Verwirrtheit
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Verwirrtheit ist eine Bewusstseinsstörung, bei der es zu Wahrnehmungsstörungen, Leistungsabfall und Konzentrationsstörungen kommt. Verwirrtheit kann ein langsam zunehmender Prozess sein oder aber plötzlich und akut auftreten. Häufig sind ältere Menschen von einer Verwirrtheit betroffen.
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Definition Verwirrtheit
Meist leiden die Betroffenen unter einer eingeschränkten Reaktionsfähigkeit. In manchen Fällen sind die Betroffenen sehr schläfrig oder werden aggressiv. Nachts tritt häufig eine gesteigerte Verwirrtheit auf. Von einer Verwirrtheit ist das Langzeitgedächtnis in der Regel nicht betroffen.
Die Symptome können in einem langsamen Prozess immer mehr zunehmen oder aber plötzlich auftreten. Bei einem akuten und abrupten Auftreten der Verwirrtheit sollte die Ursache medizinisch abgeklärt werden und eine entsprechende Behandlung erfolgen.
Ursachen für Verwirrtheit
Vergiftungen, wie zum Beispiel nach einem zu hohen Alkoholkonsum, können ebenfalls Verwirrtheitszustände nach sich ziehen. Es können jedoch auch eine ganze Reihe ernstzunehmender Krankheiten als Auslöser in Frage kommen. Arteriosklerose, Gehirnverletzungen und Herzinsuffizienz können eine Verwirrtheit genau so verursachen wie Diabetes, Enzephalitis oder Meningitis. Auch Epilepsie, Schlaganfälle oder Gehirntumore können zu Verwirrtheitszuständen führen.
Gerade bei älteren Menschen ist häufig eine Demenz, zum Beispiel Alzheimer, für eine Verwirrtheit verantwortlich. Manchmal kann es auch aufgrund von fieberhaften Infektionskrankheiten oder einer Harnvergiftung zu Verwirrtheitszuständen kommen.
Außer diesen körperlichen Ursachen lösen manchmal auch soziale Ursachen, wie das Verlieren einer Bezugsperson oder das Fehlen von sozialen Kontakten eine Verwirrtheit aus.
Diagnose und Verlauf bei Verwirrtheit
Bei einer bestehenden Verwirrtheit ist es wichtig, bevor Untersuchungen zur Diagnoseerstellung durchgeführt werden, abzuklären, seit wann die die Verwirrtheitszustände bestehen, welche Grunderkrankungen vorhanden sind, welche Medikamente eingenommen werden und ob die Flüssigkeitszufuhr ausreichend ist.
Darüber hinaus wird die psychische Belastung des Betroffenen abgeklärt. Nach der Basisabklärung gehören Blutuntersuchungen, Blutzucker- und Blutdruckmessungen zum Basisprogramm der Untersuchungen. Auch eventuelle neurologische Ausfälle werden durch Reflex- und Augenuntersuchungen, sowie der Prüfung des Gleichgewichtssinn überprüft.
Je nach der vermuteten Ursache werden die, für die jeweilige Grunderkrankung notwendigen Untersuchungen durchgeführt. Sofern keine organischen Ursachen feststellbar sind, sollte eine psychiatrische Untersuchung erfolgen. Der Verlauf der Erkrankung hängt immer von den Ursachen ab.
Tritt die Verwirrtheit beispielsweise aufgrund von Medikamenten oder einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme auf, ist diese relativ einfach zu behandeln. Bei schwerwiegenderen Grunderkrankungen kann der Verlauf der Verwirrtheit unter Umständen nicht aufgehalten, sondern allenfalls verlangsamt werden.
Behandlung von Verwirrtheit
So vielfältig wie die Ursachen für eine Verwirrtheit sein können, so vielfältig sind auch die Behandlungsmöglichkeiten. Bei einer Verwirrtheit aufgrund von Medikamenteneinnahme, muss das betreffende Medikament abgesetzt und durch ein anderes ersetzt werden.
Ist ein Flüssigkeitsmangel die Ursache für die Verwirrtheit, muss für eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme gesorgt werden. Ist der Flüssigkeitsmangel schon sehr weit fortgeschritten, ist manchmal eine Infusionstherapie im Krankenhaus erforderlich.
Bei psychischen Auslösern ist eine fürsorgliche Pflege des Betroffenen wichtig, bei der darauf geachtet werden sollte, möglichst alle Stressfaktoren für den Erkrankten auszuschalten. Ist die Verwirrtheit eine Begleiterscheinung einer körperlichen Grunderkrankung, richtet sich die Therapie nach der vorliegenden Erkrankung.
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Vorbeugung von Verwirrtheit
Ebenfalls sollte auf eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung geachtet werden. Bei älteren Menschen sind oftmals auch psychische und soziale Ursachen die Auslöser einer akuten Verwirrtheit. Dem kann in gewissem Umfang durch ein gezieltes Einbinden der älteren Patienten in soziale Kontakte und Aktivitäten entgegengewirkt werden.
Eine behutsame psychologische Betreuung der Betroffenen, soziale Kontakte und gemeinsame Aktivitäten sind eine gute Vorsorgemaßnahme, wenn Verluste von Bezugspersonen der Grund für die Verwirrtheit sind.
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