Fersensporn

Der Fersensporn ist eine hartnäckige und in den überwiegenden Fällen belastende Erkrankung, die auch wie der Hallux Valgus (Ballenzeh) zu mehr oder weniger starken Einschränkungen des Gehvermögens beiträgt und von der immer mehr Menschen betroffen sind. Wegen der Schmerzhaftigkeit und der Beeinträchtigung der Funktionstüchtigkeit des Fußes zwingt der Fersensporn die Patienten, das Gehen in zunehmendem Maße einzuschränken.

Inhaltsverzeichnis

Definition Fersensporn

Der Kalkaneussporn, umgangssprachlich oftmals als Fersensporn bezeichnet und eher unter diesem Namen bekannt ist, basiert auf abnormalen Wucherungen von Knochensubstanz.

Es handelt sich bei einem Fersensporn um eine unregelmäßige, deformierte Zunahme von Knochengewebe, die gleichsam als sogenannter Knochenauswuchs charakterisiert werden kann.

Der Fersensporn manifestiert sich am Fuß, am Fersenbein. Dort befindet sich der Ursprung für einen Muskel des Fersenbeins. Der Fersensporn ist in der medizinischen Diagnostik bekannt als plantarer Fersensporn und als Haglundfersensporn oder Haglundexostose.

Ursachen für Fersensporn

Als Ursache für die Bildung des Fersensporne werden verschiedene Faktoren benannt. Grundsätzlich können es mechanische Auslöser sein, die in Form von stetiger Ausübung von Druck und Zugkraft auf das Fersenbein bestehen. Für diese Überbelastungen, die einen Fersensporn begünstigen, sind Fehlhaltungen oder Fehlstellungen des Fußskeletts sowie ungeeignetes Schuhwerk verantwortlich.

Die äußerlichen Ursachen, die oftmals von den Betroffenen selbst beeinflusst werden können, sind ein zu hohes Körpergewicht und insbesondere eine extreme Adipositas, Fehlstellungen an den Füßen wie Platt-, Senk- oder Spreizfuß und das ständige Ausüben sehr schwerer körperlicher Tätigkeiten. Darüber hinaus kann die Entstehung vom Fersensporn dadurch begünstigt werden, dass die Patienten schlecht sitzendes oder Druck ausübendes Schuhwerk tragen und übermäßig Sport treiben, ohne zuvor ausreichend trainiert zu sein.

Als weitere Auslöser für den Fersensporn kommen gleichfalls genetische Vorbelastungen in Frage. Die Ursache der Haglundexostose als Fersensporn ist eine mechanische Reizung des Achillessehnenansatzes durch den fersenseitigen Rand am Schuh.

Typische Symptome bei Fersensporn

Typische Symptome bei Fersensporn sind Schmerzen bei den Sehnenansätzen. Hier kommt es vor allem zu stechenden Schmerzen an den Fußsohlen. Meist treten diese Schmerzen am frühen Morgen auf, wenn die ersten Schritte aus dem Bett stattfinden. Aber auch nach längerem Ruhen der Füße treten erneut starke stechende Schmerzen auf. Beim oberen Fersensporn kommt es dagegen zu Druckschmerzen im Bereich der Achillessehne. Auch hier können Belastungsschmerzen beim Gehen vorkommen. Zusätzlichen finden sich gelegentlich Hautrötungen in den betroffenen Arealen.

Krankheitsverlauf Fersensporn

Es entsteht bei einem Fersensporn eine Überbeanspruchung an der Sehne der Fußsohle, die als Plantarfaszie bezeichnet wird und es beginnen zunächst minimale Einrisse. Durch die Reizung von Knochenhaut und anderen Gewebeteilen bilden sich kleine Entzündungsherde, die sich in Schmerzen der unteren Fersenregion beim Fersensporn äußern.

Durch die Ablgerung von Kalksubstanzen für die Reparatur der Einrisse wird der Fersensporn ausgeprägt. Dieser verläuft immer unmittelbar neben dem Sehnenstrang. Wenn der Fuß am Fußsohlenansatz einer zu hohen Beanspruchung durch Zug unterliegt, was typisch ist bei einer Fehlstellung, die als Knick- Senkfuß bekannt ist, dann kann dies beim Vorliegen eines unteren Fersensporns zu einer Sehnenverknöcherung führen.

Behandlung von Fersensporn

Der Fersensporn ist eine Deformierung, die sich nicht immer in schmerzhaften Beschwerden äußert. Wenn der Fersensporn keine allzu starke Beeinträchtigung darstellt, dann wird in der Regel auch keine Therapie durchgeführt. Erst dann, wenn die Betroffenen kaum laufen können und Schmerzen auftreten, sind unterschiedliche Arten der Therapie umsetzbar.

Diese bestehen zunächst aus den anfänglich konservativen Behandlungen und den möglicherweise erforderlichen chirurgischen Maßnahmen. Teilweise ist die Behandlung beim Fersensporn schon dann erfolgreich und die Schmerzen gehen zurück, wenn die betroffenen Fußbereiche entlastet werden. Bei einem plantaren oder unteren Fersensporn werden orthopädische Hilfsvarianten wie ein sogenannte Fersenkissen mit einer Locheinlage empfohlen.

Darüber hinaus ergänzen Locheinlagen die Behandlung. Handelt es sich um eine Haglundexostose als Fersensporn, dann sind Schuhe aus weichen Materialien und tiefer als der Fersensporn liegende hintere Ränder am Schuh vorteilhaft. Weitere Therapieformen beim Fersensporn sind Wärme- und Kälte- sowie Ultraschallbehandlungen.

Auch die Anwendung der Stoßwellentechnologie ist beim Fersensporn wirksam. Nebenher werden oft schmerzlindernde und entzündungshemmende Salben verschrieben.

Bei einem operativen Eingriff wird eine stufenweise Entfernung des Fersensporns durch Abrasion vorgenommen und ein gewisser Teil des Sehnenstrangs herausgetrennt.

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Vorbeugung von Fersensporn

Um die Bildung eines Fersensporns zu vermeiden, ist es ratsam, auf enges, drückendes und reibendes Schuhwerk zu verzichten. Liegen Fehlstellungen der Füße vor, dann sorgen entsprechende orthopädische Maßnahmen dafür, dass eine Vorbeugung gegen den Fersensporn gewährleistet werden kann. Eine Reduzierung von Körpergewicht, die Vermeidung von Überlastungen und Überbeanspruchungen der Füße auch durch langes Stehen gilt ebenfalls als Prophylaxe gegen den Fersensporn.

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