Gehirnerschütterung

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)

Eine Gehirnerschütterung, auch Commotio cerebri oder Schädel-Hirn-Trauma, ist eine umkehrbare Schädigung des Gehirns, dass zumeist durch einen Schlag oder Unfall auf den Kopf ausgelöst wird.

Inhaltsverzeichnis

Definition Gehirnerschütterung

Eine Gehirnerschütterung ist oftmals eine Verletzung oder Schädigung am Gehirn bzw. Kopf. Dabei kann es unter Umständen zu einer kurzen Bewusstlosigkeit kommen. Zumeist wird eine Gehirnerschütterung durch einen Schlag oder Unfall auf den Kopf ausgelöst. Daraus resultiert dann eine Störung des Gehirns und seiner Funktion.

Eine Gehirnerschütterung hinterlässt in der Regel keine bleibenden Schäden, da es zu keinen inneren Blutungen oder Blutgerinnseln im Gehirn kommt. Eine Gehirnerschütterung lässt sich in eine leichte, mittlere und schwere Gehirnerschütterung unterteilen. Zur Diagnose wird dabei ein Punktesystem der Glasgow-Coma-Skala (GCS) eingesetzt. Je niedriger der abschliessende Wert ist, desto schwerwiegender ist die Gehirnerschütterung.

Ursachen für Gehirnerschütterung

Die Hauptursache für Gehirnerschütterung sind zumeist Gewalteinwirkung von außen auf den Kopf. Dies kann dazu führen, dass der Kopf beschleunigt und wieder abrubt abgebremst wird. Dabei werden die Nervenzellen im Gehirn temporär aber reversibel gestört. Bisher sind aber die genauen Abläufe bei einer Gehirnerschütterung unbekannt. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass bei manchen Patienten das Zellgewebe leicht verletzt ist.

Bei einer Gehirnerschütterung ist die Struktur des Hirns nicht selbst geschädigt. Jedoch können die Schädelknochen stark beansprucht werden. Typische Symptome bzw. Anzeichen einer Gehirnerschütterung sind zumeist Bewusstseinsstörungen, Verwirrtheit und Gedächtnislücken. Ebenso können auch starke Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen als Indiz für eine Gehirnerschütterung gelten.

Typische Symptome bei Gehirnerschütterung

Krankheitsverlauf Gehirnerschütterung

Hirnerschütterung

Eine Gehirnerschütterung ist von einer Schädelprellung abzugrenzen, denn bei dieser wird das Gehirn selbst nicht verletzt und Bewusstseinsstörungen finden nicht statt.

Verschlimmern sich die Symptome, könnte auch eine tiefergreifende Gehirnverletzung oder Hirnblutungen möglich sein. Ausgeschlossen werden müssen weiterhin: Ohnmacht, epileptischer Anfall oder Beeinträchtigungen durch Medikamente oder Drogen.

Behandlung von Gehirnerschütterung

Dringende medizinische Versorgung ist bei einer Gehirnerschütterung anzuraten. Ein möglicher Krankenhausaufenthalt von mindestens 24 Stunden nach der Gehirnerschütterung ist nicht auszuschliessen. Dabei werden wichtige Körperfunktionen, wie Puls, Blutdruck und Atmung überwacht. Weiterhin wird der Bewusstseinszustand überprüft, um Verschlechterungen des Allgemeinbefindes rechtzeitig zu erkennen.

Gegen Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen werden passende Medikamente durch den Arzt verabreicht. Halten die Symptome an, oder verschlechtern sich, so sollte vom Arzt eine Verletzung des Gehirns bzw. Blutgefäße ausgeschlossen werden. Ausserdem sollte der Arzt die allegemeine Orientierung prüfen, um den Zustand des Bewusstseins zu überprüfen.

Uneingeschränkte Bettruhe ist zu gewährleisten. Außerdem empfiehlt sich eine Nachuntersuchung, um potentielle Gehirnblutungen oder Blutgerinnsel rechtzeitig behandeln zu können. Im Regelfall verschwinden aber die Symptome einer Gehirnerschütterung von alleine nach einigen Tagen, wenn der Betroffene sich selbst schont, seine Bettruhe einhält und auf Fernsehen und Sport verzichtet. Besser sich der Zustand können leichte Tätigkeiten jedoch durchgeführt werden.

Rezeptfreie Medikamente gegen Gehirnerschütterung

Hier Informieren:

Vorbeugung gegen Gehirnerschütterung

Einer Gehirnerschütterung kann man nicht direkt vorbeugen. Schutzmaßnahmen, wie Fahrradhelm, Motorradhelm, etc. sind aber durchaus sinnvoll. Ebenso sollte man auf zu brachiale Sportarten, wie Boxen, eventuell verzichten.

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