Süßkartoffel

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. Dezember 2016
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Die Süßkartoffel ist dank ihres süßlichen Geschmacks und ihrer vielseitigen Verwendung sehr beliebt. Trotz ihres Namens ist die Knolle mit der herkömmlichen Kartoffel nur entfernt verwandt. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Latein- und Mittelamerika; heute wird sie aber auch in Afrika sowie einigen südeuropäischen Ländern angebaut.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über die Süßkartoffel wissen

Die Süßkartoffel ist auch unter den Bezeichnungen Batate, Knollenwinde und Weiße Kartoffel bekannt. Die Nutzpflanze gehört zur Familie der Windengewächse. Mit der auch in Deutschland heimischen Kartoffel, einem Nachtschattengewächs, ist sie allenfalls entfernt verwandt.

Zusammen mit der Kartoffel und dem Maniok stellt die Süßkartoffel die drei meistproduzierten Knollen- und Wurzelnahrungspflanzen dar. Angebaut wird sie schon seit präkolumbianischer Zeit in Mittel- und Lateinamerika; bekannt ist sie aber auch in Afrika, China und Israel. Auch südeuropäische Länder wie Spanien, Portugal und Italien bauen heute Süßkartoffeln an. Insgesamt werden jährlich etwa 120 Millionen Tonnen Süßkartoffeln angebaut und gehandelt. Die Pflanze selbst ist mehrjährig und bildet nur wenige oder sogar gar keine Blüten aus, die sich nur am frühen Morgen für einige Stunden öffnen und bereits am Vormittag wieder verwelken.

Die Süßkartoffel ist dank ihres süßlichen Geschmacks und ihrer vielseitigen Verwendung sehr beliebt. Trotz ihres Namens ist die Knolle mit der herkömmlichen Kartoffel nur entfernt verwandt.

Früchte tragen die Süßkartoffelpflanzen nur selten. Die Knolle selbst wächst unterirdisch und kann kugelförmig, birnenförmig oder spindelförmig ausfallen. Die Größe variiert zwischen wenigen Zentimetern bis zu 30 cm; entsprechend fällt auch das Gewicht mit unter 100 g bis zu mehreren Kilogramm sehr unterschiedlich aus. Da sich während des Wachstums verschiedene Pflanzenfarbstoffe in der Knolle ablagern, gibt es sowohl weiße als auch gelbe, orangefarbene, violette und rosafarbene Süßkartoffeln. Neben der Knolle selbst können auch die Blätter der Süßkartoffel verzehrt werden. Sie kommen in den Heimatländern der Batate etwa als spinatähnliches Gemüse auf den Tisch.

Wie der Name der Batate bereits andeutet, schmeckt die Knolle im Vergleich zu einer herkömmlichen Kartoffel sehr süß und erinnert eher an einen Kürbis. Die Süße kommt durch einen vergleichsweise hohen Zuckergehalt zustande, der bei etwa 4,2 g pro 100 g Süßkartoffel liegt (dieselbe Menge Zuckermais enthält etwa 3,2 g Zucker). In einigen Arten findet sich auch eine geringe Menge Blausäure, die aber für erwachsene Konsumenten unbedenklich ist, da sie sich durch das Erhitzen bei der Zubereitung verringert.

Bedeutung für die Gesundheit

Auch wenn Süßkartoffeln vergleichsweise viel Zucker enthalten, wird ihnen doch zurecht eine positive Wirkung auf die menschliche Gesundheit zugeschrieben. So enthalten sie beispielsweise zahlreiche Vitamine und Nährstoffe, die der Organismus für eine ordnungsgemäße Funktion benötigt.

Studien haben gezeigt, dass ein regelmäßiger Verzehr der Knolle dabei helfen kann, den Blutzuckerspiegel sowie den Cholesterinspiegel zu regulieren. Auch auf den Blutdruck kann sich der Konsum der Süßkartoffel positiv auswirken. Die in der Batate in teils hoher Konzentration vorkommenden Inhaltsstoffe können dabei helfen, Krankheiten wie Krebs, Alzheimer, Rheuma oder dem Grauen Star vorzubeugen. Da sie ebenfalls viele Ballaststoffe enthalten, kann der regelmäßige Verzehr der Knolle die Verdauung unterstützen und nicht nur Verstopfung, sondern auch Darmkrebs vorbeugen.

Sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine kombinieren sich in der Batate zu einer effektiven Unterstützung der Immunabwehr. Da sie darüber hinaus reich an natürlicher Folsäure sind, können auch Frauen mit Kinderwunsch von ihre Verzehr profitieren, denn Folsäure ist unverzichtbar für den Aufbau und die Entwicklung embryonalen Gewebes.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 86 Fettgehalt 0,1 g
Cholesterin 0 mg Natrium 55 mg
Kalium 337 mg Kohlenhydrate 20 g
Ballaststoffe 3 g Eiweiß 1,6 g

Süßkartoffeln enthalten eine hohe Konzentration an Vitamin A und Beta-Carotin. Ersteres ist etwa förderlich für das Wachstum und die Funktion von Haut, Schleimhaut, Blutkörperchen und dem Stoffwechsel, ebenso wie für den Sehvorgang. Beta-Carotin als sekundärer Pflanzenstoff hat eine zellschützende Wirkung und kann etwa Krebs hemmen. Auch wenn die Batate wie bereits erwähnt einen hohen Zuckergehalt aufweist, enthält sie mit bis zu 78 % auch einen vergleichsweise hohen Wasseranteil.

Der Fettgehalt ähnelt mit etwa 0,1 g pro 100 g dem der herkömmlichen Kartoffeln. Dafür liegt der Eiweißgehalt mit 1,6 g leicht darunter (zum Vergleich: Kartoffeln enthalten etwa 2,0 g Eiweiß auf 100 g). 20 g Kohlenhydrate machen die Süßkartoffel auch für Sportler und Bodybuilder zu einem attraktiven Lebensmittel. Des Weiteren sind in der Knolle zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe zu finden. Hervorzuheben ist hierbei ebenfalls der Gehalt an Riboflavin, Natrium und Zink, die in auffallend hoher Konzentration vorhanden sind.

Unverträglichkeiten & Allergien

Für Allergiker gib es an dieser Stelle gute Nachrichten: Es liegen keine Erkenntnisse über allergische Reaktionen auf Süßkartoffeln vor. Dieser Umstand ist darauf zurückzuführen, dass die Knolle nur sehr wenige Allergene enthält. Für Menschen, die etwa keine herkömmlichen Kartoffeln vertragen, stellt die Batate oftmals eine willkommene Alternative dar. Auch Unverträglichkeiten sind in Zusammenhang mit der Süßkartoffel kaum bekannt. Aufgrund des hohen Zuckergehalts sollten Diabetiker allerdings nicht zu häufig zu der beliebten Knolle greifen.

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Einkaufs- & Küchentipps

Süßkartoffeln sind dann verzehrbereit und enthalten ein Maximum an Inhaltsstoffen und Geschmack, wenn sie über eine gleichmäßige Färbung verfügen. Dabei sollten sie eine feste Konsistenz aufweisen und über keine Druckstellen oder weiche Anteile verfügen.

Zwar können die Knollen problemlos mehrere Monate lang an einem trockenen Ort gelagert werden, ohne Schaden zu nehmen; es empfiehlt sich aber, sie nicht länger als zwei Wochen liegen zu lassen, um alle Inhaltsstoffe zu erhalten. Von einer Lagerung im Kühlschrank wird abgeraten: Eine Raumtemperatur von 18 – 22 °C ist ausreichend. Die Schale der Süßkartoffel ist essbar und kann bei vielen Rezepte mit verwendet werden. Dazu sollte die Knolle nur vorab unter fließendem Wasser gewaschen werden.

Alternativ kann sie auch wie eine herkömmliche Kartoffel geschält und gekocht werden. Nach dem Schälen kann es recht schnell zu einer Verfärbung der Süßkartoffel kommen, die aber unbedenklich ist. Im Durchschnitt benötigen ganze Süßkartoffeln zwischen 30 und 45 Minuten Garzeit.

Zubereitungstipps

In der Küche können Süßkartoffeln vielseitig eingesetzt werden. So schmecken sie beispielsweise als Püree, Pommes frites oder Bratkartoffeln und stellen eine gesunde Beilage zu Gemüse- und Fleischgerichten dar. Als Einlage für Suppen und Eintöpfe ist die Knolle ebenso geeignet wie als Zutat für Gratins, Brot und sogar Kuchen.

Kombiniert mit leichten Dips oder deftig etwa mit Sauerkraut sorgen die Bataten für willkommene Abwechslung im Küchenalltag. Als Gemüsechips sind sie eine fettarme Snack-Alternative zu Kartoffelchips. Süßkartoffeln können, im Gegensatz zu Kartoffeln, auch roh verzehrt werden. Auch als Babynahrung eignen sich die Knollen, die aufgrund ihres süßen Geschmacks bei Kindern jeden Alters sehr beliebt sind.

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