Blasenschmerzen
Blasenschmerzen werden auch als Schmerzen der Harnblase oder als Zystodynie bezeichnet. Meist treten die Schmerzen als Folge von Entzündungen und Reizungen im Bereich der Blasenwand auf. Blasenschmerzen können sowohl akut als auch chronisch verlaufen.
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Definition Blasenschmerzen
Im kleinen Becken auf dem Beckenboden befindet sich die Harnblase im Bereich des Schambeins. Sie ist ein muskuläres Hohlorgan der ableitenden Harnwege und speichert den Urin zwischen. Zudem ist die Blase mit den beiden Nieren über jeweils einen Harnleiter verbunden. Alsdann wird der Urin über die Harnröhre ausgeschieden.
Ursachen für Blasenschmerzen
Die häufigste Ursache ist eine Harnwegsinfektion in Form einer Blasenentzündung oder einer Harnröhrenentzündung. Es kommt meist zu schmerzhaftem brennendem Wasserlassen bei gleichzeitig erschwerter Harnentleerung.
Junge Frauen, Schwangere oder auch Frauen in den Wechseljahren sind sehr anfällig für Blasenschmerzen und Harnwegsinfektionen.
Diagnose von Blasenschmerzen
Bei starken und immer wiederkehrenden Blasenschmerzen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Zunächst wird der Arzt erfragen, wo sich genau die Schmerzen befinden und seit wann die Blasenschmerzen bestehen. Auch nach weiteren Beschwerden, wie häufiger Harndrang oder Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen in den Flanken oder Fieber wird erfragt.
Unter anderem wird der Arzt das Nierenlager im Flankenbereich abklopfen sowie eine Blutentnahme durchführen. Dabei wird das Blut vor allem auf die Entzündungswerte untersucht. Anschließend lässt sich mit einem Teststäbchen der Urin auf Leukozyten und Nitrit testen.
Zusätzlich kann vom Arzt auch eine Urinkultur angelegt werden, damit der Erreger gezielt bestimmt werden kann. So kann er dann auch ein passendes Antibiotikum verordnen. Sollte der Arzt Fremdkörper, Steine oder Blasentumore als Ursache vermuten, sind weitere diagnostische Methoden, wie zum Beispiel Ultraschalluntersuchung oder Röntgenuntersuchung sinnvoll.
Behandlung von Blasenschmerzen
Bei Blasenschmerzen richtet sich die Therapie immer nach der zugrunde liegenden Ursache. Dabei ist die häufigste Ursache von Blasenschmerzen eine bakterielle Harnwegsinfektion, die mittels Antibiotika behandelt wird.
Zudem wird empfohlen, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen sowie für eine gute Intimhygiene zu sorgen. Gegen Blasenschmerzen selbst können Schmerzmittel sowie krampflösende Medikamente Abhilfe schaffen.
Werden Blasentumore, Blasensteine oder Fremdkörper gefunden, muss hier eine operative Therapie erfolgen. Oftmals gelingt dies im Rahmen einer Blasenspiegelung. Zudem können Blasensteine mittels Stoßwellentherapie zertrümmert werden.
Da Blasenschmerzen dazu neigen, immer wieder zu kommen, kann in vielen Fällen durch Vorbeugemaßnahmen verhindert werden, dass sie erneut auftreten. Da die Blase sehr empfindlich auf das Auskühlen des Unterleibes und der Füße reagiert, sollte dies vermieden werden. Auch zu langes Stehen in der Kälte kann die Blase beeinträchtigen.
Zudem sollte auch im Sommer mit einer erfrischenden Abkühlung nicht übertrieben werden. Vor allem das viele Trinken im Alltag kann eine Blasenentzündung verhindern. So sollten ungefähr 2 bis 3 Liter Flüssigkeit täglich zu sich genommen werden. Davon sollte ein großer Teil aus Wasser und Kräutertee bestehen, sodass die Blase immer gut durchgespült wird und sich Bakterien nicht festsetzen können.
Ebenso wichtig ist auch die Toilettenhygiene zur Vorbeugung. So sollten vor allem Frauen beim Gang auf die Toilette unbedingt von vorne nach hinten abwischen, denn nur so kann vermieden werden, dass Bakterien aus dem Darm zur Harnröhre gelangen.
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Vorbeugung von Blasenschmerzen
Zudem werden die Schleimhäute bei Vollbädern aufgeweicht, sodass sie eher zu Entzündungen neigen. Schließlich kommt hinzu, dass in dem warmen Badewasser die Bakterien leichter von der Afterregion zur Harnröhre wandern können. Vollbäder sollten so selten wie möglich genommen werden und auch nur 5 bis 10 Minuten dauern.
Immer wiederkehrende Blasenentzündungen stehen auch oft im Zusammenhang mit dem Geschlechtsverkehr (z.B. Analverkehr). So können hier durch Hygienefehler Bakterien in die Harnröhre gelangen. Aus diesem Grund sollten sich beide Partner vor und auch nach dem Geschlechtsverkehr waschen.
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