Nasenbluten
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Nasenbluten ist der umgangsprachliche Begriff für das medizinische Fachwort Epistaxis. Nasenbluten ist in den meisten Fällen nicht gefährlich. Das Bluten der Nase kann aber auch lebensbedrohlich und kaum zu behandeln sein. Gefährliche Blutungen entspringen oft den hinteren Nasenabschnitten.
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Ursachen für Nasenbluten
Verkrümmungen an der Nasenscheidewand begünstigen zusätzlich Blutungen in diesem Bereich durch Verkrümmungen. Dabei kann es zu einer vermehrten Wirbelung der Atemluft kommen, die dann zu Austrocknungen und Verkrustungen der Schleimhaut führen kann.
Eher seltener findet sich die Ursache für Nasenbluten im hinteren und oberen Nasenabschnitt oder in den Nasennebenhöhlen. Weiterhin erhöhen Krankheiten, wie Bluthochdruck oder Blutgerinnungsstörungen, das Risiko, Nasenbluten zu bekommen.
Lokal bedingtes Nasenbluten
Besonders beim Spielen verletzen sich Kinder häufig am Kopf und an der Nase durch kleine Rangeleien. Weiterin haben Kinder häufig durch direkten Kontakt mit Sand und Erde Nasenfremdkörper aufgenommen, die durch weitere Reibung und Reizung zu Nasenbluten führen können.
Allerdings können auch eine Allergie, Austrocknung der Nasenschleimhäute (z.B. durch Klimaanlage) und Schnupfen (akute Rhinitis) zu Nasenbluten führen.
Nasenbluten als Symptom bei Erkrankungen
Nasenbluten können als Symptom von Infektionskrankheiten, wie Grippe, Typhus oder Masern entstehen. Weiterhin auch durch Gefäß- und Kreislauferkrankungen, wie arterielle Hypertonie und Arteriosklerose. Auch Blutverdünnungsmittel führen häufig zu Nasenbluten. Seltener sind Nasenbluten aufgrund von Vitamin C Mangel (Skorbut), Schwangerschaft und hormonelle Veränderungen.
Krankheiten mit Nasenbluten
Behandlung und Therapie von Nasenbluten
Akutes Nasenbluten sollte zunächst durch einen nach vorn geneigten Kopf gestopt werden, damit es nicht zu einem Verschlucken des Blutes kommt. Das Auflegen eines feuchten und kalten Waschlappens im Nacken verengt die Blutgefäße und die Blutung stoppt meistens von selbst.
Bei starkem Nasenbluten, oder wenn die Blutung nicht aufhört, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Zur weiteren ärztlichen Behandlung können elektrische oder chemische Verödungen der Blutungsquelle angesetzt werden. Ist auch dieses Verfahren nicht erfolgsversprechend, wird eine Tamponade in die Nase eingeführt, um die Blutung zu stoppen. Diese sollte ca. 2-3 Tage in der Nase verbleiben und ist für den Patienten meist sehr unangenehm.
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Bücher über Nasenbluten
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
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