Nasennebenhöhlen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 3. November 2016
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Die Nasennebenhöhlen sind mit Luft gefüllte Hohlräume innerhalb der Knochenstruktur des Schädels. Die häufigste Beschwerde ist die Nasennebenhöhlenentzündung, die mit Schmerzen und Schnupfen verbunden ist, jedoch meist nach 10 Tagen abklingt.

Inhaltsverzeichnis

Was sind die Nasennebenhöhlen?

Die Nasennebenhöhlen sind Räume innerhalb der Knochenstruktur des Schädels und des Gesichts, die mit Luft gefüllt sind. Diese freien Hohlräume dienen der Erwärmung und Befeuchtung unserer Atemluft, sowie als Resonanzkörper der Stimme.

Außerdem verringern die Nasennebenhöhlen das Gewicht des Schädels, der deutlich schwerer wäre ohne diese Hohlräume. Die Innenwände der Nasennebenhöhle sind mit Zellen bedeckt, die ein feuchtes Sekret ausscheiden. Dieses fängt in der Atemluft befindliche Erreger auf, bevor sie in den Körper gelangen und bewahren das Innere der Nase davor auszutrocknen.

Die Nasennebenhöhlen werden in insgesamt vier Paare unterteilt. Ein Paar hinter der Nasenöffnung, eines über den Augen, eines zwischen den Augen, und jeweils eine Hohlkammer hinter den Siebbeinen. Häufig nur als "Nebenhöhlen" bezeichnet, sind die Nasennebenhöhlen jedoch nur eine Art Nebenhöhlen im menschlichen Körper.

Anatomie & Aufbau

Der Mensch besitzt vier verschiedene Paare von Nasennebenölen: Die Kiefernhöhle, die Stirnhöhle, die Keilbeinhöhle und die Siebbeinzellen. Die Kiefernhöhle liegt unterhalb der Augen im Oberkieferknochen.

Es sind die größten Nasennebenhöhlen und die ersten, die sich im wachsenden Organismus entwickeln. Die Stirnhöhle befindet sich im Stirnbein oberhalb der Augen. Sie bildet sich nach dem zweiten Lebensjahr und wächst bis in die Pubertät hinein weiter. Die Keilbeinhöhle bildet sich im Zentrum des Schädels innerhalb des Keilbeins und wächst bis ins frühe Erwachsenenalter hinein.

Die Siebbeinzellen formen mehrere kleine Luftzellen zwischen den Augen. Bei Geburt sind sie mit Flüssigkeit gefüllt und wachsen weiter bis zum 12. Lebensjahr. Sie sind geformt wie kleine Pyramiden und durch dünne Septen getrennt.

Funktionen & Aufgaben

Die vollständigen Funktionen der Nasennebenhöhlen werden immer noch diskutiert, doch einige Aufgaben werden vermutet. Sie reduzieren das Gesamtgewicht des menschlichen Kopfes, insbesondere des vorderen Bereichs und der Gesichtsknochen.

Sie verbessern die Resonanz der Stimme. Nasennebenhöhlen können als eine Art Puffer fungieren bei Stößen gegen das Gesicht. Die Höhlen isolieren sensible Nervenbahnen der Zähne oder Augen von Temperaturschwankungen der einströmenden Atemluft. Sie befeuchten und wärmen einströmende Luft, da der Luftstrom in diesen Regionen verlangsamt wird. Die Nasennebenhöhlen regulieren den Druckausgleich des intranasalen Bereichs.

Zudem erfüllen sie eine wichtige Funktion innerhalb der Immunabwehr, indem sie Erreger vor Eintritt in die Atemwege abfangen können. Abgesehen von diesem Vermutungen zur Funktion der Nasennebenhöhlen ist es ebenso möglich, dass sie keinerlei direkte biologische Funktion erfüllen. Das heißt, sie können ebenso ein Spandrel (Nebenprodukt) einer tatsächlichen biologischen Anpassung sein, die während der evolutionären Entwicklung stattgefunden hat.

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Krankheiten

Die häufigsten Beschwerden, die im Zusammenhang mit den Nasennebenhöhlen auftreten können, ist die Nasennebenhöhlenentzündung. Sie wird hervorgerufen durch Allergien, Infektionen oder andere Autoimmunstörungen.

In den meisten Fällen entsteht sie durch eine virale Infektion und klingt innerhalb von 10 Tagen wieder ab. Die Entzündung der Nasennebenhöhlen wird definiert als eine Entzündung der Schleimhautmembrane, die die Wände der Höhlen bedecken. Die Entzündung wird in mehrere Grade unterteilt. Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung wird meist hervorgerufen durch eine virale Infektion.

Wenn die Ursache eine bakterielle Infektion ist, werden sie meist durch Pneumokokken oder Haemophilus influenzae hervorgerufen. Während der virale Erreger nur 7-10 Tage anhält, ist die bakterielle Infektion hartnäckiger. Menschen mit Diabetes oder HIV sind besonders anfällig für diese Art der Infektion, aber auch chemische Einflüsse, wie Zigarettenrauch, erhöht die Anfälligkeit. Eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung hält länger als drei Monate und kann eine Vielzahl von verschiedenen Ursachen haben, die einzeln nach Auftreten der Symptome diagnostiziert werden sollten.

Je nachdem welche Teile der Nasennebenhöhlen von der Entzündung betroffen sind, treten an unterschiedlichen Stellen der Gesichtsknochen Beschwerden auf. Typische Symptome sind Schmerzen, Schlaffheit und Schwindel und/oder Druck. Schmerz und Druck verschlimmert sich meist durch Veränderung der Körperlage, bspw. wenn der Betroffene sich hinlegt. Virale Infektionen werden auskuriert, bei bakteriellen Infektionen kann der Einsatz von Antibiotika in Betracht gezogen werden.

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