Hausmittel gegen Bluterguss

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Blutergüsse (Hämatome) treten meist infolge stumpfer Verletzungen auf. Äußere Krafteinwirkungen führen hierbei zu einer Beschädigung von unter der Hautoberfläche verlaufenden Blutgefäßen, sodass Blut in das Gewebe austritt. Die Tendenz zur Ausbildung eines Blutergusses ist interindividuell verschieden stark ausgeprägt - Hausmittel können in unterschiedlichen Verletzungsstadien zu einer Linderung beitragen.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Blutergüsse?

Tritt ein Bluterguss auf, so richten sich sinnvolle zu ergreifende Maßnahmen unter anderem nach Ausprägung der Verletzung und allgemeinem gesundheitlichen Zustand. Schwillt beispielsweise ein aufgrund der Einnahme blutverdünnender Medikamente besonders umfangreicher Bluterguss stark an, so kann sich das Aufsuchen eines Arztes empfehlen. In vielen Fällen kann ein Hämatom aber wirksam mithilfe von Hausmitteln bekämpft werden.

Unmittelbar nach einer erlittenen stumpfen Verletzung an Extremitäten wie Armen oder Beinen kann das Risiko eines Blutergusses beispielsweise durch die Anwendung einer engen Binde reduziert werden. Eine solche Binde ist im Bereich des erfahrenen Stoßes oder Schlages anzubringen - der resultierende Druck kann das Austreten von Blut aus den Gefäßen einschränken. Beim Anlegen eines Verbandes zur Verhinderung eines Blutergusses ist allerdings darauf zu achten, dass ein zu starker Druck die Blutversorgung nicht vollständig unterbricht.

Auch Johannisöl ist durch den enthaltenen Wirkstoff Tannin in der Lage, die Heilung von Blutergüssen zu beschleunigen.

Sind Arme oder Hände von einer Stoßverletzung betroffen, kann es sinnvoll sein, den entsprechenden Körperteil kurzfristig auf Höhe des Herzens zu lagern - auf diese Weise nimmt der Blutfluss in das verletzte Gewebe ab und das Risiko eines Blutergusses sinkt. Nach einer starken stumpfen Verletzung an Bein oder Fuß kann ein ähnlicher Effekt erreicht werden, indem der Betroffene sich für einen kurzen Zeitraum in liegende Position begibt.

Liegt ein Bluterguss bereits seit mehr als ca. 24 Stunden vor, kann ihm mit Wärme wirkungsvoll begegnet werden (diese Maßnahme ist jedoch in den ersten 24 Stunden nach einem Stoß oder Schlag zu vermeiden): Eine auf die verletzte Körperpartie aufgebrachte Wärmequelle angenehmer Temperatur (wie etwa eine Wärmflasche oder ein Heizkissen) kann das Lösen gestauten Blutes beschleunigen.

Schnelle Hilfe

Je rascher einem Bluterguss nach erlittener stumpfer Verletzung begegnet wird, desto effektiver gestaltet sich in der Regel die entsprechende Maßnahme. Eine Form der schnellen Hilfe stellt beispielsweise das unmittelbare Kühlen der betroffenen Körperstelle dar.

Hierzu eignet sich beispielsweise die Verwendung von Eispads oder Kühlbeuteln. Ist eine solche Kältequelle nicht zur Hand, kann alternativ auch auf einen mit kühlem Wasser versehenen Waschlappen zurückgegriffen werden. Eine Anwendung von Kühlbeuteln oder Eispads sollte nach jeweils 10 Minuten kurzzeitig unterbrochen werden, um Unterkühlungen der Haut vorzubeugen. Aus ähnlichem Grund wird außerdem empfohlen, die Haut vor Auflegen entsprechender kühlender Elemente mit einem Tuch zu schützen.

Um einen bereits seit mindestens 24 Stunden bestehenden blauen Fleck möglichst rasch zu bekämpfen, kann beispielsweise ein warmer Umschlag angewendet werden, der neben warmem Wasser mit einem Esslöffel Essig getränkt ist. Der enthaltene Essig regt den Blutfluss unter der Hautoberfläche an und kann auf diese Weise den Rückgang eines Blutergusses beschleunigen.

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Alternative Heilmittel

Soll ein Bluterguss mithilfe alternativer Heilmittel bekämpft werden, so können Betroffene beispielsweise auf Arnika zurückgreifen. Die Wirkstoffe der Heilpflanze üben entzündungshemmende und abschwellende Effekte aus. Damit das Heilmittel seine lindernde Wirkung entfalten kann, ist es beispielsweise in Form von Cremes oder Gels mehrmals täglich auf einen Bluterguss aufzutragen.

Auch Johannisöl ist durch den enthaltenen Wirkstoff Tannin in der Lage, die Heilung von Blutergüssen zu beschleunigen. Unter ca. dreimal täglichem Auftragen führt das Öl nach einiger Anwendungszeit unter anderem eine Gewebekontraktion herbei, welche wiederum ein weiteres Austreten von Blut aus den verletzten Blutgefäßen hemmt.

Schmerz- und entzündungshemmende Wirkung soll außerdem auch von dem Küchenkraut Petersilie ausgehen - hierzu ist das geriebene Kraut mithilfe einer elastischen Binde auf einen blauen Fleck aufzubringen. Nicht zuletzt kann einem Hämatom schließlich auch unter Verwendung der Ananas begegnet werden. Das in der Frucht enthaltene Enzym Bromelain kann sich bei regelmäßiger Einnahme schmerz- und entzündungslindernd auswirken.

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