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Stoffwechselstörung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 1. September 2014
Symptomat.deKrankheiten Stoffwechselstörung

Unser Körper wird geprägt und gesteuert vom Stoffwechsel. Dieser regelt die verschiedenen Kreisläufe, die jeder Körper Tag für Tag durchläuft. Essen, Verdauen, Ausscheiden und auch Schlafen und Wachsein sind nur zwei von unzählig vielen Beispielen, die letztendlich auf den Stoffwechsel zurückzuführen sind. Sie sind aber auch lebenswichtig, weshalb eine Stoffwechselstörung bzw. die verschiedenen Stoffwechselerkrankungen schnell drastisch enden können.

Inhaltsverzeichnis

Definition Stoffwechselstörung

Was genau ist eine Stoffwechselstörung? Diese Frage stellen sich viele Betroffene oder Interessierte, wenn sie das erste Mal mit der Diagnose Stoffwechselstörung konfrontiert werden.

Die meisten Menschen kennen dabei den Begriff, nicht aber die tatsächliche Definition. Unter einer Stoffwechselstörung oder Stoffwechselerkrankung versteht man grundlegend eine krankhafte Veränderung der Stoffwechselvorgänge des menschlichen Körpers. Denn auch wenn nicht jeder Stoffwechsel gleich dem anderen ist, gibt es trotz aller normalen und unbedenklichen Abweichungen dennoch auch krankhafte Fälle.

Beispielhaft hierfür sind Gicht, Diabetes mellitus und auch Schilddrüsenunter- und -überfunktionen. Auch hierbei handelt es sich um Stoffwechselstörungen – jedoch weisen alle ein anderes Krankheitsbild auf.

Ursachen von Stoffwechselstörungen

Stoffwechselstörungen können ungemein viele Ursachen haben. Allerdings sind die meisten und bekanntesten Gründe nach wie vor auf genetische Faktoren zurückzuführen. Das bedeutet, dass viele Fälle von Stoffwechselstörungen sozusagen innerhalb einer Familie vererbt werden.

Sehr oft tritt eine genetische Weitergabe bei Krankheiten wie Gicht und auch bei Schilddrüsenfehlfunktionen auf. Wieder andere Stoffwechselstörungen können hingegen körperliche Ursachen haben, die sozusagen „selbst verschuldet“ sind.

Starke und langzeitige Fettleibigkeit, eine sehr ungesunde und einseitige Ernährung und starker Alkohol-, Medikamente- oder Tabakgenuss können den gesunden und natürlichen Stoffwechsel verändern.

Ähnlich sieht es bei einem unnatürlichen Schlafrhythmus auf lange Sicht aus. Auch hier könnte der Biorhythmus des Körpers mit einer Stoffwechselstörung reagieren.

Diagnose und Verlauf bei Stoffwechselstörungen

Kaum eine andere übergreifende Krankheit hat so viele verschiedene Gesichter wie eine Stoffwechselstörung. Sie kann jedes Organ im Körper betreffen, vom Herzen über die Schilddrüse und die Leber bis hin zum Gehirn. Und natürlich zeigt sich jeder Fall einer Stoffwechselstörung gänzlich unterschiedlich.

Zum einen können Überfunktionen und Unterfunktionen einzelner Organe auftreten. Oftmals sind zum anderen aber auch mehrere Organe betroffen, was die Symptome wieder abändern kann. Stoffwechselstörungen zeigen sich jedoch häufig durch ein starkes körperliches Unwohlsein, durch Schlafstörungen, durch Stimmungsschwankungen und durch sehr drastischen Gewichtsverlust oder eine sehr starke Gewichtszunahme in unnatürlich kurzer Zeit.

Es können aber ebenso krankhafte Veränderungen der Haut und Haarausfall auftreten. Deshalb ist es ungemein wichtig, bei unerklärlichen Beschwerden so schnell wie möglich einen Facharzt aufzusuchen.

Diagnosedaten & Häufigkeit

Relative Häufigkeit je 100.000 Einwohner pro Bundesland (ICD-10: E70-E90 Stoffwechselstörungen) (2012)
Quelle: GBE des Bundes (Diagnosedaten der Krankenhäuser)

Behandlung von Stoffwechselstörungen

Die beste Anlaufstelle ist der behandelnde Hausarzt, der die ersten Untersuchungen einleiten kann. Viele Stoffwechselstörungen kann dieser auch sofort behandeln, bei anderen wird er den Patienten an einen Endokrinologen überweisen müssen.

Wichtig ist aber, dass die Stoffwechselstörung so schnell wie möglich erkannt und behandelt wird. Denn obwohl nicht alle Stoffwechselstörungen wirklich von besorgniserregender Natur sind, können manche wenige sogar tödlich enden. So oder so sieht eine erfolgreiche Behandlung vor, dass die genaue Ursache der Stoffwechselstörung gefunden und gemeinsam mit den Symptomen behandelt wird.

