Fußpilz

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. August 2017
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Fußpilz oder Tinea pedis gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen. Er ist eine ansteckende Infektion mit Pilzen, die, wie der Name schon sagt, an den Füßen auftritt. Das Risiko einer Fußpilzerkrankung steigt, wenn die Haut durch Wasser, Schweiß oder andere Flüssigkeiten bereits etwas aufgeweicht ist. Gerade Sportler und Menschen, die sich nach Schwimmen, Duschen oder sportlicher Betätigung die Zehenzwischenräume nicht trocken reiben, sind besonders anfällig für Fußpilz bzw. bekommen oft diese Pilzerkrankung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Fußpilz?

Fußpilz ist zwar eine sehr unangenehme Erkrankung, aber im Grunde völlig harmlos. Die ansteckende Pilzinfektion wird begleitet von zunächst geröteter, später nässender und schließlich dann auch juckender Haut, die sich abschält und ziemlich unangenehm riecht.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann darüber hinaus die Haut an den betroffenen Stellen einreißen und dadurch auch Schmerzen, je nach Grad der Risswunde, verursachen. Der Fußpilz sitzt dabei in den meisten Fällen zwischen den Zehen, er kann jedoch durchaus auch die Fußsohlen, die Zehenspitzen und in Einzelfällen auch die Fußsohlenränder befallen.

Generell gilt, dass bei Menschen mit intakter Haut und ebenso intakter Immunabwehr selbst bei Übertragung der Fußpilze sich letztendlich kein Fußpilz daraus entwickelt. Am eigenen Körper kann sich der Fußpilz nur ausbreiten, wenn eine vorgeschädigte Haut oder eine verringerte Immunabwehr die entsprechenden Voraussetzungen dafür schaffen.

Ursachen

Fußpilz ist eine Infektion mit Pilzen, die ansteckend ist und von Mensch zu Mensch übertragen wird. Da jeder Mensch immer wieder kleinste Hautschüppchen verliert und diese unbeabsichtigt verteilt, können Hautpartikel eines Infizierten dadurch auf die Haut von augenscheinlich Gesunden gelangen und diese dann infizieren.

Mit Fußpilz infiziertes Hautmaterial lässt sich prinzipiell an allen Orten finden, wo Menschen ohne Schuhe laufen. So ist beispielsweise die Ansteckungsgefahr mit Fußpilz in Schwimmbädern, Saunen, Duschkabinen oder öffentlichen Wasch - und Duschräumen generell sehr hoch. Gefahr einer Fußpilzinfektion droht auch in Hotels, deren Zimmer mit Teppichboden ausgelegt sind. Selbst hier können sich Barfußläufer mit Fußpilz anstecken, wenn der Teppich nicht gründlich gereinigt oder desinfiziert wurde.

Auch kleinere Fußverletzungen oder Risse auf der Haut stellen ideale Angriffspunkte für eine Infektion mit Fußpilz dar. Eine weitere Ursache für Fußpilz ist permanente Feuchtigkeit an den Füßen, also Fußschweiß. Daher sind auch Personen, die häufig Turnschuhe tragen, besonders gefährdet. Weitere Risikogruppen stellen Personen dar, in deren Familie schon häufiger Fußpilz aufgetreten ist, die unter Durchblutungsstörungen der Beine leiden oder die von vornherein ein geschwächtes Immunsystem besitzen.

Typische Symptome & Anzeichen

Krankheitsverkauf

Der Fußpilz ist eine Pilzinfektion der Füße durch Fadenpilze. Diese Pilze befallen auch die Hornsubstanz der Fußnägel. Fußpilt kann in Verbindung mit einem Nagelpilz auftreten.

Fußpilz äußert sich zunächst in geröteter Haut, die nässt und juckt. Auch ein unangenehmer Geruch ist häufige Begleiterscheinung von Fußpilzinfektionen. Im späteren Verlauf der Krankheit können sich Risse an den betroffenen Hautstellen bilden und Schmerzen verursachen.

Eine Entzündung der Hautstellen kann, muss aber nicht erfolgen. Häufig bleibt es bei nässenden und übelriechenden Hautstellen zwischen den Zehen, die manchmal noch mit kleinen Bläschen einhergehen. In Extremfällen kann sich der Fußpilz auch auf andere Körperbereiche, die ebenfalls einer erhöhten Feuchtigkeit ausgesetzt sind, wie beispielsweise Leisten oder Achseln, ausbreiten.

Typische Beschwerden bei Fußpilz sind neben dem Jucken und Brennen der Füße auch die bereits angesprochenen feuchten und aufgeweichten Hautpartien, die als Mazeration bezeichnet werden.

Komplikationen

Obwohl Fußpilz allgemein als harmlos gilt, sind mitunter dennoch Komplikationen möglich. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Pilzinfektion nicht behandelt wird. So besteht dadurch die Gefahr, dass sich der Pilz auf die Fußnägel ausbreitet und eine Nagelpilzinfektion hervorruft.

