Beruhigungsmittel
Beruhigungsmittel sind solche Arzneimittel, die eine dämpfende Wirkung auf die verschiedenen Funktionen des zentralen Nervensystems haben und dadurch eine beruhigende Wirkung auf den Körper ausüben. Ab einer gewissen Dosierung ist hierbei der Übergang zur Sedierung, also die Narkose, fließend, daher sollte eine Einnahme immer mit Bedacht erfolgen. Beruhigungsmittel sind abzugrenzen von Schlafmitteln.
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Beruhigungsmittel gegen Angst und Stress
Auch in Fällen von Prüfungs- oder Flugangst können Beruhigungsmittel vorübergehend hilfreich sein. Es sollte jedoch auf keinen Fall eine längere Einnahme von einem solchen Beruhigungsmittel erfolgen. Im Falle eines größeren medizinischen Eingriffes werden dem Patienten zumeist vor Beginn des Eingriffs Beruhigungsmittel zur Reduzierung der Stressbelastung verabreicht.
Nach Unfällen mit anschließenden Verspannungen und dadurch bedingten Schmerzzuständen kann eine kurzfristige Gabe von einem Beruhigungsmittel krampflösend und muskelentspannend wirken.
Bei psychischen Problemen werden Beruhigungsmittel insbesondere bei Spannungs-, Angst- und Erregungszuständen eingesetzt. Aber auch bei Phobien und psychosomatischen Störungen kann durch die Verabreichung von einem Beruhigungsmittel eine Verbesserung des Zustandes erreicht werden. Da Beruhigungsmittel auch eine schlaffördernde Wirkung haben, finden sie auch bei Schlafstörungen häufig Verwendung. Siehe hierzu aber den Artikel: Schlafmittel und Schlafstörungen.
Pflanzliche, natürliche und chemische Beruhigungsmittel
Man unterscheidet grundsätzlich in Beruhigungsmittel auf chemisch-synthetischer und auf pflanzlicher-natürlicher Basis. Auf der chemisch-synthetischen Basis sind die Benzodiazepine die am häufigst verwendeten. Diese sind jedoch zumeist sehr stark und haben mehr Nebenwirkungen. Weitere wichtige künstlich hergestellte Beruhigungsmittel sind Neuroleptika, Betablocker und Antidepressiva.
Die pflanzlichen und natürlichen Beruhigungsmittel gibt es zumeist in Tabletten- oder Kapselform. Da die Wirkstoffe jedoch auch wasserlöslich sind, ist auch die Darreichungsform als Tee sehr beliebt. Die bekanntesten pflanzlichen Beruhigungsmittel sind Baldrian, Hopfen, Johanniskraut und Melisse.
Auch im Bereich der Homöopathie kommen Beruhigungsmittel zum Einsatz. Hier finden Tropfen oder Globuli von Acidum phosphoricum, Arnica oder Argentum nitricum Verwendung. Bei der Bachblütentherapie kommen Essenzen von Ulme, Lärche, Olive oder Eiche als Beruhigungsmittel in Betracht.
Der Übergang zwischen den pflanzlichen und den chemisch-synthetischen Beruhigungsmitteln ist jedoch fließend, da die Wirkstoffe häufig sehr ähnlich sind. Eine weitere Unterscheidung der Beruhigungsmittel kann in Höhe des Wirkstoffes, Schnelligkeit der Wirkung, Art der Verstoffwechselung, Wirkdauer und Abbauart im Körper erfolgen.
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Risiken und Nebenwirkungen von Beruhigungsmitteln
Des Weiteren verlangsamen sie die Atmung und senken den Blutdruck. Auch bringen Beruhigungsmittel des öfteren Müdigkeit und Schwindel mit sich und können zu Kopfschmerzen führen. Ein weiterer unerwünschter Nebeneffekt ist, dass sich der Patient nach der Einnahme von Beruhigungsmitteln benommen fühlen kann und unter Verwirrung leidet. Auch Niedergeschlagenheit tritt oft in Verbindung mit der Einnahme von Beruhigungsmitteln auf.
Da Beruhigungsmittel die Reaktionsfähigkeit verlangsamen ist das Führen von Fahrzeugen und Maschinen nicht anzuraten. Auch die sexuellen Bedürfnissen können bei einer längerfristigen Einnahme von Beruhigungsmitteln zurückgehen. Aufgrund der Risiken und Nebenwirkungen sollte zumindest eine längerfristige Einnahme von Beruhigungsmittel jeglicher Art nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
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