Nierenbeckenentzündung
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Eine Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) kann in akuter oder chronischer Form auftreten. Verursacht wird die Krankheit zumeist über eine Infektion durch Bakterien. Es kommt in der Folge zu Entzündungen des Nierenbeckens in der Näher der Harnleiter. Typische Anzeichen sind Schmerzen und Fieber, sowie Beschwerden beim Wasserlassen. Eine Nierenbeckenentzündung sollte immer vom Arzt untersucht und behandelt werden.
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Definition Nierenbeckenentzündung
Differentialdiagnostisch unterscheidet sich die Nierenbeckenentzündung von der Nierenrindenentzündung darin, dass im ersteren Fall typischerweise das Nierenbindegewebe betroffen ist und es im chronischen Verlauf auch zu betroffenen Nachbarorganen kommen kann. Aufgrund der weiblichen Anatomie der Harnröhre, die im Vergleich zu der des Mannes viel kürzer ist, sind Frauen doppelt so häufig von einer Nierenbeckenentzündung betroffen als Männer.
Erreicht der Mensch jedoch ein bestimmtes Alter, dreht sich die Häufigkeit um, dann sind es mehr Männer als Frauen, die an einer Nierenbeckenentzündung leiden. Der Grund dafür liegt meist an einer harnflussbehindernden vergrößerten Prostata, was die Vermehrung von Bakterien begünstigt.
Ursachen für Nierenbeckenentzündung
Nur sehr selten wird eine solche Nierenbeckenentzündung durch Erreger, die über die Blutbahn transportiert werden, verursacht. Besonders gefährdet sind Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr, wie es beispielsweise bei bereits vorhandenen Infekten der Fall ist oder während der Behandlung mit bestimmten Medikamenten. Verursachende Erreger sind meist bestimmte Darmbakterien oder Staphylokokken.
Symptome
- Appetitlosigkeit
- Allgemeine Schwäche
- Fieber
- Stechende Schmerzen
- Unterleibsschmerzen
- Rückenschmerzen
- Erbrechen
Behandlung von Nierenbeckenentzündung
Die Behandlung der Nierenbeckenentzündung richtet sich im Regelfall nach den Symptomen. Diese sind sehr vielfältig, aber meist fühlen sich die Betroffenen schwer krank mit Appetitlosigkeit und starker Müdigkeit, hohem Fieber, welches eventuell von Schüttelfrost begleitet wird und starken Schmerzen in der seitlichen und unteren Bauchregion und/oder im Rücken.
Eine chronische Nierenbeckenentzündung kann fatalere Folgen haben, als man zunächst annehmen mag, deshalb muss sie sofort medizinisch behandelt werden, damit sie erst gar nicht chronisch werden kann. Um die Diagnose feststellen zu können, behilft sich die Medizin labortechnischen und bildgebenden Verfahren. Man kann mit Hilfe von speziellen Urinteststreifen feststellen ob sich Proteine, Leukozyten und Blut im Urin befinden. Mit Hilfe einer Bakterienkultur kann der verursachende Bakterienstamm abgegrenzt werden, das ist sehr wichtig für die Wahl des richtigen Medikamentes.
Die Nierenbeckenentzündung wird mit einem dem Erreger entsprechendem Antibiotikum behandelt und mit Schmerzmitteln. Durch die Antibiose sollten die Symptome schnell abklingen und damit auch die starken Schmerzen. Dennoch gilt auch hier: die Antibiotikapackung muss auch bei Symptomfreiheit komplett zu Ende genommen werden, um ein Wiederaufsteigen der Bakterien zu verhindern.
Rezeptfreie Medikamente gegen Nierenbeckenentzündung
Hier Informieren:
Vorbeugen von Nierenbeckenentzündung
Wenn ständig wenig konzentrierter Urin ausgeschieden wird, haben Erreger kaum eine Chance von außen aufzusteigen und für eine Infektion zu sorgen, da sie ständig wieder ausgeschwemmt werden.
Auch müssen feuchte Kleider, wie beispielsweise nasse Badehosen und Badeanzüge vermieden werden. Einer chronischen Nierenbeckenentzündung kann man nur durch ein komplettes Ausheilen einer vorhandenen Nierenbeckenentzündung vorbeugen.
Bücher über Nierenentzündung
Weblinks
