Lungenödem

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)

Ein Lungenödem ist eine spezielle Form eines Ödems. Unter Ödemen versteht meine eine krankhafte Wasseransammlung im Gewebe. Damit findet sich bei einem Lungenödem also vermehrt Flüssigkeit im Lungengewebe oder in der Lunge direkt. Ursache für diese Erkrankung sind meist andere Erkrankungen, wie Herzschwäche (Herzinsuffizienz) oder diverse Nierenerkrankungen. Ein Lungenödem sollte so schnell wie möglich ärztlich untersucht und behandelt werden, da sonst schwere Komplikationen eintreten können.

Inhaltsverzeichnis

Definition Lungenödem

Ein Lungenödem zeichnet sich durch eine Ansammlung von Wasser im Lungengewebe und in den Lungenbläschen aus, die verschiedene Ursachen haben kann. Dazu zählen Herzinsuffizienz und Nierenerkrankungen, aber auch Allergien und Höhenkrankheit.

Ein Lungenödem ist eine ernsthafte Erkrankung, die medizinische Behandlung benötigt. Das Lungenödem kann akut auftreten oder sich chronisch, also langsam und zunächst unbemerkt, entwickeln.

Zunächst sammelt sich bei einem Lungenödem Wasser im Lungenzwischengewebe an und greift fortschreitend auf die Lungenbläschen über, die als Alveolen bezeichnet werden. Dadurch kann beim Lungenödem die Lunge nicht mehr ausreichend belüftet werden, wodurch der Gasaustausch und die Durchblutung bei einem Lungenödem beeinträchtigt werden.

Ursachen für Lungenödem

Die Ursachen für ein Lungenödem liegen in den meisten Fällen in einer Herzschwäche oder –insuffizienz oder in Nierenerkrankungen, die die Nierenfunktion beeinträchtigen oder andere Erkrankungen. Deshalb wird zwischen einem kardiogenen Lungenödem und nicht-kardiogenen Lungenödemen unterschieden.

Wenn ein Herz nicht mehr ausreichend arbeiten kann, fließt das Blut in die linke Herzkammer, ohne dass das Herz in der Lage ist, es wieder in den Blutkreislauf zu pumpen. Dies hat zur Folge, dass der Druck in den Lungenvenen ansteigt. Liegt ein Druck von über 25 mmHG vor, so handelt es sich um eine starke Beeinträchtigung der Lungenfunktion. Wasser wird aus den Lungenkapillargefäßen in das umgebende Gewebe gepresst und verursacht das Lungenödem.

Nicht-kardiogene Erkrankungen können Allergien als Ursache haben, auch Unterernährung und Leber- sowie Nierenerkrankungen und Höhenkrankheit sind mögliche Ursachen für ein Lungenödem.

Generell liegen die Ursachen für ein Lungenödem in einer Störung der Druckverhältnisse, also zwischen onkotischem und hydrostatischem Druck innerhalb der Lunge.

Symptome

Krankheitsverlauf Lungenödem

Beim Krankheitsverlauf eines Lungenödems wird unter dem hydrostatischem Druck der Druck des Blutes in den Kapillargefäßen des Körpers verstanden. Für den onkotischen Druck sind die Eiweißbestandteile im Blut verantwortlich. Steigt der hydrostatische Druck in den Kapillargefäßen an oder sinkt der onkotische Druck ab, so tritt Wasser aus diesen Kapillargefäßen in das umliegende Gewebe aus.

In der Lunge sammelt es sich im Lungengewebe oder in den Alveolen an. Schreitet dieser Prozess fort, so können bis zu zwei Liter Wasser angesammelt werden, wodurch die Lungenfunktion drastisch beeinträchtigt wird und von einem Lungenödem gesprochen wird. Liegt ein Lungenödem vor, so wird sich allmählich oder akut der Allgemeinzustand verschlechtern und Atemprobleme müssen zur Arztkonsultation führen, um eine sofortige Behandlung einzuleiten.

Die zugrundeliegenden Erkrankungen für das Lungenödem bilden sich kaum von alleine zurück und müssen intensivmedizinisch behandelt werden. Wird das Lungenödem nicht behandelt, so können Lungenentzündungen als Komplikation auftreten. Generell ist das Leben bei einem Lungenödem in Gefahr, besonders dann, wenn eine Herzinsuffizienz die Ursache darstellt.

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Behandlung von Lungenödem

Husten, beschleunigtes Atmen und ein schnellerer Herzschlag sind Anzeichen für das Lungenödem. Zur Diagnose muss die Lunge abgehört werden und anschließend werden Röntgenaufnahmen und möglicherweise auch eine Computertomographie gemacht. Blutuntersuchungen und Herzuntersuchungen sowie Ultraschalluntersuchungen ergänzen die Diagnoseverfahren.

Dann wird eine intensive Therapie eingeleitet. Sauerstoff kann über Nasensonden zugeführt werden, der Oberkörper wird hochgelagert und Medikamente müssen eingenommen werden. Je nach Ursache muss der Körper entgiftet werden oder auf Funktionserkrankungen behandelt werden. Bei Nierenerkrankungen wird eventuell eine Dialyse eingeleitet. Ein Lungenödem muss immer intensivmedizinisch behandelt werden.

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