Bienenstich Wespenstich Insektenstich Teil 1

Au, jetzt hat mich was gestochen! Dies hört man nicht selten auf sommerlichen Spaziergängen im Wald oder anderswo ausrufen. Und während der Betreffende mit argwöhnischen Blicken seine Umgebung mustert, ob ihn nicht schon wieder so ein kleines Insekt umlagert, greift er meist auch schon nach der Stelle, die brennt und juckt, um sich zu kratzen.

Inhaltsverzeichnis

Warum stechen Insekten?

Für ihn steht fest, dass ihn was gestochen hat, doch stimmt das nicht immer, denn Insekten können auch beißen. Bisse verursachen vor allem Insekten mit beißend-kauenden Mundwerkzeugen, die den Menschen nur gelegentlich zwicken. Oft geschieht dies aus Notwehr, wovon man sich leicht überzeugen kann, wenn man einen Laufkäfer anfasst, der sich dann sofort zur Wehr setzt. Es gibt aber auch kleine Käferarten, bei denen es sich bereits zur reinen Gewohnheit entwickelt hat, den Menschen zu kneifen und zu zwicken. Solche Gewohnheiten sind die erste Vorstufe zu einem echten Parasitismus. Die im Fell der Säugetiere und im Gefieder der Vögel lebenden Lausinsekten haben keinen Stechrüssel, dennoch beißen sie ihre Wirtstiere, und zwar mit den Kiefern, und saugen auf diese Weise Blut.

Ameisen und Ameisensäure

Bei Ameisen sind die Bissfolgen besonders schmerzhaft. Die meisten beißen zunächst mit ihren Kiefern in die Haut und erzeugen so eine Hautverletzung. Dann krümmen sie die Hinterleibsspitze nach vorn und spritzen ihr Gift in die Wunde. Es enthält Ameisensäure, aber daneben auch noch andere giftige Bestandteile.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass dies nicht bei allen Ameisenarten in der gleichen Form geschieht. So spritzen zum Beispiel unsere Waldameisen die Ameisensäure aus mehreren Zentimeter Entfernung auf den Feind, gleich, ob es die Hand eines Menschen ist, der ihren Ameisenhaufen beschädigt, oder eine als feindlich betrachtete brennende Kerze, die man auf den Ameisenhaufen stellt. Sie wird sogar durch das Besprühen mit Ameisensäure zum Erlöschen gebracht, woher die bekannte Anekdote stamm, die Ameisen besäßen eine eigene Feuerwehr. Andere Ameisen wiederum haben wie ihre nahen Verwandten, die Bienen und Wespen, einen Stachel.

Bienenstich, Wespenstich und Hornissenstich

Die unangenehmste Form von Insektenstichen sind die sogenannten Stachelstiche, von denen die Wespenstiche und Bienenstiche am bekanntesten sind. Diese Hautflügler verfügen über einen echten Giftstachel, der lediglich eine Waffe gegen Feinde darstellt. Hier muss noch hinzugefügt werden, dass die unmittelbare Stechwirkung durch das mit dem Stich eingespritzte Gift erhöht wird. Ein feindliches Insekt kann dadurch sogar getötet werden. Aber auch für den Menschen sind diese Giftstiche durchaus nicht immer harmlos.

Im Gegensatz zu den Stichen anderer Hautflügler bleibt der Bienenstachel in der Haut des Menschen stecken. Die Biene reißt ihre inneren Organe beim Stechen förmlich auseinander, so dass sie daran stirbt. Die anderen Insekten kann der Stachel auch anderweitig in Funktion treten. Er ist jedoch in allen Fällen aus dem Legestachel entstanden, weshalb ihn auch nur die Weibchen haben.

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