Meistens erfolgt dies durch den Einsatz von geeigneten Medikamenten. Manche Stoffwechselstörungen sind gänzlich heilbar, andere müssen ein Leben lang behandelt und beobachtet werden – wie Diabetes, Gicht und auch Fehlfunktionen der Schilddrüse.

In jedem Fall erfordert die Behandlung aber etwas Zeit. Denn die Medikamente wirken nicht sofort und nur auf längere Sicht auf den Körper ein. Und: Oftmals ist auch eine Umstellung der Lebensführung von Nöten, um eine erfolgreiche Behandlung zu erzielen.

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Vorbeugung von Stoffwechselstörungen

Stoffwechselstörungen lassen sich nur sehr bedingt vorbeugen. Hier kommt es, wie bereits erwähnt, immer auch auf das genetische Erbgut an. Gehört man zu einer Risikogruppe, sollte man sich regelmäßig untersuchen lassen. Ansonsten kann man Stoffwechselstörungen durch eine gesunde Lebensweise recht gut vermeiden und im Zaum halten. Dazu zählen eine gesunde Ernährung, ein gesundes Gewicht, ein guter Umgang mit Stress und ein bestmöglicher Verzicht auf zu große Mengen Alkohol, Medikamente und Tabak.

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Weitere Infos

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Paula kommentierte am 16.02.2013 um 22:56 Uhr

Ich habe innerhalb von 10 Jahren 30 kg zugenommen, ohne das ich meine Essgewohnheiten geändert habe. Ich habe Diabetis, eine Schilddrüsenunterfunktion und nehme regelmäßig Medikamente. Ich leide unter sehr starken Blähungen, unabhänig davon, was ich esse. Ich gehe seit 6 Monaten 2-3-mal in der Woche ins Fitnessstudio, aber ich habe nicht ein Gramm abgenommen. Ich weiß nicht mehr, was ich noch unternehmen kann um mein Gewicht zum reduzieren. Ich Hoffe, dass mir jemand helfen kann.

mausepiep kommentierte am 11.03.2013 um 18:03 Uhr

ich habe Rückenschmerzen, (Arnold-Chiari-Malformation,
paravertebrale Myologie).
Verstärkt werden die Schmerzen nach Alkoholgenuß, auch durch kleinste Mengen. Seit 14 Wochen habe ich keinen Alkohol mehr getrunken, doch die Schmerzen bleiben und ziehen in die Arme und Hände.
Meine Therapeutin diagnostiziert: eine Stoffwechselstörung. Diese kann durch Akupunktur und chinesische Kräuterbehandlung gelindert/geheilt werden.
Da die Therapie sehr teuer ist, bitte ich um evtl. Erfahrungserlebnisse auf diesem Gebiet.

bina kommentierte am 24.05.2013 um 10:11 Uhr

Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion durch eine nicht beh. Borreliose erworben. Seit ca. 18 Monaten nehme ich unaufhaltsam zu, obwohl ich mich Metabollisch ernähre und mit Schüssler-Salzen unterstütze. Der Endikrinologe zuckt nur die Schultern und stellt mich immer höher ein, bin jetzt bei 125 Micrg. Euthyrox, aber das eigentliche Problem wird nicht angegangen. Es muss m. M. nach noch andere Zusammenhänge geben, die das Abnehmen blockieren! Von den Ärzten kann man nicht wirkliche Unterstützung erwarten, leider!!

Symptomat kommentierte am 24.11.2014 um 07:33 Uhr

Happy kommentierte am 30.05.2013 um 12:49 Uhr

Ich habe in den letzten 2 Jahren 8-10 kg zugenommen ohne richtigen Grund. Habe manchmal Probleme mit der Verdauung, Blähbauch und Magen. War im Krankenhaus und lies meine Schildrüse untersuchen, aber die funktioniert normal. Vielleicht kann mir jemand helfen?

Tanja kommentierte am 28.06.2013 um 16:47 Uhr

Wenn Sie zunehmen und nicht abnehmen kann es an einer Lebensmittelunverträglichkeit liegen. Keine Allergie. Bitte lassen Sie sich auf eine Unverträglichkeit der Lebensmittel untersuchen. Ich hatte das auch und seit ich weiß, was ich nicht vertrage und nicht mehr esse, nehme ich von alleine ab. 20 kg sind runter. Probleme mit Verdauung, Magen-Darm...sind Anzeichen für eine Unverträglichkeit. Sie können das auch selbst testen, indem Sie darauf achten, nach welcher Mahlzeit Sie die Beschwerden bekommen und die einfach weglassen. Meistens liegt es an Milchprodukten.