Durch den Pilzbefall wird wiederum die Haut in Mitleidenschaft gezogen. Keime wie Viren und Bakterien erhalten damit die Möglichkeit, tiefer in die Hautschichten vorzudringen, wo sie weitere Schäden verursachen. Ein zusätzliches Problem ist, dass der Fußpilz vom betroffenen Fuß auf andere Körperstellen übergreifen kann, was prinzipiell bei jeder Körperregion möglich ist.

Schon das Kratzen des juckenden Fußes mit den Fingern kann ausreichen, eine Verbreitung des Pilzes zu verursachen. So besteht das Risiko, dass die ansteckungsfähigen Teile des Pilzes unter dem Fingernagel haften bleiben. Über die Finger verbreiten sie sich dann ins Gesicht.

Weitere denkbare Verbreitungswege sind Handtücher oder Badezimmervorleger, die durch den Fußpilz kontaminiert sind. Trocknet sich der Patient mit dem benutzten Handtuch auch an anderen Körperstellen wie dem Rumpf oder den Ohren ab, können die Pilze zu den betroffenen Bereichen gelangen.

Zu den häufigsten Komplikationen des Fußpilzes zählt die sogenannte Superinfektion. Weil die Haut durch den Fußpilz vorgeschädigt ist, birgt dies die Gefahr, dass Bakterien wie A-Streptokokken die betroffenen Stellen befallen und dabei eine schmerzhafte Hautentzündung wie eine Wundrose (Erysipel) auslösen.

Behandlung & Therapie

Wenn bei Fußpilz noch keine Entzündung vorhanden ist oder diese bereits abgeklungen ist, ist die Verwendung eines Pilzmittels zum Auftragen (Antimykotikum) sinnvoll. Dabei muss das Pilzmittel mindestens zwei bis drei Wochen lang aufgetragen werden, selbst dann, wenn die Beschwerden abgeklungen sind und die Patienten den Eindruck haben, dass der Fußpilz verschwunden ist.

Bei sehr starker Entzündung durch den Fußpilz sollten die Füße in einer desinfizierenden Kaliumpermanganat Lösung gereinigt werden. Auch das Bestreichen der betroffenen Stellen mit einer Lotion, die Zinkoxid, Talk, Glycerin und Wasser enthält und austrocknend und kühlend wirkt, ist ein wirksames Heilmittel.

Desinfektionsmittel sollten bei bereits aufgetretenem Fußpilz nicht mehr verwendet werden, da sonst sehr leicht Kontaktekzeme auftreten können.

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Vorbeugung

Trockene Füße sind das beste Mittel, um Fußpilz vorzubeugen. Nach dem Baden sollten die Füße vor allem zwischen den Zehen immer gut abgetrocknet werden. Zudem sollten nur Socken und Strümpfe aus Naturmaterialien getragen werden. Man kann durchaus barfuß gehen, nur sollte man dabei unbedingt Teppichböden oder Badezimmermatten in Hotels meiden.

Das können Sie selbst tun

Im Alltag können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, um sich vor Fußpilz zu schützen. In öffentlichen Bädern oder unter den Duschen sollte stets Schutzbekleidung an den Füßen getragen werden. In Bereichen, in denen sich viele Menschen barfuß bewegen und Feuchtigkeit am Boden herrscht, ist ein Schutz der Füße notwendig, um die Ansteckung mit den Keimen zu vermeiden. Bewährt haben sich Badelatschen oder offene Sandalen, die aus gummiähnlichen Materialien und damit wasserabweisend sind.

Zusätzlich zur Schutzbekleidung sind die eigenen Füße nach dem Duschen oder Baden trocken zu halten. Wer zu einer starken Transpiration an den Füßen neigt, sollte zusätzlich Pflegeprodukte verwenden. Puder oder pulverartige Produkte können aufgetragen werden, um einen ausreichenden Schutz gegen Feuchtigkeit zu gewährleisten. Darüber hinaus ist auf Risse oder Beschädigungen der Haut an den Füßen zu achten. Da über die offenen Wunden Keime in den Organismus gelangen, müssen diese vor den Eindringlingen ausreichend geschützt werden. Pflaster, Verbände oder Schutzstrümpfe sollten hierfür genutzt werden. Die beschädigten Regionen sind darüber hinaus von öffentlichen Bädern oder Duschen fernzuhalten, bis sie ausgeheilt sind.

Da der Fußpilz stark ansteckend ist, müssen zusätzlich Vorkehrungen getroffen werden, damit keine weiteren Personen infiziert werden. Dazu ist das Tragen von Schutzstrümpfen in privaten oder öffentlichen Bädern notwendig.

Bücher über Fußpilz

Quellen

  • Abeck, D.: Häufige Hautkrankheiten in der Allgemeinmedizin. Springer, Berlin Heidelberg 2011
  • Moll, I.: Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2010
  • Orfanos, C. E. et al.: Therapie der Hautkrankheiten. Springer Medizin Verlag, Berlin Heidelberg 2001

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

der fußpilzman kommentierte am 11.06.2015 um 21:37 Uhr

Meine Zehen sehen unten aus, wie angefressen. Ist das normal?

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