Fußschmerzen

Unter dem unspezifischen Begriff Fußschmerzen werden verschiedene orthopädische Probleme und Erkrankungen zusammengefasst, die die Füße betreffen. Zunächst muss also per Diagnostik die Ursache der Fußschmerzen ermittelt werden, dann erst kann die Therapie festgelegt werden.

Inhaltsverzeichnis

Definition Fußschmerzen

Verschiedene Arten von Schmerzen im Fuß fasst man unter dem Begriff Fußschmerzen zusammen. Damit ist gemeint, dass es im Bereich des Fußes zu Druck-, Belastungs- oder Reibungsschmerzen kommt.

Auch verschiedene Erkrankungen verursachen Fußschmerzen, so beispielsweise das Burning-Feet-Syndrom, die Morton-Neuralgie, Diabetes oder eine Polyneuropathie. Der Fuß ist in diesen Fällen lediglich der Austragungsort der Fußschmerzen, nicht aber der Entstehungsort der Erkrankung.

Ursachen für Fußschmerzen

So zahlreich, wie die Ursachen von Fußschmerzen sein können, so zahlreich sind auch die Therapiemethoden. Zu den bekannten Ursachen von schmerzenden Füßen zählen zunächst einmal orthopädische Probleme. Sie beginnen bei zu engen, drückenden Schuhen oder zu hohem Körpergewicht, das zu Senk-Spreizfüßen führt. Auch ein Fersensporn, Warzen oder Zwischenzehen-Hühneraugen können erhebliche Fußschmerzen verursachen.

Diabetiker leiden an Fußschmerzen durch Gewebeschäden. Der diabetische Fuß kann aber auch vollkommen schmerzlos sein. Das Burning-Feet-Syndrom ist hingegen vermutlich auf einen Vitamin- und Mineralmangel in Folge von Ernährungsstörungen zurückzuführen. Hier ist eine Nervenschädigung Ursache der Fußschmerzen. Die Morton-Neuralgie entsteht vorwiegend am Senk-Spreiz-Fuß. Sie wird durch Druck auf die Plantar-Nerven begünstigt. Hier konzentrieren sich die Fußschmerzen auf den Vorderfuß.

Das Tarsaltunnelsyndrom bezeichnet einen Kompressionsschaden am hinteren Fuß. Achillodynie bzw. Achillobursitis sind Fersenschmerzen, die durch Entzündung oder Druck an der Achillessehne oder die Bildung eines Schleimbeutels entstehen.

Fußschmerzen können auch durch die Ausbildung eines Fersensporns oder degenerative Veränderungen des Fußes entstehen. Bekannte Verursacher von Fußschmerzen sind auch Morbus Sudeck, so genannte Erythromelalgien, Morbus Köhler und Polyneuropathie.

Verlauf von Fußschmerzen

Der Krankheits-Verlauf bei Fußschmerzen ist bei allen genannten Ursachen unterschiedlich. In manchen Fällen kommt es zu einem Brennen oder einem ausstrahlenden Schmerzempfinden unter der Sohle. In anderen Fällen entstehen durch ständige Reibung oder Druck lokale Nervenreizungen an bestimmten Fußpartien, die sich unbehandelt und durch Schonhaltungen ausweiten können.

In wieder anderen Fällen sind nur der Vorderfuß oder der Hinterfuß bzw. die Fersenregion oder die Zehen von den Fußschmerzen betroffen. In vielen Fällen ist der Krankheitsverlauf schleichend. Der Patient mit Fußschmerzen geht zunächst oft nicht zum Arzt oder Orthopäden. Er versucht, die leidigen Fußschmerzen mit dem Kauf bequemerer Schuhe oder abendlicher Fußmassagen zu beheben.

Meist werden die Fußschmerzen einem stehenden Beruf oder anderen, als unvermeidlich angesehenen Belastungssituationen zugeschrieben. Erst, wenn die Fußschmerzen sich intensivieren und zu Behinderungen beim Gehen führen, wird der Arztbesuch erwogen.

Behandlung von Fußschmerzen

Je nach ermittelter Grunderkrankung sieht die Behandlung der Fußschmerzen anders aus. Beim Burning-Feet-Syndrome kann man es mit einer Substitutionsbehandlung mit Vitaminen und Mineralstoffen versuchen. Die Behandlung ist meist wenig Erfolg versprechend.

Orthopädische Einlagen sind bei Fußschmerzen in Folge von Senk-Spreiz-Fuß oder einer dadurch bedingten Morton-Neuralgie sinnvoll. Bei Fußschmerzen letzterer Art sind oft auch Schmerzmittel nötig. Gegebenenfalls nimmt man bei dieser Art der Fußschmerzen eine Blockade des Ischiasnervs vor. Druckentlastung, Operation oder Ischiasnerv-Blockade sind auch beim Tarsaltunnel-Syndrom therapeutisch indiziert.

Fehlstellungen am Fuß durch falsches Schuhwerk und Knochenauswüchse, die zu starken Fußschmerzen führen, muss man operativ beheben. Entzündliche Prozesse behandelt man mit Medikamenten und Schonung. Durch degenerative Prozesse ausgelöste Fußschmerzen kann man mit Kombinationstherapien behandeln. Im Vordergrund aller Therapien steht immer die Entlastung des Fußes, damit die Fußschmerzen nachlassen.

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Vorbeugung von Fußschmerzen

Vorbeugend kann man gegen Fußschmerzen eine Menge tun. Bereits als Kind und Jugendlicher sollte man geeignetes und gut sitzendes Schuhwerk und gegebenenfalls auch orthopädische Einlagen tragen. Die meisten Fußschmerzen sind auf ungeeignetes, zu enges oder unbequemes Schuhwerk zurückzuführen.

Auch hohe Pumps mit spitz zulaufendem Vorderfuß führen unweigerlich zu Fußschmerzen. Druck und Reibung können zu Nervenschädigungen und Druckstellen führen. Bei Diabetes kommt es zum diabetischen Fuß und Fußschmerzen können durch Gewebeschäden entstehen. Vorbeugungsmaßnahmen gegen die Zuckererkrankung sind Bewegung, Gewichtsreduzierung und eine gesunde Ernährung.

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