Gelbsucht

Gelbsucht, auch Ikterus oder Gelbfärbung genannt, ist ein Symptom, das bei mehreren unterschiedlichen Erkrankungen auftreten kann. Er beschreibt eine Gelbfärbung von Haut, Schleimhäuten sowie der Bindehaut des Auges durch eine erhöhte Konzentration von Bilirubin.

Inhaltsverzeichnis

Definition Gelbsucht

Das im Volksmund als Gelbsucht bekannte Symptom wird von Medizinern auch Ikterus genannt. Sie beschreibt die gelbliche Verfärbung von Haut, Schleimhäuten und der Augen. Begleitet wird die Gelbsucht von einem starken Juckreiz, sowie Übelkeit und Erbrechen von grünlich-gelbem Mageninhalt.

Nicht selten wird die Gelbsucht auch von meist rechtseitigem Bauchschmerz und saurem Aufstoßen begleitet. Zudem können Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl, Durchfall oder Stuhlverfärbungen auftreten.

Im schlimmsten Fall kann es zu Verwirrtheit und Wesensveränderungen des Erkrankten kommen. Eine Gelbsucht bedarf sofortiger ärztlicher Behandlung.

Ursachen für Gelbsucht

Die Ursache der Gelbsucht ist eine Erhöhung der Konzentration von Bilirubin, einem Abbauprodukt des Blutfarbstoffs Hämoglobin, im Blutkreislauf. Der Gelbsucht liegt damiut eine Störung im Bilirubinstoffwechsel zugrunde. Das Bilirubin, das normalerweise über die Gallenwege ausgeschieden wird, lagert sich im Gewebe ab. Sichtbar wird dies an der Haut und in den Augen. Es entsteht das Krankheitsbild der Gelbsucht.

Durch vermehrten Anfall oder verminderte Ausscheidung des Bilirubins kommt es zum Ansteigen der Serumkonzentration im Körpergewebe. Damit tritt eine Farbveränderung zuerst an der weißen Lederhaut des Auges in Erscheinung. Mit weiter zunehmenden Werten kann man schließlich auch an der Haut und den Schleimhäuten die gelblichen Veränderungen beobachten. Auch die Körperflüssigkeiten sowie andere Organe sind davon betroffen. So kann der Urin dunkelbraun, der Stuhl dagegen hell oder weiß verfärbt sein.

Die Erhöhung des Bilirubins im Blut kann drei verschiedene Arten von Ursachen haben. Die prä-hepatische (vor der Leber entstehende) Gelbsucht entsteht durch vermehrten Zerfall von roten Blutkörperchen (Hämolyse). Hier liegt meist eine Blutkrankheit zugrunde, die den Zerfall verursacht. Die intra-hepatische Gelbsucht kann durch eine Leberentzündung (Hepatitis) oder durch einen Tumor in der Leber entstehen. Eine Hepatitis kann unter anderem durch Viren, Medikamente oder einen Alkoholmissbrauch bedingt sein.

Die post-hepatische Gelbsucht hat ihre Ursache in Abflussbehinderungen in den Gallenwegen. Die in der Leber gebildete Gallenflüssigkeit kann aufgrund von Hindernissen nicht abfließen und es kommt zu einem Rückstau der Gallenflüssigkeit (Cholestase) bis in die Leber. Grund für eine Cholestase können Gallensteine, eine Verengung der Gallenwege (Stenose) oder Tumore sein.

Krankheiten mit Gelbsucht

Behandlung von Gelbsucht

Die Behandlung einer Gelbsucht hängt vom Auslöser ab. Die Therapie der Gelbsucht ist somit eng mit den Ursachen verknüpft. Das Ziel ist es, den Bilirubinwert im Blut zu senken. Hierzu muss zunächst die Ursache der Gelbsucht herausgefunden werden, da jede Ursache verschiedene Behandlungen vorgibt.

Gallensteine beispielsweise können durch spezielle Endoskope entfernt werden. In manchen Fällen muss eine erkrankte Gallenblase auch operativ entfernt werden. Haben Medikamente die Leber geschädigt, verschwindet die Gelbsucht meist, wenn diese nicht mehr eingenommen werden. Gegen eine durch Viren ausgelöste Gelbsucht können antivirale Wirkstoffe helfen.

Die prä-hepatische Gelbsucht bedarf der Behandlung der ursächlichen Bluterkrankung. Diese kann je nach Art der Erkrankung aufwändig sein. Bei der post-hepatischen Gelbsucht hat die Beseitigung der Ursache des Gallenstaus erste Priorität. Ein Gallenstein kann unter Umständen mit Hilfe eines endoskopischen Eingriffs beseitigt werden. Eine Verengung kann ebenfalls unter endoskopischen Bedingungen mit einem Stent versorgt werden. Hierbei wird der Gallengang erweitert und ein kleines Gitter eingesetzt, um den Gallengang stetig offen zu halten.

Die Endoskopie der Gallenwege erfolgt unter einer kurzzeitigen Narkose und ist bei guten anatomischen Bedingungen unkompliziert. Für die toxisch (durch Gifte) bedingte, intra-hepatische Ursache der Gelbsucht ist eine sofortige Karenz des verursachenden Medikaments oder von Alkohol geboten. Während das Absetzen von Medikamenten unter ärztlicher Aufsicht relativ einfach ist, kann sich ein Entzug von Alkohol als schwieriger gestalten. In den meisten Fällen ist ein kontrollierter Entzug mit psychiatrischer Begleitung notwendig. Tumoren, die eine Gelbsucht verursachen, sollten je nach Schwere der Erkrankung schnellstmöglich entfernt werden.

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Vorbeugung von Gelbsucht

Um einer Gelbsucht durch Stau der Gallenflüssigkeit vorzubeugen ist eine fettarme Ernährung zu empfehlen. Durch zu fettiges Essen wird dir Entstehung von Gallensteinen gefördert. Die Einnahme von Medikamenten sollte unbedingt nach der Anweisung des behandelnden Arztes eingenommen werden. Einige Medikamente greifen bei falscher Einnahme oder über einen längeren Zeitraum die Leber an.

Um einer durch Alkohol angegriffenen oder zerstörten Leber sollte Alkohol in Maßen oder am besten gar nicht zu sich genommen werden. Alles, was also mögliche Auslöser einer Gelbsucht fördert, z. B. Gallensteine, Leberzirrhose oder Hepatitis, begünstigt auch die Entstehung einer Gelbsucht. So hilft eine fettarme, ballaststoffreiche Ernährung Gallensteine zu vermeiden.

Ein maßvoller Genuss oder gar ein völliger Verzicht auf Alkohol schützt die Leber vor Schäden. Außerdem kann eine Impfung gegen Hepatitis-A- oder Hepatitis-B-Viren eine Infektion und damit Leberschädigungen verhindern.

Hausmittel und Kräuter gegen Gelbsucht

  • Erdbeerblätter helfen gegen Gelbsucht.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

hans kommentierte am 29.11.2011 um 17:30 Uhr

Ich hatte die Gelbsucht 4 Monate lang. Das ist eine schreckliche Erfahrung. Ich wünsche dies keinem Menschen, nicht einmal meinen Feinden.

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