Hausmittel gegen Nasenbluten

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Meist sieht Nasenbluten schlimmer aus, als es eigentlich ist. Schon wenige Bluttropfen aus der Nase können mehrere Taschentücher tränken. Als Ursache für Nasenbluten können unter anderem Nasenprellungen, Nasenbohren (vor allem bei Kleinkindern auch Gegenstände, die in die Nase gesteckt werden) oder auch Nebenwirkungen von blutverdünnenden Medikamenten (z. B. ASS) in Frage kommen.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Nasenbluten?

Generell entsteht Nasenbluten nur selten, wenn die Nasenschleimhäute ausreichend befeuchtet werden. Wichtig hierfür ist eine ausreichende Zufuhr von mindestens 2 Litern Flüssigkeit pro Tag.

Vor allem in der kalten Jahreszeit sollte die Raumluft durch die Heizung nicht zu trocken sein, unter Umständen kann hierbei ein Raumbefeuchter oder auch ein Verdunster dabei hilfreich sein. Auch die Verwendung von salzhaltigem Nasenspray kann zur Befeuchtung der Nasenschleimhaut beitragen. Die so genannte Kochsalzlösung kann mit einem Teelöffel Salz auf 500 ml abgekochtem Wasser sehr leicht selbst hergestellt werden.

Ist das Nasenbluten vorbei, sollte zumindest für kurze Zeit Husten, Niesen oder auch Nase putzen möglichst vermieden werden, da die Blutung ansonsten durch die Lösung eines Blutpfropfens wieder erneut beginnen kann.

Schnelle Hilfe

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Nasenbluten. Klicken, um zu vergrößern.

Als schnelle Hilfe bei Nasenbluten können Eisbeutel in den Nacken gelegt oder auch Hamamelis-Kompressen auf das blutende Nasenloch gehalten werden. Durch die kühlende Wirkung verlangsamt sich der Blutstrom aufgrund der sich zusammenziehenden Blutgefäße.

Das eigentlich einfachste Mittel gegen Nasenbluten ist das Zudrücken der Nase für etwa 10 Minuten in vorgebeugter Haltung. Hilft auch das nicht gegen das Nasenbluten, kann etwas Gaze in das Nasenloch gestopft werden. Auch hier sollte die Nase weiterhin zugedrückt werden.

Die Gaze sollte dann noch etwa 2 Stunden in der Nase verbleiben, auch wenn das Nasenbluten bereits vorüber ist. Wenn auch dann die Blutung noch nicht aufhört, ist ein Arztbesuch empfehlenswert. Der Arzt wird das Blutgefäß dann professionell behandeln und in der Regel veröden.

Neben rezeptpflichtigen sowie auch rezeptfreien Medikamenten gibt es gegen Nasenbluten auch gut wirksame Hausmittel. So können Zitronensaft und/oder Lavendelöl auf einen Wattebausch oder ein Stück Papiertaschentuch geträufelt und in die Nasenöffnung gesteckt werden. Auch Vitamin C ist ein bewährtes Hausmittel und dient der Stärkung der Wände der Blutgefäße. Zudem ist ein Bestandteil des Kollagens, welches für eine feuchte Schleimhaut der Nase sorgt.

Vitamin C ist unter anderem in Orangen, Kiwis oder auch Grapefruit sowie in verschiedenen Gemüsesorten enthalten. Weiterhin sind in der Apotheke auch Präparate mit Flavonoid erhältlich, die eine gefäßabdichtende Wirkung besitzen.

Leiden Menschen an häufigem und auch grundlosem Nasenbluten, einem sehr starken Nasenbluten, unter Bluthochdruck, einer Nierenerkrankung, Blutgerinnungsstörungen oder auch Arteriosklerose, sollte bei Nasenbluten, das länger als 10 Minuten anhält, dringend ein Arzt konsultiert werden. Tritt Nasenbluten nach einem Schlag auf den Kopf auf und ist außerdem wässrig, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, da wässriges Blut auch auf Gehirnflüssigkeit hinweisen kann. Auch Patienten, die an Morbus Osler leiden, sollten mit Nasenbluten vorsichtig umgehen. Bei Morbus Osler handelt es sich um eine Gefäßerweiterung in Nase, Lungen oder auch Gehirn, die genetisch bedingt ist.

Ein Wattebausch getränkt in Lavendelöl bietet schnelle Hilfe.

Auch für diese Betroffenen gelten die gleichen vorbeugenden Maßnahmen wie Feuchthaltung der Nasenschleimhaut oder auch eine gesunde Ernährung mit viel Vitamin C. Auch bei Morbus-Osler-Patienten kann die Verödung der Gefäße eine Lösung des Problems „Nasenbluten“ sein. Es wird beobachtet, dass vor allem ältere Menschen zunehmend an Nasenbluten leiden. Das liegt vor allem daran, dass mit steigendem Alter die Gefäße brüchiger werden. Hier kann die Untersuchung durch einen Internisten angezeigt sein, um das Problem des Nasenblutens zu beheben.

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Veraltete Hausmittel

Generell gilt bei Nasenbluten: Ruhe bewahren und den Kopf nicht in den Nacken legen. Früher war dies oft ein bewährtes Hausmittel. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass sich die Blutung in Rückenlage sowie bei einem Zurücklegen des Kopfes in den Nacken verstärkt.

Außerdem läuft oft auch Blut bis in den Rachen, was zwar ungefährlich, aber in der Regel unangenehm ist und unter Umständen auch zu Übelkeit in Verbindung mit Erbrechen führen kann.

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