Fußpilz

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 25. September 2013
Symptomat.deKrankheiten Fußpilz

Fußpilz oder Tinea pedis gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen. Er ist eine ansteckende Infektion mit Pilzen, die, wie der Name schon sagt, an den Füßen auftritt. Das Risiko einer Fußpilzerkrankung steigt, wenn die Haut durch Wasser, Schweiß oder andere Flüssigkeiten bereits etwas aufgeweicht ist. Gerade Sportler und Menschen, die sich nach Schwimmen, Duschen oder sportlicher Betätigung die Zehenzwischenräume nicht trocken reiben, sind besonders anfällig für Fußpilz bzw. bekommen oft diese Pilzerkrankung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Fußpilz?

Fußpilz ist zwar eine sehr unangenehme Erkrankung, aber im Grunde völlig harmlos. Die ansteckende Pilzinfektion wird begleitet von zunächst geröteter, später nässender und schließlich dann auch juckender Haut, die sich abschält und ziemlich unangenehm riecht.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann darüber hinaus die Haut an den betroffenen Stellen einreißen und dadurch auch Schmerzen, je nach Grad der Risswunde, verursachen. Der Fußpilz sitzt dabei in den meisten Fällen zwischen den Zehen, er kann jedoch durchaus auch die Fußsohlen, die Zehenspitzen und in Einzelfällen auch die Fußsohlenränder befallen.

Generell gilt, dass bei Menschen mit intakter Haut und ebenso intakter Immunabwehr selbst bei Übertragung der Fußpilze sich letztendlich kein Fußpilz daraus entwickelt. Am eigenen Körper kann sich der Fußpilz nur ausbreiten, wenn eine vorgeschädigte Haut oder eine verringerte Immunabwehr die entsprechenden Voraussetzungen dafür schaffen.

Ursachen für Fußpilz

Fußpilz ist eine Infektion mit Pilzen, die ansteckend ist und von Mensch zu Mensch übertragen wird. Da jeder Mensch immer wieder kleinste Hautschüppchen verliert und diese unbeabsichtigt verteilt, können Hautpartikel eines Infizierten dadurch auf die Haut von augenscheinlich Gesunden gelangen und diese dann infizieren.

Mit Fußpilz infiziertes Hautmaterial lässt sich prinzipiell an allen Orten finden, wo Menschen ohne Schuhe laufen. So ist beispielsweise die Ansteckungsgefahr mit Fußpilz in Schwimmbädern, Saunen, Duschkabinen oder öffentlichen Wasch - und Duschräumen generell sehr hoch. Gefahr einer Fußpilzinfektion droht auch in Hotels, deren Zimmer mit Teppichboden ausgelegt sind. Selbst hier können sich Barfußläufer mit Fußpilz anstecken, wenn der Teppich nicht gründlich gereinigt oder desinfiziert wurde.

Auch kleinere Fußverletzungen oder Risse auf der Haut stellen ideale Angriffspunkte für eine Infektion mit Fußpilz dar. Eine weitere Ursache für Fußpilz ist permanente Feuchtigkeit an den Füßen, also Fußschweiß. Daher sind auch Personen, die häufig Turnschuhe tragen, besonders gefährdet. Weitere Risikogruppen stellen Personen dar, in deren Familie schon häufiger Fußpilz aufgetreten ist, die unter Durchblutungsstörungen der Beine leiden oder die von vornherein ein geschwächtes Immunsystem besitzen.

Typische Symptome und Anzeichen bei Fußpilz

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Fußpilz äußert sich zunächst in geröteter Haut, die nässt und juckt. Auch ein unangenehmer Geruch ist häufige Begleiterscheinung von Fußpilzinfektionen. Im späteren Verlauf der Krankheit können sich Risse an den betroffenen Hautstellen bilden und Schmerzen verursachen.

Eine Entzündung der Hautstellen kann, muss aber nicht erfolgen. Häufig bleibt es bei nässenden und übelriechenden Hautstellen zwischen den Zehen, die manchmal noch mit kleinen Bläschen einhergehen. In Extremfällen kann sich der Fußpilz auch auf andere Körperbereiche, die ebenfalls einer erhöhten Feuchtigkeit ausgesetzt sind, wie beispielsweise Leisten oder Achseln, ausbreiten.

Typische Beschwerden bei Fußpilz sind neben dem Jucken und Brennen der Füße auch die bereits angesprochenen feuchten und aufgeweichten Hautpartien, die als Mazeration bezeichnet werden.

Behandlung und Therapie von Fußpilz

Wenn bei Fußpilz noch keine Entzündung vorhanden ist oder diese bereits abgeklungen ist, ist die Verwendung eines Pilzmittels zum Auftragen (Antimykotikum) sinnvoll. Dabei muss das Pilzmittel mindestens zwei bis drei Wochen lang aufgetragen werden, selbst dann, wenn die Beschwerden abgeklungen sind und die Patienten den Eindruck haben, dass der Fußpilz verschwunden ist.

Bei sehr starker Entzündung durch den Fußpilz sollten die Füße in einer desinfizierenden Kaliumpermanganat Lösung gereinigt werden. Auch das Bestreichen der betroffenen Stellen mit einer Lotion, die Zinkoxid, Talk, Glycerin und Wasser enthält und austrocknend und kühlend wirkt, ist ein wirksames Heilmittel.

Desinfektionsmittel sollten bei bereits aufgetretenem Fußpilz nicht mehr verwendet werden, da sonst sehr leicht Kontaktekzeme auftreten können.

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Vorbeugung von Fußpilz

Trockene Füße sind das beste Mittel, um Fußpilz vorzubeugen. Nach dem Baden sollten die Füße vor allem zwischen den Zehen immer gut abgetrocknet werden. Zudem sollten nur Socken und Strümpfe aus Naturmaterialien getragen werden. Man kann durchaus barfuß gehen, nur sollte man dabei unbedingt Teppichböden oder Badezimmermatten in Hotels meiden.

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