Kokosöl

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Zu einer gesunden Ernährung gehören neben Kohlenhydraten, Proteinen und Vitaminen auch Fette. Als besonders gesund gilt Kokosöl. Dem Öl werden verschiedene heilende Eigenschaften nachgesagt.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Kokosöl wissen

Kokosöl wird aus Kokosnüssen gewonnen. Die Farbe des Öls kann unterschiedliche Töne annehmen, schwankt in der Regel jedoch zwischen weiß und gelb. Bei Raumtemperatur weist Kokosöl eine feste Konsistenz auf, es schmilzt während des Erhitzens oder im Sommer.

Sobald die Temperaturen abnehmen, erhärtet es wieder. Es wird zum einen in der Küche verwendet, zum anderen für verschiedene Kosmetika. Insgesamt zeichnet sich Kokosöl insbesondere durch einen hohen Anteil gesättigter Fettsäuren aus. Kokosöl riecht und schmeckt mild nach Kokos. Kokospalmen konnten bereits vor 3000 bis 4000 Jahren gefunden werden. Aber erst im 19. Jahrhundert wurde ihre Kultivierung wirtschaftlich relevant. Zu diesem Zeitpunkt haben Holländer mit dem Bau von Plantagen auf Ceylon begonnen. Heutzutage reduziert sich die Kultivierung von Kokospalmen vor allem auf tropische Gebiete. Häufig zu finden sind Plantagen in Küstennähe sowie an Flussufern.

Kokosöl wirkt sich auf verschiedene Arten positiv auf die Gesundheit aus. Trotz seines hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren gilt es als einer der wertvollsten Fette zur Verwendung in der Küche.

Den größten Anteil der Kokosproduktion tragen die Philippinen, Indien und Indonesien. Ein bedeutender Teil der Kokosnüsse wird noch vor Ort verarbeitet. Insgesamt ist die Produktion von Kokosnüssen seit 1980 um 100 Prozent gestiegen. Das Fett, welches aus Kokosnüssen gewonnen wird, deckt den weltweiten Ölbedarf um 8 Prozent. Kokosöl wird insbesondere in Frankreich, Deutschland, und den Niederlanden hergestellt. Die genannten Länder importieren das Fruchtfleisch um es in heimischen Industrien zu Kokosöl zu verarbeiten. Dafür wird das Fruchtfleisch zunächst getrocknet und anschließend ausgepresst. Um es als Speiseöl zu verkaufen, stehen in der Regel weitere Prozesse an, in denen das Öl raffiniert wird.

Bedeutung für die Gesundheit

Kokosöl wirkt sich auf verschiedene Arten positiv auf die Gesundheit aus. Trotz seines hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren gilt es als einer der wertvollsten Fette zur Verwendung in der Küche. Kokosöl bleibt unter verschiedenen Einflüssen, wie Licht, Temperatur und Sauerstoff, nämlich stabil. Andere Fette hingegen bilden aufgrund dieser Faktoren toxische Substanzen.

Die Inhaltsstoffe des Kokosöls machen es zu einem geeigneten Fett zum Kochen und Backen. Aber Kokosöl ist nicht nur gesund, weil es in keine giftigen Stoffe zerfällt. Darüber hinaus soll das Öl Alzheimer lindern, Hautirritationen beruhigen und Blutfettwerte regulieren. Im Rahmen von Studien konnten die Fähigkeiten des Öls bewiesen werden. Weiterhin erhöht Kokosöl den Anteil antioxidativer Enzyme im Körper. Diese können freie Radikale abfangen und auf diese Weise die Entstehung von Krebs verhindern. Für einen solchen Zweck muss das Öl jedoch regelmäßig aufgenommen werden. Dasselbe gilt für die Prävention von Diabetes durch Kokosöl.

Der Organismus benötigt nämlich keine Glukose um die mittelkettigen Moleküle des Kokosöls abzubauen. Dementsprechend beeinflusst das Öl nicht den Insulinspiegel und senkt das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Äußerlich lässt sich Kokosöl auf die Haut auftragen. Auf diese Weise vermeidet es Mückenstiche und lässt Warzen sowie Pilze verschwinden. Die Inhaltsstoffe des Kokosöl sind antibakteriell und antimykotisch. Damit eignet es sich zur Behandlung von Beschwerden, die von Bakterien oder Pilzen ausgelöst wurden. Dazu gehören zum Beispiel Herpes, Karies oder Candida.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Kokosöl besteht vor allem aus Triglyceriden. Darüber hinaus lassen sich Magnesium, Vitamin E, Calcium, Kalium, Natrium, Kupfer, Eisen, Phosphor, Aminosäuren und Lactone in dem Öl finden. Durch Verfahren der Raffinerie verliert das Kokosöl jedoch große Teile seines Vitamin Es.

