Löwenzahn

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 2. Dezember 2016
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Der Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist ein Korbblütler. Die leuchtend gelben Blüten gehören zu den ersten Blumen im Frühjahr und sind somit eine wichtige Bienennahrung, aber auch für den Spaziergänger eine Augenweide. Die Pflanze enthält einen weißen Milchsaft und besitzt eine lange kräftige Pfahlwurzel. Die Wirkstoffe der Pflanze sind verdauungsanregend, stark harntreibend, magenstärkend und auch leberstärkend.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau von Löwenzahn

Löwenzahn hat den Vorteil, dass man ihn nicht wirklich anbauen muss, denn er wächst von allein. Ist die Pflanze verblüht, treibt der Wind schnell die Samen als leichte Schirmchen der so genannten Pusteblumen in alle Himmelsrichtungen und an neue Standorte für diese Pflanze, sehr zum Leidwesen für Liebhaber gepflegter Gärten und Grünanlagen.

Der deutsche Name „Löwenzahn“ soll geprägt worden sein auf Grund der Blattform, die schrotsägeförmigen Ränder mit spitzen, ungleichmäßigen Zähnen wurden als Löwengebiss gedeutet. In der Naturheilkunde werden die Blüten, die Blätter und auch die Wurzel verwendet.

Anwendung & Verwendung

Empfohlen wird der Löwenzahn gegen die Frühjahrsmüdigkeit, bei Allergien, gegen Fieber, bei Rheuma und bei Appetitlosigkeit. Als Frühjahrskur werden junge Löwenzahnblätter an Salate gegeben und verleihen ihnen eine kräftige Würze.

Oder aber man erntet die ganze Pflanze, reinigt die Wurzel und verwendet alle Teile als Salat. Die Volksheilkunde besagt, dass nach einer 6-wöchigen Kur Körper und Geist wieder rein sind. Als äußerliche Anwendung gegen Warzen besagt ein altes Hausmittel, dass man täglich die Warze mit der Löwenzahnmilch betupfen und so eintrocknen lassen kann.

Hier einige Anregungen. Zuerst die Löwenzahnblüten: Sie enthalten Bitterstoffe, Vitamin A und C, mineralisches und ätherisches Öl. Es gibt zahlreiche Rezepte zur Verarbeitung der Blüten, zum Beispiel als Löwenzahn-Blütenhonig, zu dessen Herstellung man auch Kinder begeistern kann. Dazu sammelt man ca. 140 bis 150 entkelchte Löwenzahnblüten für ca. 1 l Honig, man benötigt1,5 l Wasser und den Saft einer Zitrone.

In der Naturheilkunde werden die Blüten, die Blätter und auch die Wurzel verwendet.

(Die gelben Blüten werden mit Daumen und Zeigefinger aus der Kelchhülle mit einem Ruck herausgezogen) Wasser und Blüten bringt man zum Kochen und lässt sie dann 30 Minuten leicht köcheln, etwas auskühlen, dann werden sie abgeseiht. In den Saft gibt man nun 1 ½ kg Zucker und den Saft einer Zitronen, die Zutaten werden eingerührt und sollen dann reichlich eine Stunde köcheln. Nicht zu lange, denn das frische Aroma der Löwenzahnblüten soll erhalten bleiben. Der Sirup oder Honig sollte zähflüssig vom Löffel laufen.

Löwenzahnblüten als Tee kann man selbst trocknen oder in Apotheken und Drogerien erhalten. Der Tee hilft bei Gallenbeschwerden und bringt bei Rheuma Schmerzlinderung.

Eine Frühjahrskur für Erwachsene ist das Verzehren von Löwenzahn-Stängeln. Dazu sollte man von blühenden Pflanzen bis zu zehn frische Stängel täglich roh essen, dabei sorgfältig zerkauen. Diese Kur sollte zwei Wochen dauern, während der Kur sollen Menschen, die abgespannt und müde sind, ein schnelles Erwachen der Lebensgeister erfahren.

Bedeutung für Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Die Wurzel des Löwenzahn hat umfangreiche Heilwirkungen, so können Anwendungen Schmerz lindern, Husten lindern, galle- und harntreibend wirken, Schleim lösen, die Leber und die Verdauung anregen und auch entspannen.

Die Bitterstoffe regen die Produktion der Verdauungssäfte an und somit auch den Produktion von Speichel. Man bekommt Hunger und Appetit. Wer unter schlechter Verdauung, Blähungen und Sodbrennen leidet, und das sind nicht wenige Menschen, kann sich ebenfalls mit Löwenzahnwurzel- und Löwenzahnkraut-Extrakten helfen. Vor der Mahlzeit eingenommen, kann man den Beschwerden vorbeugen. Auch bei Harnwegsinfekten werden Extrakte aus der Löwenzahnwurzel, auch in Verbindung mit Brennnesselkraut, empfohlen zum Durchspülen der Harnwege. Der Löwenzahn wirkt hier durchspülend und entwässernd.

Bei Problemen mit trockener Haut, die durch kalten Wind, trockene Luft oder häufiges Baden und Waschen entstehen kann, hilft ebenfalls Löwenzahnwurzel als Presssaft. Die Elastizität der Haut wird erhöht, gesunde Haut und gesundes Haar sind das Ergebnis einer solchen Anwendung.

Wer keine Zeit hat, den Löwenzahn selbst zu sammeln, kann sich diesen natürlich auch in getrockneter Form oder als fertiges Präparat kaufen.

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