stroyer91 kommentierte am 02.08.2013 um 10:19 Uhr

@mausepiep mir geht es genauso. Wäre schön, wenn du dich mit mir in Verbindung setzt, um Erfahrungen auszutauschen. Viele Grüße

Symptomat kommentierte am 24.11.2014 um 07:33 Uhr

tashi kommentierte am 07.10.2013 um 10:28 Uhr

Liebe Paula, durch deine Schilddrüsenunterfunktion kommt es zur Gewichtszunahme. Es ist eines der Symptome bei Schilddrüsenunterfunktion. Du solltest sehen, dass du mit den Medikamenten richtig eingestellt bist. Bei Diabetes ist es so: wenn du Typ 2 Diabetes hast und orale Antidiabetika nimmst, wie z.B. Sulfonylharnstoffe, dann kommt es ebenfalls zur Gewichtszunahme. Bei den oralen Antidiabetika ist z.B. das Metformin zu empfehlen. Es fördert kein Übergewicht. Versuche eine fettärmere und vor allem gemüsereiche Ernährung. Behalte den Sport weiterhin bei. Ich hoffe, ich konnte etwas helfen. LG Tashi

tinakas kommentierte am 08.04.2014 um 15:36 Uhr

Hallo!
Seit mehr als fünf Jahren schwitze ich ganz extrem, nicht nur nachts, sondern auch am Tag. In den Nächten kann ich nicht durchschlafen. Ich schnappe nach Luft, muss mich umziehen, duschen und trinken. Ich bin nass und friere, während ich von Kopf bis Fuß in meinem Schweiß liege. Das ist ekelig und sehr anstrengend auf Dauer. Vor drei Jahren wurde Hyperhidrose diagnostiziert. Das Schwitzen trat als Nebenwirkung eines Medikamentes auf und hat sich dann verselbstständigt. Manchmal denke ich, dass ich ertrinke oder verdurste. Seit 30 Jahren habe ich auch eine Schilddrüsenunterfunktion und ich bin chronische Schmerzpatientin. Nach einer Bandscheibenoperation kamen Myelopathie und Fibromyalgie hinzu. Kann mir jemand helfen? Ich schäme mich unentwegt. Ich schlafe kaum und nehme zu, obwohl ich kaum etwas esse. Geben Sie mir einen Rat, bitte! Danke.

Tini kommentierte am 08.07.2014 um 20:31 Uhr

Liebe Leidensgenossen, ich bin 38 und hatte nie Probleme mit meinem Gewicht. Ich hatte zwar lange schon mit Verstopfungen und plötzlichen Magenkrämpfen zu kämpfen, doch seit letztem Jahr nahm ich in kürzester Zeit 30kg zu, ohne etwas an meinem Leben verändert zu haben. Die Verstopfungen sind nun weg, dafür macht sich das Gewicht nun aber in den Gelenken und im Rücken bemerkbar. Die Unzufriedenheit mit meinem jetzigen Äußeren hat mir fast vollständig mein Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen genommen. Bevor sich die Gewichtszunahme einspielte, war ich beruflich sehr erfolgreich und wohl eine der wenigen Frauen, die mit sich zufrieden war. Laut verschiedener Ärzte bin ich so fit wie ein junger Sportler. Alle Werte sind gut. Ich treibe Sport, bin jeden Tag mit meinem Hund unterwegs und esse kaum noch etwas. Ich nehme langsam ab und fühle mich gut, wenn ich Kaffee, Wasser und Zigaretten zu mir nehme, aber das kann ja auch nicht die Lösung sein.

Symptomat kommentierte am 24.11.2014 um 07:33 Uhr

MooeJooe kommentierte am 17.07.2014 um 23:46 Uhr

Woran könnte es liegen, dass ich so dünn bin? Egal was ich esse, ich nehme einfach nicht zu. Mein Gewicht schwankt immer zwischen 68-70 Kilo und das bei einer Größe von 1,84 Meter. Das ist ziemlich wenig. Gibt es einen Weg an Gewicht zuzulegen? Das wünsche ich mir schon lange.

Ulrike kommentierte am 10.10.2014 um 12:02 Uhr

Ich habe nach einer Darmoperation (Divertikel) sechs Kilo zugenommen. Sonst habe ich keine Krankheiten, lediglich einen sehr hohen Cholesterinwert. Ich esse ganz bewusst wenig Fett und wenig Kohlenhydrate. Ich rauche allerdings und trinke regelmäßig Wein. Ich treibe Sport und nehme trotz alledem nicht ab. Auch bei drei wöchiger Alkoholabstinenz hat sich nichts geändert. Bei einer Almased-Kur habe ich in 4 Wochen nur 1 Kilo abgenommen. Ich bin 66 Jahre alt. Was kann ich noch tun?