Weiterhin enthält es ungefähr 850 Kalorien pro 100 Gramm. Kohlenhydrate und Proteine weist Kokosöl nicht auf. Bei den 92 Gramm Fett handelt es sich bei 86 Gramm um gesättigte Fettsäuren. Eine besondere Rolle spielt die Laurinsäure, welche den größten Anteil der Fettsäuren ausmacht. Weiterhin finden sich Caprylsäure und Caprinsäure in dem Öl wider. Cholesterin enthält Kokosöl nicht. Damit eignet es sich auch für Menschen, die unter Beschwerden im Bereich des Herz-Kreislauf-Systems leiden.

Unverträglichkeiten & Allergien

Unverträglichkeiten aufgrund der Verwendung von Kokosöl treten nur sehr selten auf. Bisher ließen sich keine Allergien feststellen. Menschen, die auf Nüsse allergisch reagieren, leiden in der Regel durch den Konsum von Kokosnüssen unter keinen Symptomen. Insgesamt gilt der Verzehr von Kokosöl als unbedenklich.

Bei einigen Personen treten durch die äußerliche Anwendung des Öls Nebenwirkungen auf. Dazu gehören zum Beispiel ausgetrocknete Hautstellen und ein Spannungsgefühl. Wird das Kokosöl bei der äußerlichen Anwendung als unangenehm empfunden, kann es mit warmen Wasser und Seife abgewaschen werden. Stärkere Irritationen bleiben in der Regel nicht zurück. Allerdings sind unerwünschte Begleiterscheinungen aufgrund von Kokosöl insgesamt sehr selten. Normalerweise wird das Öl gut vertragen.

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Einkaufs- & Küchentipps

Nicht raffineriertes Kokosöl gilt als gesündere Variante. Durch die hohe Verarbeitung können einige Nährstoffe des Fetts vernichtet werden. Deswegen ist es sinnvoll, auf ein weniger verarbeitetes Produkt zurückzugreifen. Als besonders gesund wird Kokosöl angesehen, dass nach der ersten Kaltpressung verkauft wird.

Bio-Kokosöl wird ohne weitere Zusätze wie Bleichmittel hergestellt. Dementsprechend ist es empfehlenswert, Kokosöl aus biologischer Produktion zu verwenden. Die Lagerung des Öls bestimmt die Konsistenz. Bei Raumtemperaturen behält das Öl seine feste Form bei. Wird es hingegen in wärmeren Orten gelagert, verflüssigt sich das Fett. Insgesamt sagt die Konsistenz des Kokosöls nichts über die Qualität aus, es handelt sich ausschließlich um die Eigenschaft des Kokosöls mit seiner niedrigen Schmelztemperatur.

Im besten Fall wird Kokosöl jedoch in einem Schrank oder im Kühlschrank gelagert, wo es vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Auf diese Weise ist es etwa ein bis zwei Jahre haltbar. Kokosöl verbrennt erst bei Temperaturen ab 288 Grad. Dementsprechend kann es problemlos zum Braten und Frittieren verwendet werden.

Zubereitungstipps

Der Geschmack des Kokosöls ist sehr mild bis neutral und eignet sich damit für sämtliche Gerichte. Es kann in seiner festen Form mit einem sauberen Löffel aus dem Glas entnommen und in die Pfanne gegeben werden. Durch die Erhitzung der Pfanne schmilzt das Kokosöl. Nachdem sich das Kokosöl verflüssigt hat, können zum Beispiel Zwiebeln in dem Öl glasig gebraten oder anderes Gemüse dazugegeben werden.

Die Temperatur der Herdplatte lässt sich bedenkenlos erhöhen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Ölen entstehen keine schädlichen Substanzen aufgrund einer starken Erhitzung. Damit das Kokosöl möglichst lange hält, sollte es immer nur mit sauberen Gegenständen in Berührung kommen. Ansonsten verbreiten sich Bakterien in dem Glas, welche die Qualität des Öls herabsetzen. Für die äußerliche Anwendung des Kokosöls ist keine weitere Vorbereitung notwendig. Stattdessen wird das Fett entnommen und unter Umständen kurz zwischen den Handflächen erwärmt. Im flüssigen Zustand lässt sich das Kokosöl problemlos auf der Haut verteilen.

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