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Magendurchbruch

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 21. März 2014
Symptomat.deKrankheiten Magendurchbruch

Ist die Magenschleimhaut geschädigt, kann dies zu einem Magendurchbruch bzw. zu einer Magenperforation führen. Ein offener Magendurchbruch stellt fast immer einen medizinischen Notfall dar.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Magendurchbruch?

Im Rahmen eines Magendurchbruchs (in der Medizin auch als Magenperforation bezeichnet) bricht die Magenwand eines Betroffenen.

Unterschieden werden kann zwischen dem offenen und dem gedeckten Magendurchbruch; liegt ein offener Magendurchbruch vor, so besteht unter anderem das Risiko, dass sich der Inhalt des Magens in die Bauchhöhle ergießt. Eine offene Magenperforation erfordert in der Regel sofortige, notfallmedizinische Maßnahmen. Ein gedeckter Magendurchbruch ist durch Verwachsungen im Magen gekennzeichnet, die einen Kontakt mit benachbarten Organen eingehen.

In den meisten Fällen geht ein offener Magendurchbruch mit deutlich schwereren Symptomen einher als eine gedeckte Perforation; zu den häufigen Symptomen einer offenen Magenperforation zählen unter anderem stark ausgeprägte und stechende Schmerzen im Bereich des Oberbauchs, die in Einzelfällen auch in die Schultern ausstrahlen können.

Ursachen für Magendurchbruch

Meist wird der Magendurchbruch beim Betroffenen durch Magengeschwüre verursacht: Magengeschwüre führen zu einer Schädigung der Magenschleimhaut, die beim gesunden Menschen die Magenwand vor der Magensäure schützt. Entfällt dieser Schutz, so ist die Magenwand an entsprechenden Stellen angreifbar; eine schwere Folge ist der Magendurchbruch.

Zu den weiteren Ursachen, die sich hinter einem Magendurchbruch verbergen können, zählen beispielsweise Verletzungen im Zuge von Magenspiegelungen. Auch eine versehentliche Aufnahme von ätzenden Substanzen kann einen Magendurchbruch nach sich ziehen. Des Weiteren kann ein Magendurchbruch durch eine langfristige Medikamenteneinnahme hervorgerufen werden; verschiedene Wirkstoffe weisen die Tendenz auf, die Magenschleimhaut anzugreifen, wodurch das Risiko eines Magendurchbruchs steigt.

Zu den Arzneimitteln, die eine entsprechende Wirkung entfalten können, zählt etwa Kortison (eine Wirkkomponente, die beispielsweise als Entzündungshemmer eingesetzt wird). In sehr seltenen Fällen kann ein Magendurchbruch schließlich auch die Folge einer Krebserkrankung sein, die den Magen in Mitleidenschaft zieht.

Typische Symptome und Anzeichen bei Magendurchbruch

Diagnose und Verlauf bei Magendurchbruch

Die Verdachtsdiagnose Magendurchbruch ist einem Mediziner zunächst aufgrund der typischen, stechenden Schmerzen eines Patienten möglich; in der Regel fließen in eine entsprechende Verdachtsdiagnose außerdem Informationen bzgl. der individuellen Krankengeschichte und erstmaliger Symptome ein. Der Verdacht auf einen Magendurchbruch kann in einem nächsten Schritt mithilfe des Röntgens geprüft werden; ist im Bauchraum freie Luft zu erkennen, so spricht dies für einen vorliegenden Magendurchbruch.

Während ein gedeckter Magendurchbruch häufig vergleichsweise mild verläuft und gute Heilungschancen aufweist, können im Rahmen eines offenen Magendurchbruchs verschiedene Komplikationen auftreten: Ein Vordringen des Mageninhalts in die Bauchhöhle kann beispielsweise eine lebensbedrohliche Bauchfellentzündung hervorrufen; verbunden ist eine entsprechende Entzündung häufig mit sich stark ausbreitenden Bauchschmerzen und einer gehärteten Bauchdecke.

Behandlung und Therapie von Magendurchbruch

Die medizinische Behandlung eines Magendurchbruchs richtet sich unter anderem nach Form der vorliegenden Perforation und individuell auftretenden Komplikationen im Rahmen des Krankheitsverlaufs.

Muss ein offener Magendurchbruch notfallmedizinisch versorgt werden, so ist ein chirurgisches Eingreifen in den meisten Fällen unumgänglich; im Zuge einer erfolgenden Operation wird in der Regel zunächst die Perforation an der Magenwand geschlossen. Durch eine anschließende Spülung des Bauchraums wird Letzterer von Mageninhalten befreit, die sich im Zuge des Magendurchbruchs aus dem Magen entleeren konnten - ein solches Ausspülen nach erlittenem, offenem Magendurchbruch trägt dazu bei, das Risiko einer Bauchfellentzündung zu senken bzw. das Fortschreiten einer bereits aufgetretenen Entzündung zu verhindern.

Die bei offenem Magendurchbruch notwendigen, operativen Eingriffe erfolgen in der Regel unter Vollnarkose und minimalinvasiv (die Bauchdecke muss nicht durch einen Schnitt großflächig geöffnet werden). Liegt bei einem vom offenen Magendurchbruch Betroffenen eine schwere Bauchfellentzündung vor, wird diese häufig intensivmedizinisch beobachtet. Ein gedeckter Magendurchbruch erfordert in vielen Fällen kein chirurgisches Eingreifen; gelegentlich wird der Magen hier durch eine Magensonde entlastet.

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Vorbeugung von Magendurchbruch

Da ein Magendurchbruch in den meisten Fällen von Magengeschwüren hervorgerufen wird, kann vor allem eine frühzeitige Behandlung entsprechender Geschwüre einer Perforation der Magenwand vorbeugen. Haben im individuellen Fall etwa langfristige Medikamenteneinnahmen bereits zu Magenschädigungen geführt, kann eine ärztliche Beratung hinsichtlich alternativer Präparate dazu beitragen, einen Magendurchbruch zu verhindern.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Dirk kommentierte am 21.08.2013 um 17:23 Uhr

Im Januar 2012 wurde in der Notaufnaheme ein Magendurchbruch diagnostiziert und notfalloperiert. Ich habe eine Narbe vom Rippenansatz bis zum Schambereich. Ende Februar wurde ich noch einmal geöffnet und operiert. Zurzeit nehme ich Pantoprazol 20mg und darf nicht mehr als 10kg heben. Außerdem fühle ich mich immer schwach und kraftlos. Wie kann ich meinen Zustand verbessern ohne mir erneut zu schaden?