Hausmittel gegen Blasenentzündung

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Sie kündigt sich durch ein schmerzhaftes Brennen beim Wasserlassen an und entwickelt sich schnell zu einer schweren Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens: die Blasenentzündung. Eine Behandlung mit Hausmitteln ist besonders im Anfangsstadium Erfolg versprechend: Wer rechtzeitig reagiert, kommt nicht selten ohne die Einnahme von Antibiotika aus.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Blasenentzündung?

Eine Blasenentzündung entsteht durch die Besiedelung der Blasenschleimhaut mit Krankheitserregern wie Bakterien, Viren oder Pilzen. Aufgrund ihrer kürzeren Harnröhre sind Frauen wesentlich häufiger betroffen als Männer.

Begünstig wird die Erkrankung durch Unterkühlung, mechanische Reizung, zu geringe Trinkmengen und ein Übermaß an Koffein oder Alkohol. Bereits beim Auftreten der ersten Symptome ist es deshalb wichtig, die Flüssigkeitszufuhr konsequent zu erhöhen und auf Reizstoffe aller Art zu verzichten. Besonders empfehlenswert sind warme Kräutertees mit harntreibenden und desinfizierenden Wirkstoffen.

Besonders in der kalten Jahreszeit kann Cranberry Saft einer Blasenentzündung vorbeugen.

Dreimal täglich sollte den Getränken eine Messerspitze Backpulver hinzugefügt werden, um ein alkalisches Milieu zu schaffen. Unterstützend lohnt es sich, auf eine basische Ernährung mit viel Reis und Gemüse zu setzen und den Konsum von Fleisch und Wurst zu reduzieren. Wenn es auf diese Weise gelingt, den Säuregehalt des Urins zu senken, haben die meisten Erreger nur wenig Überlebenschancen.

Zusätzlich müssen die Blasen- und Nierenregion sowie die Füße unbedingt warmgehalten werden: Sitzbäder, Wärmflaschen und Wollsocken sorgen für eine gute Durchblutung der Blasenschleimhaut, wodurch die körpereigene Immunabwehr auf Hochtouren arbeitet. Die Behandlung sollte in jedem Fall auch nach dem Abklingen der akuten Beschwerden noch einige Tage lang fortgesetzt werden, um eine vollständige Ausheilung sicherzustellen.

Da Blasenentzündungen schnell chronisch werden können, sollten Betroffene auch nach dem Abklingen der Beschwerden unbedingt darauf achten, Unterkühlungen zu vermeiden und für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen.

Schnelle Hilfe

Die Behandlung einer Blasenentzündung sollte mit dem Einsetzen der ersten Symptome beginnen. Ist die Entzündung bereits ins Nierenbecken aufgestiegen, zeigen sich Blutbeimengungen im Urin oder tritt Fieber auf, ist es für eine Heilung durch Hausmittel meist zu spät:

In diesen Fällen sollte unbedingt ein Arzt hinzugezogen werden. Wer die Einnahme von Antibiotika vermeiden möchte, muss deshalb schon beim ersten Brennen rasch handeln. Hierbei sind unter Umständen wenige Stunden entscheidend. Schnelle Hilfe versprechen vor allem Nieren-Blasen-Teemischungen, deren jeweilige Zusammensetzung genau auf die Beschwerden abgestimmt ist. Entsprechende Präparate sind in Apotheken, Drogerien oder Supermärkten erhältlich und sollten in keinem Haushalt fehlen.

Für den schnellen Erfolg kommt es vor allem auf die Menge an: Mindestens drei Liter pro Tag sollten es schon sein, um eine ausreichende Durchspülung des Harntrakts sicherzustellen. Neben dieser wichtigsten Sofortmaßnahme hilft auch die Reduktion von Alltagsstress dem Immunsystem bei der Bekämpfung der Krankheit: Einige Stunden Bettruhe und eine Wärmflasche unterstützen die Heilwirkung der Kräuter und bremsen die weitere Ausbreitung der Erreger.

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Alternative Heilmittel

Die Auswahl an alternativen Heilmitteln gegen Blasenentzündung ist groß. Zu nennen sind hier besonders Kräuter mit krampflösender, desinfizierender und harntreibender Wirkung. Hierzu zählen Acker-Schachtelhalm, Birkenblätter, Brennnessel, Goldrute und viele andere, die in wechselnder Zusammensetzung auch in gängigen Nieren-Blasen-Tees enthalten sind. Eine Sonderstellung bei der Behandlung von Blasenentzündungen nehmen die Bärentraubenblätter ein: Ihre desinfizierende Wirkung macht sie zu einem natürlichen Antibiotikum, weshalb sie auch in Form von Dragees erhältlich sind.

Ähnlich antibakteriell wirkt kolloidales Silber, das in Form von Silberwasser eingenommen wird und zu den besten alternativen Heilmitteln überhaupt zählt. Im Gegensatz zu Antibiotika führt es nicht zur Resistenzenbildung, sodass es besonders zur wiederholten Behandlung chronischer Blasenentzündungen geeignet ist. Eine allgemein stärkende Wirkung auf die Blase haben zudem Kürbiskerne, die nicht nur für Blasenpatienten als nahrhafter Snack empfehlenswert sind.

Einen positiven Effekt bringt auch das Trinken von Preiselbeersaft (Cranberry), der in der Apotheke erhältlich ist. Täglich vorbeugend eingenommen hilft er in der kalten Jahreszeit dabei, die Entstehung von Blasenentzündungen zu verhindern. Auch die Homöopathie kennt Mittel gegen Blasenbeschwerden: Besonders Cantharis, Arnica montana oder Nux vomica bringen eine langfristige Besserung des oft hartnäckigen Leidens.

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