Furunkel
Als Furunkel wird die Infektion eines Haarbalgs bezeichnet. Furunkel treten häufig auf und sind in ihrer Entstehung unabhängig von Alter, körperlichem Zustand oder Geschlecht. In vielen Fällen heilen sie ohne weitere Behandlung ab, ihre Symptome lassen sich jedoch lindern. Nur in schwereren Fällen erfordern Furunkel ärztliche Behandlung.
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Definition Furunkel
Besonders oft lösen Staphylokokken die Infektion aus. Sie befällt nicht nur den Haarbalg, sondern dehnt sich im Verlauf der Erkrankung auch auf das umliegende Gewebe aus. Die Region um den infizierten Haarbalg füllt sich bei fortschreitender Infektion mit Flüssigkeit an und es tritt die typische Schwellung eines Furunkels auf.
Die Haut über dem Furunkel ist gespannt und fühlt sich wegen der Entzündung heiß an. Mehrere Furunkel können dicht beieinander auftreten oder ineinander übergehen. Diese lokale Häufung wird Karbunkel genannt.
Ursachen für Furunkel
Durch die Schädigung haben Bakterien von der Hautoberfläche die Möglichkeit, tiefer einzudringen und durch die Infektion des Haarbalgs das Furunkel zu verursachen.
Mangelnde Körperhygiene ist ebenso eine Ursache, die die Bildung eines Furunkels fördert. Druckstellen mit Schädigung der oberen Hautschicht oder Scheuerstellen in den Leisten durch die Kleidung sind auch als ein Faktor für die Entstehung der Furunkel bekannt.
Symptome und Krankheitsverlauf bei Furunkeln
Kommt es zur Infektion, macht sich ein Furunkel zunächst durch einen ansteigenden Druck rund um den betroffenen Haarbalg bemerkbar. Dieser Druck steigt an und wird je nach Grad der Infektion schmerzhaft. Die Haut rund um die Infektionsquelle entzündet sich. Im Innern des Furunkels bildet sich Flüssigkeit, später durch die abgestorbenen Hautzellen auch Eiter.
An der Hautoberfläche zeigt sich in den meisten Fällen ein weißer Mittelpunkt, der allgemein als Eiterpfropfen bezeichnet wird. Bei normalem Krankheitsverlauf öffnet sich das Furunkel schließlich und die Flüssigkeiten fließen ab. Es tritt die Abheilung ein. Kann sich das Furunkel nicht öffnen, besteht die Gefahr eines Abszesses. Bei einem Furunkel im Gesicht oder in den Ohren kann die Infektion das Gehirn oder Rückenmark erreichen.
Auch die Gefahr einer allgemeinen Sepsis ist bei einem Furunkel nicht auszuschließen. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Betroffene versucht, das Furunkel mit Druck zu entleeren und dabei umliegendes Gewebe weiter schädigt. Die Ausbreitung der Infektion wird in solchen Fällen beschleunigt.
Behandlung von Furunkeln
Bei kleineren Furunkeln hilft Wärme, die ebenfalls dafür sorgt, dass das Furunkel aufgeht und sich entleert. Geöffnet wird ein Furunkel vorzeitig nur, wenn es besonders schmerzhaft ist oder sich nicht von alleine öffnet. Dies geschieht durch einen ärztlichen Eingriff bei örtlicher Betäubung mit anschließender Wundversorgung.
In den überwiegenden Fällen ist der Krankheitsverlauf allerdings komplikationslos und das Furunkel öffnet sich auch ohne weiteres Dazutun von selbst. Die offene Wunde wird desinfiziert und das Furunkel heilt in wenigen Tagen ab.
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Vorbeugung von Furunkeln
Furunkel lassen sich in erster Linie durch sorgfältige Körperhygiene vermeiden. Da ein weiterer Auslöser für Furunkel enge Kleidung ist, sollte Unterwäsche mit zu fest anliegenden Beinabschlüssen vermieden werden. Gerade in den Körperfalten an den Oberschenkeln und unter den Achseln führt die Reibung zu Hautschäden, die das Eindringen der Bakterien und Pilze erleichtern und ein Furunkel verursachen.
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