Schuppenflechte

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. September 2017
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Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine Hauterkrankung die recht häufig in Deutschland vorkommt. Typische Anzeichen sind rote Hautareale, die durch silbrig-weiße Schuppen auffallen. Dazu kommt, dass diese betroffenen Hautstellen oftmals klar umgrenzt und erhaben sind und stark jucken können. Bisher gibt es noch keine restlose Heilung, wobei die Beschwerden durch verschiedene Therapien stark gelindert werden können.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Schuppenflechte?

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine Erkrankung der Haut, die sich durch eine sehr hohe Schuppenbildung auszeichnet. Die Krankheit ist gutartig und nicht gefährlich. Trotzdem leiden die Betroffenen vor allem darunter, dass sich die Haut chronisch entzündet und die Schuppenflechte immer wieder kommt, auch wenn zwischendurch eine leichte Besserung eintritt. Vor einer Ansteckung muss man sich nicht fürchten. In Familien in denen diese Krankheit auftaucht, ist es aber gut möglich, dass weitere Angehörige erkranken, da die Schuppenflechte vererbt werden kann.

Die Krankheit kann die Lebensqualität des Patienten stark einschränken. Die Haut kann rötliche Flecken und weiße Schuppen aufweisen, sodass häufig mit Blicken von anderen Menschen gerechnet werden muss. Die betroffenen Stellen jucken auch und lassen sich nicht von den lästigen Schuppen befreien, ohne dass Blutungen auftreten. Die Schuppenflechte verläuft meistens in Schüben, geht aber nie ganz zurück, da die Krankheit noch nicht heilbar ist.

Ursachen

Die genaue Ursache von Schuppenflechte ist bisher noch nicht bekannt. Erwiesen ist mittlerweile, dass die Krankheit vererbbar ist. Dennoch muss die Erkrankung nicht zwangsläufig ausbrechen. Betroffen sein können sowohl Kinder als auch Erwachsene, sowie Männer und Frauen, sodass die Krankheit auch nicht vom Alter abhängig ist. Allerdings werden die Anlagen überwiegend über den Vater weiter vererbt.

Mittlerweile wird vermutet, dass neben den entsprechenden, vererbten Genen noch einige andere Kriterien erfüllt werden müssen, die den Ausbruch der Schuppenflechte begünstigen. So können zum Beispiel Stetokokken dazu beitragen, dass die Krankheit auftritt. Auch erhöhter Stress über einen längeren Zeitraum oder aber verschiedene Medikamente zählen zu den Auslösern. Eventuell kann auch das Klima den Ausbruch der Schuppenflechte begünstigen.

Typische Symptome & Anzeichen

Krankheitsverlauf

Die Schuppenflechte zeigt sich im Wesentlichen durch stark schuppende Hautstellen (häufig an Händen, Knien, Ellenbogen und der Kopfhaut) sowie Veränderungen an den Nägeln.

Die Schuppenflechte wird in Psoriasus vulgaris Typ 1 und Typ 2 unterschieden. Der Typ 1 stellt die Frühform der Erkrankung dar und weist wesentlich mehr Betroffene in jeder Altersgruppe auf, während die Spätform, der Typ 2, eher bei Menschen auftritt, die mindestens 40 Jahre alt sind.

Durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren kommt es irgendwann zu einem ersten Ausbruch der Krankheit, in der Regel taucht die Schuppenflechte danach in Schüben wieder auf. Vor allem im Sommer kann es bei Betroffenen zu einer deutlichen Besserung kommen, trotzdem kann die Schuppenflechte nicht geheilt werden und kommt irgendwann zurück.

Komplikationen

Bei Psoriasispatienten können mit längerem Krankheitsverlauf auch die inneren Organe betroffen werden: Schuppenflechte ist nicht auf die Hautoberfläche begrenzt, sondern kann sich auch im Körperinneren manifestieren. Gelenkentzündungen beziehungsweise Athritis können ebenfalls im Verlaufe chronischer Erkrankungen auftreten.

Großflächige Psoriasis geht mit dem Risiko der sogenannten Superinfektionen einher. Dabei wird die befallene Stelle zusätzlich von Hefepilzen oder Bakterien infiziert, was die Erkrankung insgesamt verschlimmert. Auch der Stoffwechsel kann in Form von Adipositas, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes sowie Bluthochdruck betroffen werden.

Damit einher geht ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infarkte. Die Lebenserwartung kann signifikant sinken. Desgleichen wird bei Schuppenflechte-Patienten eine erhöhte Anfälligkeit für entzündliche Darmerkrankungen beobachtet, dazu gehört zum Beispiel das Morbus-Crohn- Syndrom.

Psoriasis-Patienten scheinen neueren Studien zufolge anfälliger zu sein für depressive Störungen und Alkoholmissbrauch. Dies wird mit den psychischen Belastungen in Verbindung gebracht, die mit der Erkrankung einher gehen können.

In letzter Zeit gibt es vermehrt Hinweise darauf, dass eine Psoriasis das Risiko von Komplikationen im Schwangerschaftsverlauf signifikant erhöht. Die genauen Zusammenhänge sind nicht hinreichend erforscht, aber ein Risikofaktor könnte die Medikamentierung sein, mit der die Schuppenflechte meist über Jahre behandelt wird.

Behandlung & Therapie

Heilbar ist Schuppenflechte zwar nicht, trotzdem kann man das Leiden der Betroffenen lindern und die Schübe möglichst gering halten. Neben dem Vermeiden von übermäßigem Stress, eignet sich als Therapie vor allem ultraviolette Strahlung. Die Immunvorgänge werden durch die Strahlung gehemmt und wirken somit auch auf das erhöhte Zellwachstum, das für die Schuppenflechte verantwortlich ist.

Deshalb geht die Krankheit in den meisten Fällen im Sommer unter dem Einfluß der Sonne auch zurück. Die Behandlungschancen sind mit dieser Therapie sehr hoch, trotzdem sollte individuell zusammen mit einem Arzt entschieden werden, welche Bestrahlung am besten geeignet ist. Neben der Behandlung mit UV-Strahlen werden in der Regel auch Medikamente eingesetzt, die die Schuppenflechte zumindest vermindern können. Als weitere Maßnahme um die Symptome zu bekämpfen, könnte auch ein Klimawechsel sinnvoll sein.

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Quellen

  • Altmeyer, P.: Therapielexikon Dermatologie und Allergologie. Springer Medizin Verlag, Berlin Heidelberg 2005
  • Moll, I.: Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2010
  • Plewig, G. et al.: Braun-Falco's Dermatologie, Venerologie und Allergologie. Springer, Heidelberg 2012

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