Hausmittel gegen Durchfall

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Akuter Durchfall ist ein effizienter Abwehrmechanismus des Körpers. Positiv wird diese Erkrankung jedoch nicht wahrgenommen, denn Durchfall kündigt sich selten an und beeinträchtigt das Wohlbefinden in ungünstigen Situationen stark. Verschiedene Mittel helfen dem Darm, wieder gesund zu werden.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Durchfall?

Leichter bis mittelschwerer Durchfall, auch Diarrhö genannt, heilt in der Regel von selbst aus. Bei starkem und lang anhaltendem Durchfall sollte ein Arzt aufgesucht werden, insbesondere wenn zusätzlich Symptome wie Fieber, Hautausschlag oder Blutauflagerungen auftreten. In seltenen Fällen muss medikamentös gegen die Ursache der Durchfallerkrankung vorgegangen werden.

Gesundheitlich problematisch stellt sich besonders bei mehrtägigem Durchfall der Flüssigkeitsverlust des Körpers dar. Säuglinge, Kinder und ältere Personen gelangen durch die Dehydration sehr schnell in eine Gefährdungslage. Deshalb kommt der Flüssigkeitsversorgung die größte Bedeutung zu. Stilles Wasser sowie Tee aus Kamille, Fenchel, Anis und/oder Kümmel eignen sich als Getränke. Nimmt der Körper das Wasser auf, kann ebenfalls Brühe getrunken werden. Sie bietet neben der Elektrolyt-Lösung den Vorteil, dass sie dem Organismus Mineralien zuführt. Anregend wirkt schwarzer Tee, der überdies darmfreundliche Gerbstoffe enthält.

Ein Tee aus Heilpflanzen wie Flohsamen lindert akuten Durchfall.

Eine diätische Ernährung hilft unabhängig vom Schweregrad der Diarrhö bei der Wiederaufnahme und Regulation der Darmfunktionen. Grundsätzlich muss nicht gänzlich auf feste Nahrung verzichtet werden. Soweit der Patient Appetit hat, kann mit der Aufnahme von einfachen Kohlenhydraten begonnen werden. Geriebene Äpfel, gekochte Möhren, zerdrückte Bananen, Reis, gekochte und gestampfte Kartoffeln, Zwieback, Weißbrot und ähnliche Lebensmittel werden leicht verdaut und sind gleichzeitig mild. Ungünstig wirkt sich der Genuss von Fettigem und Würzigem aus. Der Darm kann die enthaltenen Stoffe nicht zerlegen und schleust sie alsbald aus dem Körper. Auch Kaffee, Alkohol und Milchprodukte zögern die Heilung hinaus. Anfangs sollte die Nahrung vorsichtig in kleinen Portionen aufgenommen werden, um die Darmreaktion abzuwarten.

Gegen krampfartige Schmerzen während der Darmtätigkeit hilft Wärme von außen beispielsweise mithilfe einer Wärmflasche oder eines Kirschkernkissens. Übliche Schmerzmittel können lindernd wirken. Ihre Inhaltsstoffe reizen jedoch die Magenschleimhaut und verschlimmern dadurch möglicherweise den Allgemeinzustand. Ein Arzt kann krampflösende Medikamente verschreiben, wenn die Schmerzen schwer auszuhalten sind.

Schnelle Hilfe

Durchfall, der sehr ungelegen kommt, kann sehr schnell durch Medikamente mit dem Wirkstoff Loperamid gestoppt werden. Diese Mittel verlangsamen die Darmbewegungen und verhindern das Ausscheiden größerer Flüssigkeitsmengen. Das Krankheitssymptom Durchfall bleibt dadurch aus. Mögliche Schadstoffe verbleiben hingegen im Körper, weshalb unterbindende Medikamente nur in unumgänglichen Situationen oder auf Anraten eines Arztes eingenommen werden sollten.

Medizinische Kohle wirkt anders: Sie bindet vor allem bakterielle Durchfallerreger sowie Giftstoffe und transportiert diese aus dem Körper. Der Verdauungstrakt normalisiert seine Bewegung als Folge des Schadstoffentzuges. Einen weiteren Heilungsansatz bieten Trockenhefepräparate. Sie stehen in Pulverform als Nahrungszusatz oder als Kapseln zur unterstützenden Regeneration der Darmflora zur Verfügung.

Indem die verwendete Kultur das natürliche Darmmilieu anregt, verkürzt die Hefekur die Dauer der Durchfallerkrankung. Sowohl begleitend zu einer Medikamentengabe als auch nach überstandener Krankheit kann eine solche Kur die Darmgesundheit fördern.

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Alternative Heilmittel

Alternative Mittel gegen Diarrhö bietet die Natur in Form von pflanzlichen Heilungshelfern. Brombeerblätter, getrocknete Heidelbeeren, Flohsamen und Frauenmantelkraut führen die meisten Apotheken oder sind sogar daheim vorrätig.

Wenige Tassen eines Teeaufgusses aus diesen Heilpflanzen lindern den Durchfall und versorgen den Körper gleichzeitig mit Flüssigkeit. Speziell gegen Durchfallerkrankungen kennt die anthroposophische Medizin weitere Wirkstoffe wie Weidenblätter, Echten Nelkenwurz, Birkenkohle und verschiedene Farnarten. Diese natürlichen Wirkstoffe sind in Form von Kapseln, Tabletten oder Tropfen erhältlich. Sie unterbinden nicht die starken Darmbewegungen, die das Ausscheiden krankmachender Substanzen begünstigen.

Stattdessen harmonisieren sie die Peristaltik bis hin zum gesunden Verdauungsrhythmus. Interessant sind diese Mittel auch für Patienten, die bei Stress zu flüssigem Stuhl neigen.

Heil- beziehungsweise Mineralerde nimmt im Magen-Darm-Trakt überflüssiges Wasser auf und wirkt entgiftend. Zu dieser Gruppe der alternativen Mittel zählt unter anderem Bentonit. Üblich ist eine Dosierung von zwei Teelöffeln dieser Mineralerde, gemischt mit einem Viertelliter stillem, gefiltertem Wasser. Die Mischung wird getrunken.

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