Kinderkrankheiten
Mit Klein-Oliver stimmt etwas nicht. Er weint leicht, er quengelt und lässt sein Lieblingsspielzeug unbeachtet im Schrank liegen. Hat das Kind sich den Magen verdorben? Bekommt es den Schnupfen, oder ist es ernsthaft erkrankt? Jede Mutter sieht irgendwann einmal kleine Warnsignale in den Augen ihres Kindes, die ihr sofort große Sorgen machen.
Inhaltsverzeichnis |
Welche Kinderkrankheiten gibt es
Unsere unten stehende Übersicht soll ein wenig Ordnung in das Durcheinander bringen. Aber sie soll nicht zu dem Versuch verleiten, dem Arzt die Diagnose abzunehmen. Denn die Erscheinungsformen sind nicht immer so typisch wie hier.
Selbst für den Arzt gehört oft jahrelange Erfahrung dazu, eine Krankheit gleich bei der ersten Untersuchung beim richtigen Namen zu nennen. Auch die genaueste Kenntnis der Krankheit sollte keine Mutter davon abhalten, beim ersten Krankheitszeichen das Fieberthermometer (Sie haben doch eins im haus?) zu Rate zu ziehen und bei Fieber den Arzt zu holen.
Natürlich ist es auch nicht gerade klug, Kinder zu Krankenbesuchen mitzunehmen, vor allem bei Infektionskrankheiten. Hat ihr Kind nun trotz aller Vorsicht eine, wenn auch leichte Kinderkrankheit hinter sich, lassen sie es nie zu früh aufstehen. Auch die leichteste Krankheit schwächt den Körper und mach ihn für Folgeerscheinungen weit empfänglicher, als er es normalerweise wäre.
Mandelentzündung
Symptome:
- Rötung des Rachens und der Gaumenmandeln
- Anschwellen der Mandeln und evtl. auch der Lymphdrüsen am Kieferwinkel bzw. Hals
- Schmerzen und Kitzeln im Hals, besonders beim Schlucken
- Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Mattigkeit
Vorbeugung:
- Abhärtung in der Natur und bei jedem Wetter draußen spielen
- Absonderung von Erkrankten
- Unterkühlung vermeiden (Füße warmhalten)
- Bei häufigem Auftreten: Mandeloperation
Mittelohrentzündung
Symptome:
- Fieber, Unruhe, Ohrenschmerzen (es schmerzt evtl. auch, wenn man das Ohr berührt, Stechen im Ohr)
- Hörverminderung
- Flüssigkeits- oder Eiterabsonderung
Vorbeugung:
- Erkältungskrankheiten vermeiden und von daran erkrankten Leuten auf jeden Fall isolieren
Mumps (Ziegenpeter)
Inkubationszeit: 6 bis 22 Tage.
Symptome:
- Schwellung einer oder beider Gesichtshälften
- das Ohrläppchen hebt sich ab
- Leichtes Fieber, mäßige Störung des Allgemeinbefindens
- Schwierigkeit beim Kauen und beim Öffnen des Mundes
- Druckschmerzen vor dem Ohr
Vorbeugung:
- Gesunde Kinder von erkrankten absondern
- Ansteckungsmöglichkeiten bestehen noch einige Zeit nach dem Abklingen der Erkrankung
Keuchhusten
Inkubationszeit: 8 bis 15 Tage. Symptome:
- Zunächst harmlos wirkender Husten, dann krampfartige Hustenanfälle (besonders nachts) mit Rot-Blau-Färbung des Gesichtes und lautem Einziehen der Luft nach dem Hustenstoß
- Wenig oder kein Fieber
- Appetitlosigkeit nach etwa 14 tagen
- Ablösung des gewöhnlichen Hustens durch krampfartige Hustenanfälle mit Schleimauswurf
- teilweise Erbrechen und oft erheblicher Atemnot
Vorbeugung:
- Schutzimpfung gegen Keuchusten vornehmen lassen
Masern
Inkubationszeit: 13 bis 15 Tage.
Symptome:
- Runde, später zackige, ziemlich dunkelrote Flecken, zuerst im Gesicht und hinter den Ohren, dann schließlich am ganzen Körper
- Vorstadium: wechselndes Fieber, entzündliche Erscheinung (Schnupfen, Bronchitis, Bindehautentzündung)
- Nach 3 bis 4 Tagen erhabener großfleckiger, sich über den ganzen Körper ausbreitender Ausschlag
Vorbeugung:
- Isolierung der gesunden von kranken Kindern
- Immunisierung durch Impfen mit dem richtigen Masern-Rekonvaleszentenserum
Scharlach
Inkubationszeit: 3 bis 6 Tage.
Symptome:
- Steiler Temperaturanstieg, Schüttelfrost, Erbrechen
- dichtstehende rote Pünktchen am Hals, an der Brust und in der Schenkelbeuge
- das Gesicht bleibt in der Umgebung des Mundes frei
- hoher Puls und bei kleinen Kindern oft auch Krämpfe
- Halsschmerzen und Schluckbeschwerden
- kleinfleckiger, anfangs tarter, später flammend-roter Ausschlag
Vorbeugung:
- Vorbeugende Schutzimpfung mit Scharlachimpfstoff
- Absonderung der gesunden Kinder von den erkrankten und Angehörigen
Diphtherie
Symptome:
- Übelkeit, Mattigkeit, oft Bauchschmerzen
- Schwellung und Rötung der Rachenschleimhaut und Mandeln, grauweißer Belag
- Schlechtes Allgemeinbefinden, hoher Puls bei verhältnismäßig niedriger Temperatur
- anfänglich nur geringe Halsbeschwerden, oft süßlich-fauler Mundgeruch
Vorbeugung:
- Am allerbesten durch eine Diphtherieschutzimpung
Windpocken
Inkubationszeit 14 bis 21 Tage.
Symptome:
- Stecknadelkopf- bis linsengroße, stark juckende rote Flecken am Körper, evtl. auch auf den Schleimhäuten der Mundhöhle, die sich schnell in Bläschen umwandeln
- geringes oder kein Fieber
- sich schnell über den Körper ausbreitender Ausschlag, dessen Bläschen unter Bildung einer Delle abtrocknen
Vorbeugung:
- Isolierung der Kranken kann leider nur selten früh genug erfolgen
Empfohlene Rezeptfreie Medikamente gegen Kinderkrankheiten
Hier Informieren:
Bücher über Kinderkrankheiten
