Heilerde

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Heilerde ist ein trockenes Pulver, das mit Wasser aufbereitet und zur Krankheitsbekämpfung eingesetzt wird. Alternativ ist Heilerde als Wickel und Maske erhältlich.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Heilerde?

In der Menschheitsgeschichte ist Heilerde eine bekannte Behandlungsmethode. Experten zufolge wurde sie bereits 4500 v. Chr. aus Erdlöchern und Höhlen gewonnen. Einen Durchbruch erreichte das Mittel unter den Ägyptern und später auch unter den Römern.

Heute wird Heilerde weiterhin zur Medikation diverser Krankheiten eingesetzt. Das Pulver entsteht aus Lößablagerungen. Löß ist ein Sedimentgestein, das im Eiszeitalter selbst aus anderen Gesteinen entstanden ist. Zur Verarbeitung werden die Ablagerungen gemahlen und gesiebt. Anschließend liegt das fertige Pulver bestehend aus kleinen Teilchen vor.

Noch ist die Verarbeitung aber nicht vollendet. Zuvor wird die Heilerde bei Temperaturen von bis zu 130 Grad getrocknet. Damit wird gewährleistet, dass Keime restlos abgetötet sind. Ohne chemische Zusätze wird das Pulver nun verpackt und als fertiges Behandlungsmittel diverser Krankheiten vertrieben.

Medizinische Anwendung & Wirkung

Befürworter der Behandlungsmethode sehen die Wirksamkeit als das Resultat dreier Erfolgsfaktoren. Einerseits setzt sich Heilerde aus natürlichen Bestandteilen zusammen. Dabei spielen Mineralien und Spurenelemente eine wichtige Rolle. Dies wird durch eine überragende Säurebindung ergänzt.

Dank der naturnahen Zusammensetzung bindet das Pulver überschüssige Säuren aus der Nahrung innerhalb von kurzer Zeit. Im Gegensatz zu vergleichbaren Wirkstoffen geht dies mit keinen verheerenden Nebenwirkungen einher. Zuletzt weist Heilerde ein besonderes Bindungsvermögen auf. Dies lässt sich auf den hohen Feinheitsgrad des Pulvers zurückführen. Sie geht mit einer großen Oberfläche einher und hat die Eigenschaft, andere Stoffe zu binden. Wie ein Schwamm bindet die Heilerde Cholesterin, Fette und Schadstoffe aus der Nahrung. In der Form eines Pulvers kann das Mittel zur äußeren und inneren Behandlung eingesetzt werden.

Hinzu kommen Wickel und Auflagen zur äußeren Anwendung. Eines der wichtigsten Einsatzgebiete ist die Linderung von Hautbeschwerden. In Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass Heilerde gegen Akne und Hautunreinheiten eine besondere Tiefenwirkung entfaltet. Anbei kann es als Mittel gegen Gelenkschmerzen eingesetzt werden. Hierbei empfiehlt sich die Nutzung von Wickeln und Auflagen, die von einer Massagebehandlung abgerundet werden.

Darüber hinaus kann Heilerde verdünnt mit Wasser getrunken werden. Zu den Anwendungsgebieten zählt die Behandlung verschiedener Verdauungsstörungen. Dies gilt vor allem für Sodbrennen, säurebedingte Magenbeschwerden und Durchfallerkrankungen. Zudem werden Stoffwechselbakterien und giftige Abbauprodukte im Magen gebunden. Ferner soll das allgemeine Wohlbefinden gesteigert werden. Zuletzt kommt Heilerde auch in der kosmetischen Haut- und Schönheitspflege zum Einsatz.

Formen, Typen & Bestandteile

Dank der naturnahen Zusammensetzung bindet Heilerde überschüssige Säuren aus der Nahrung innerhalb von kurzer Zeit.

Abhängig vom Abbaugebiet kann sich die Zusammensetzung der Heilerde unterscheiden. Grundsätzlich besteht das Pulver aus natürlichen Mineralien, Silikat und Kalkspat. Hinzu kommen Dreischichttonminerale, Feldspat und Dolomit.

Darüber hinaus enthält die Heilerde viele Bestandteile, die in der Erdkruste enthalten sind. Als Beispiele sollen Kalzium, Eisen und Kalium genannt werden. Ferner spielen Magnesium und Natrium eine ebenfalls wichtige Rolle. Abhängig vom Gehalt der Spurenelemente Kupfer, Mangan und Nickel kann sich die Farbe des Pulvers leicht unterscheiden. Bei der äußerlichen Anwendung werden die Bestandteile zu geringen Mengen von der Haut aufgenommen und verarbeitet.

Wird Heilerde getrunken, gelingt es dem Körper dagegen, größere Mengen aufzunehmen und mögliche Defizite auszugleichen. Dies konnte insbesondere bei Kalzium, Kalium und Magnesium beobachtet werden. Meist ist Heilerde als Pulver in der Apotheke oder der Drogerie erhältlich. Täglich werden zwei bis drei Esslöffel mit Wasser vermischt und als Brei getrunken.

Eine alternative Form bildet die Maske zur Behandlung von Hautkrankheiten. Innerhalb von 20 bis 30 Minuten trocknet die Maske vollständig aus. Wickel und Auflagen werden schließlich im Liegen aufgesetzt. Nach spätestens einer Stunde setzt die Wirkung ein und hält bis zu mehreren Tagen an.

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Risiken & Nebenwirkungen

In der Wirkung wird Heilerde oft unterschätzt. Allerdings ist es aufgrund des Bindungsvermögens möglich, dass es zu einer Wechselwirkung mit den Wirkstoffen anderer Medikamente kommt. Daher darf Heilerde bei einer bestehenden Erkrankung nicht ohne die Erlaubnis eines Arztes eingenommen werden.

Unter Umständen ist es möglich, die Mittel mit einer Zeitversetzung anzuwenden. Darüber hinaus sollte beachtet werden, dass der hohe Siliziumanteil zu einer verstärkten Harnsteinbildung führt. Daraus kann bei einer langfristigen Anwendung eine chronisch interstitielle Nephritis folgen. Zudem wird von Experten angeführt, dass enthaltene Aluminiumverbindungen einen negativen Einfluss auf die gesundheitliche Verfassung haben könnten.

Nebenwirkungen treten bei einer äußeren Anwendung dagegen nicht auf. Eine Ausnahme bildet die austrocknende Wirkung von Masken. Dieser Effekt ist bei Akne zwar erwünscht, kann bei anderen Hautkrankheiten aber zu Problemen führen. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, einen Dermatologen zu konsultieren. Des Weiteren sollte eine Maske nicht öfters als drei Mal in der Woche aufgesetzt werden.

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