eine gekrümmte Form. Beim Zahnarzt helfen Pinzetten beim Platzieren, Halten und Entfernen der Watterollen.

Im Bereich der Hygiene und Kosmetik unterstützt dieses Pflegeutensil bei der Haarentfernung und der Maniküre. Das Zupfen der Augenbrauen oder anderer unerwünschter Haare ist schmerzhaft, aber dank der Pinzette präzise. Auch eingewachsene Haare können mit ihrer Hilfe deutlich leichter herausgelöst werden.

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