Innere Medizin

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 21. September 2017
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Als Innere Medizin wird ein Fachgebiet der Medizin bezeichnet, das sich mit den inneren Organen, deren Funktionen und möglichen Erkrankungen befasst. Ein Facharzt der Inneren Medizin wird Internist genannt und übt Diagnostik, Behandlung und Nachsorge bei Beschwerden aus. Wenn möglich fällt die Vorbeugung, um gewisse Krankheitsbilder gar nicht erst entstehen zu lassen, ebenfalls in seinen Bereich.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Innere Medizin?

Die von der Inneren Medizin behandelten Organe sind zum Beispiel die Lunge, das Herz, die Leber, Nieren, der Verdauungstrakt und die Milz. Auch das Blut, Gefäße und Binde- und Stützgewebe gehören dazu.

Daraus ergibt sich ein Zuständigkeitsbereich der Inneren Medizin für Krankheitsbilder, die diese oder andere Organe direkt oder ihre Funktionen betreffen. Beispiele für direkt mit Organen verbundene Teilbereiche sind die Nephrologie, Kardiologie, die Pneumologie usw. In den Bereich der Organfunktionen fallen Gebiete wie die Endokrinologie, Immunologie, Diabetologie und andere. Aus dieser breit gefächerten Aufgabenspanne ergeben sich Überschneidungen mit anderen Fachgebieten, beispielsweise der Neurologie oder der Labormedizin.

Ursprünglich sind zwar Operationen keine zu den Aufgaben der Inneren Medizin zählenden Behandlungen, jedoch gibt es mit neueren Diagnosemethoden (meist minimalinvasive) Eingriffe, die zumindest die Bezeichnung "diagnostische Operation" tragen können. Hierzu zählen Endoskopien, die zur visuellen Untersuchung von Organen und zur Gewebeentnahme durchgeführt werden. Dabei werden durch kleine Einschnitte in der Haut zwei Schläuche eingeführt. In einem befindet sich eine Kamera, deren Sicht auf einen Bildschirm übertragen wird, in dem zweiten meist Schneidewerkzeuge, die für kleine Eingriffe oder zur Gewebeentnahme verwendet werden. Je nach Art der Endoskopie kann dabei eine Vollnarkose vonnöten sein, wie zum Beispiel bei der Bauchspiegelung.

Die Weiterbildung zum Internisten dauert in Deutschland mindestens fünf Jahre. Der Facharzt für Innere Medizin kann einen Schwerpunkt wählen, was die Weiterbildungszeit um ein Jahr verlängert. Des Weiteren sind diverse Zusatzqualifikationen möglich, wie, neben anderen Bereichen, in der Sucht- oder Tropenmedizin.

Funktion, Wirkung & Ziele

Zu den Diagnoseverfahren in der Inneren Medizin gehört die Anamnese, bei der der Arzt sich vom Patienten eine möglichst genaue Schilderung seiner Beschwerden geben lässt. Die Betrachtung des Patienten, das Abtasten, Abklopfen und Abhören sowie die Funktionsprüfung bilden einen großen Teil der üblichen körperlichen Untersuchung und werden als IPAAF-Schema bezeichnet: Inspektion, Palpation, Perkussion, Auskultation, Funktionsprüfung.

Überprüfung von Blutdruck und Puls sowie Fiebermessung können ebenfalls erforderlich sein. Weiterhin kann mittels eines Elektrokardiogramms, auch in Form eines Langzeit-EKGs, die Herzaktivität gemessen werden. Auch Ultraschalluntersuchungen, Endoskopien, Lungenfunktionstests sowie Katheteruntersuchungen, Laboruntersuchungen und Biopsien gehören zu Diagnoseverfahren der Inneren Medizin.

Sobald der Internist eine Diagnose gestellt hat, schlägt er dem Patienten den geeignetsten Behandlungsweg vor. Dieser stellt sich oft in Form von Medikamenten dar, beispielsweise die Verschreibung von Antibiotika bei Blasen- oder Nierenentzündungen oder Hormonsubstitution bei endokrinologischen Befunden. Eine Behandlung kann jedoch auch ohne Medikation erfolgen, so zum Beispiel, wenn eine Änderung der Lebensgewohnheiten des Patienten bereits zum Erfolg führen kann (Ernährungsumstellung, Verzicht auf das Rauchen oder Ähnliches).

