Kalium

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 18. November 2016
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Kalium gehört als positiv geladenes Ion (Kation) zu den essentiellen Mineralstoffen und ist für die Zell- und Nervenfunktion von wesentlicher Bedeutung.

Inhaltsverzeichnis

Wirkungsweise von Kalium

Kalium gehört, zusammen mit Natrium als Gegenspieler, zu den wichtigsten Elektrolyten im menschlichen Körper, welche zur Aufrechterhaltung des sogenannten osmotischen Drucks in den Zellen von entscheidender Bedeutung sind.

Somit dient Kalium als Elektrolyt unter anderem auch der Regulation des Wasserhaushaltes. Kalium kommt fast ausschließlich innerhalb der Zellen vor. Das Konzentrationsgefälle zwischen Zellinnerem und Zelläußerem wird beim Kalium, wie beim Natrium auch, an der Zellwand mit Hilfe einer sogenannten Ionenpumpe (hier Natrium-Kalium-Pumpe) aufrechterhalten.

So entsteht eine elektrische Spannung, welche Vorraussetzung für die Informationsübermittlung zwischen den Zellen ist. Deshalb spielt Kalium, zusammen mit Natrium und Kalzium, eine wesentliche Rolle bei der Erregbarkeit der Nerven- und Muskelzellen, zum Beispiel die des Herzens. Der Körper eines Erwachsenen enthält etwa 170 g Kalium.

Bedeutung

Erwachsene benötigen etwa 2g Kalium täglich. Da der Mineralstoff in vielen Nahrungsmitteln enthalten ist, deckt eine ausgewogene Ernährung den Bedarf in der Regel ab. Der Körper selbst hält die Kaliumwerte in engen Grenzen, da es bei steigendem oder sinkendem Kaliumspiegel schnell zu Impulsstörungen der Muskeln und Nerven kommen kann, welche sich dann nicht mehr richtig zusammen ziehen können.

Für die Regulation des Kaliumwertes ist das Hormon Aldosteron zuständig. Steigt der Kaliumwert, schüttet der Körper dieses Hormon vermehrt aus, da es die Nieren zum vermehrten Ausscheiden von Kalium anregt.

Doch Kalium ist nicht nur wichtig für die Muskel- und Nervenfunktionen, es reguliert auch den Flüssigkeitshaushalt innerhalb der Zellen. Daneben spielt es eine Rolle bei der Herstellung von verschiedenen Eiweißen, reguliert Blutdruck und Herzschlag und ist beteiligt am Kohlenhydratstoffwechsel und somit an der Energieproduktion.

Eine Blutuntersuchung der Kaliumwerte dient dem Arzt zur weiteren Diagnose von verschiedenen Krankheiten.

Ein Kaliummangel kommt meist durch einen vermehrten Flüssigkeitsverlust zustande. Da der Kaliumwert stark an den Natriumwert gebunden ist, führt eine vermehrte Aufnahme von Natrium automatisch zu einer höheren Ausscheidung von Kalium. Eine salzreiche Ernährung kann deshalb zu einem Mangel an Kalium führen. Auch bestimmte Medikamente wie Abführmittel und Diuretika können zu einem Mangel führen. Erbrechen und Durchfall, Alkoholismus, Essstörungen wie Bulimie und Magersucht, bestimmte Darmerkrankungen sowie verringerte Flüssigkeitszufuhr führen ebenfalls oft zu einer Mangelerscheinung.

Symptome hierfür sind meist Müdigkeit, verringerte Leistungsfähigkeit, Krämpfe, Muskelschmerzen, Kreislaufprobleme und Herzrhythmusstörungen. Einem Kaliummangel kann leicht durch eine Ernährungsumstellung entgegengewirkt werden.

Besonders Sportler sollten hierbei auf eine ausreichende Zufuhr achten, da sie durch Schwitzen vermehrt Kalium verlieren. Besonders betroffen sind hier Ausdauersportler bzw. Sportler mit intensivem Training. Ein Mangel kann bei ihnen zu gravierenden Leistungseinbrüchen und Muskelbeschwerden führen.

Extremer sind jedoch die Auswirkungen eines Kaliumüberschusses, da es hier schnell zu lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen mit Kammerflimmern bis hin zum Tode kommen kann. Gerade im Bodybuilding ist es durch die Einnahme entsprechender Präperate, die für eine Entwässerung vor einem Wettkampf sorgen sollen, schon zu einigen Todesfällen gekommen.

Vorkommen in Lebensmitteln

Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Kalium sind allen voran pflanzliche Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Getreide und Nüsse. Besonders in Weizenkeimen, Avocados und Bananen findet sich viel Kalium. Beim Zubereiten von Gemüse ist darauf zu achten, dass Kalium durch das Kochen in das Wasser übergeht. Wird dieses nicht weiter verwendet, geht auch das Kalium verloren.

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