Ohrenschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)

Ohrenschmerzen sind zumeist starke schmerzliche Reize rund um das Ohr. Dazu gehören das Innenohr, Mittelohr, Ohrmuschel und auch die äußeren Bereiche des Ohres. Zumeist sind Verletzungen, Infektionen und Entzündungen die Ursache für Ohrenschmerzen.

Inhaltsverzeichnis

Definition Ohrenschmerz

Ohrenschmerzen sind alles Sammelbegriff für allen Formen des Schmerzen rund um das Ohr aufzufassen. Dazu gehören sowohl das innere Ohr, das Mittelohr, als auch das äußere Ohr. Zusätzlich werden auch Schmerzen rund um die Ohrmuschel zu den Ohrenschmerzen gezählt.

Zum äußeren Ohr gehören unter anderem dier Gehörgang und die Gehörgangsknochen. Treten hier Schwellungen oder Entzündungen auf, kann es in der Folge zu Ohrenschmerzen kommen. Im Mittelohr hingegen kommt es höufiger zur Eiterbildung durch Entzündungen. Fließt der Eiter nicht ordentlich ab, kann starker Durck auftreten, der ebenso für Schmerz sorgen kann.

Ohrenschmerzen können in unterschiedlichen Formen und Intensitäten auftreten. Man kennt stechende, drückende, einseitige und beidseitige Ohrenschmerzen. Manchmal kommen sie langsam, manchmal jedoch auch recht plötzlich in Erscheinung. Auch beim Kauen oder bei Druck durch eine Brille auf die Nerven am Kopf und an der Schläfe können Schmerzen entstehen.

Weiterhin werden Ohrenschmerzen oftmals von anderen Symptomen, wie Schwerhörigkeit, Tinnitus und Schwindel begleitet. Seltener kann auch Blut aus dem Ohr fliessen. Schmerzmittel können gegen Ohrenschmerzen nur begrenzt helfen. Der Besuch eines Arztes ist ratsam.

Ursachen für Ohrenschmerzen

Die Ursachen für Ohrenschmerzen sind mannigfaltiger Natur. Die häufigsten Gründe sind jedoch Entzündungen im äußeren Bereich des Ohres (Gehörgang) sowie des Mittelohres. Für den letzteren Fall ist die Mittelohrentzündung im Rahmen einer Erkältung gemeinhin bekannt. Diese durch Bakterien ausgelöste Krankheit tritt zumeist bei kleineren Kindern im Alter zwischen drei und sieben Jahren auf.

Eine weitere typische ursache ist die sogenannte Otitis externe, die eine Infektion der Gehörgangshaut darstellt. Hierbei kommt es zur Infektion mit Bakterien, die in Folge von übermäßiger Säuberung mit Wattestäbchen auftreten kann. Auch eindringendes verdrecktes Wasser kann diese Bakterieninfektion auslösen.

Es folgt nun eine Liste mit weiteren Ursachen für Ohrenschmerzen:

  • Verschluss des Gehörganges durch Ohrenschmalz oder Dreck
  • Infektionen und Entzündungen der Ohrmuschel und Ohrtrompete
  • Eingeklemmte Nerven im Bereich des Ohres (z.B. durch eng anliegende Brillen)
  • Krankhafte Zähne oder Kiefer
  • Starke Durckveränderung (z.B. beim Fliegen, Bergsteigen, Autofahren im Gebirge und Tauchen, Explosion oder Schläge)

Krankheiten mit Ohrenschmerzen

Behandlung von Ohrenschmerzen

Ohrenschmerzen

Die Behandlung von Ohrenschmerzen sollte immer von einem Arzt oder Hals-Nasen-Ohren Arzt durchgeführt werden. Zunächst wird der Arzt den Patienten nach seinen Schmerzen befragen. Danach wird er die Ohrmuschel und den Gehörgang genauer untersuchen. Gegebenenfalls ist auch eine Ohrspiegelung (Otoskopie) notwendig.

Schwerhörigkeit und Verstopfungen des Ohres kann der HNO-Arzt mit einer Tubenfunktionsprüfung untersuchen. Ebenso bieten sich Hörtests zu weiteren Diagnose an. Ist die Ursache weiterhin unklar kann auch eine Röntgenaufnahme weitere Erkenntnis liefern. Ebenso können Blutuntersuchung und Abstriche der Ohrinnenwände weiteren Aufschluss über die Ursachen der Ohrenschmerzen ermöglichen.

Je nach Ursache wird dann die Behandlung eingeleitet. Sind die Ohren entzündet, so bieten sich entzündungshemmende Salben an. Ist die Infektion weit fortgeschritten können auch Antibiotika verschrieben werden. Ohrentropfen werden zumeist im Zuge einer Mittelohrentzündung verwendet, die sowohl entzündungshemmend, als auch schmerzlindernd sind. Manchmal muss auch das Trommelfell angeschnitten werden, um den gebildeten Eiter ablfießen zu lassen.

Ohrenschmalz und Fremdkörper werden vom HNO-Arzt mit medizinischen Instrumenten entfernt. Ist das Trommelfell verletzt, heilt dieses meist von selbst in ein bis zwei Wochen ab. Kommt es jedoch hierbei zu Komplikationen so kann auch ein künstliches Trommelfell operativ eingesetzt werden.

Sind die Ohrenschmerzen nur eine Begleiterscheinung von diversen anderen Grunderkrankungen, so sind diese primär zu behandeln.

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