Als Innere Medizin wird ein Fachgebiet der Medizin bezeichnet, das sich mit den inneren Organen, deren Funktionen und möglichen Erkrankungen befasst. Der/die Internist/in übt Diagnostik, Behandlung und Nachsorge bei Beschwerden aus.

Die vom Internisten gestellte Diagnose kann jedoch auch zu einer Überweisung an andere Fachmediziner führen, wenn Behandlungsmethoden erforderlich sind, für die er nicht qualifiziert ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn eine Operation vonnöten ist. Auch kann eine Überweisung vom allgemeinen Internisten zu einem Internisten mit Schwerpunkt erfolgen, wenn sich der Befund als komplex herausstellt.

Eine weitere Aufgabe sieht der Internist in der Prävention. Einem Patienten, der durch seine Konstitution, sein Verhalten oder eine genetische Disposition ein höheres Risiko für eine bestimmte Erkrankung in sich trägt, kann der Internist durch Ratschläge helfen, den Ausbruch der Krankheit zu verhindern oder hinauszuzögern. Beispielsweise sollten deutlich übergewichtige Menschen, deren Blutzuckerwerte sich im Grenzbereich befinden, Maßnahmen ergreifen, um eine mögliche Diabetes nicht ausbrechen zu lassen.

Auch über eine Gabe von unterstützenden Präparaten, beispielsweise Vitaminsupplements, ist vonseiten des Internisten nachzudenken. Dies spielt besonders bei geschwächten oder älteren Patienten eine Rolle und kann auch dann schon zum Tragen kommen, wenn noch keine Mangelerscheinungen vorherrschen, sie aber zu befürchten sind.

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Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Die Innere Medizin deckt alle lebenswichtigen Organe ab und stößt damit in der Regel häufiger auf sehr schwere oder akut lebensbedrohliche Befunde, als beispielsweise Orthopäden, Hautärzte und andere Mediziner. Zudem stehen innere Organe häufig in direkter Verbindung miteinander, sodass eine dezidierte Diagnose wichtig ist, um die Ursache der Beschwerden möglichst schnell und akkurat zu bestimmen.

Bei verschleppten Entzündungen oder bösartigen Veränderungen des Gewebes ist eine möglichst kurze Dauer der Diagnosestellung unter Umständen sogar lebensrettend - der Befund kann, je länger es bis zur Diagnose dauert, umso schlimmer werden. Gleichzeitig kann es Krankheitsbilder geben, die sich entweder langsam, kaum oder in unklaren Beschwerden für den Patienten bemerkbar machen. Da die meisten Organe im Brust- und Bauchbereich und nah beieinanderliegen, können Beschwerden wie zum Beispiel Schmerzen unter Umständen nicht gleich korrekt eingegrenzt werden. So kann sowohl ein schwerwiegenderer als auch ein deutlich harmloserer Anfangsverdacht im Raum stehen, als sich später bewahrheiten wird.

Eine möglichst gründliche Diagnose ist daher auch bei weniger intensiven Beschwerden nötig. Selbst sehr schwere Erkrankungen wie Krebs können eine Weile keine oder nur sehr leichte Beschwerden hervorrufen. Dasselbe gilt für hormonelle Fehlfunktionen. Sie äußern sich nicht selten in diffusen Beschwerden wie allgemeinem Unwohlsein, Schwindel oder Schwäche und stellen somit eine hohe Anforderung an die fachliche Kompetenz des behandelnden Arztes. Hier kann ein guter Internist dem Patienten einen langen Leidensweg ersparen, wenn eine Diagnose schnell erfolgt.

Bücher über Innere Medizin

Quellen

  • Greten, H., Rinninger, F., Greten, T. (Hrsg.): Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2010
  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2016
  • Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Berlin 2013

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