Nasenpolypen
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Nasenpolypen sind krankhafte Veränderungen der Schleimhäute der Nasennebenhöhlen. Bei frühzeitiger Behandlung ist eine Bekämpfung meist erfolgreich.
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Definition Nasenpolypen
Werden Nasenpolypen nicht rechtzeitig behandelt, können sie verschiedene Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Die Bezeichnung 'Polyp' stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt so viel wie 'Vielfüßler'. Dieser beschreibende Name geht auf das Aussehen von Polypen bei sogenannten Nesseltieren (vielzellige Wassertiere) zurück.
In der Regel treten Nasenpolypen vor allem bei Erwachsenen auf. Kinder sind nur selten davon betroffen. Schätzungen zufolge kommen bei bis zu zwölf Prozent der deutschen Bevölkerung Nasenpolypen vor; dabei sind Männer circa zweimal so häufig von Nasenpolypen betroffen wie Frauen.
Ursachen für Nasenpolypen
Und auch ein Pilzbefall der Nasennebenhöhlen kann die Entstehung von Nasenpolypen begünstigen. Weiterhin können auch verschiedene Allergien, die zu einer Reizung der Nasenschleimhaut führen, Nasenpolypen hervorrufen; wissenschaftlich wurde darüber hinaus beschrieben, dass Nasenpolypen bei Menschen vermehrt auftreten, die bestimmte Schmerzmittelunverträglichkeiten aufweisen.
Reizungen der Schleimhäute, die Nasenpolypen begünstigen können, gehen teilweise auch von Schadstoffen in der Atemluft aus. Auch erbliche Faktoren können bei der Entstehung von Nasenpolypen eine Rolle spielen: So tragen Menschen, in deren Familie Nasenpolypen bereits vorkamen, in der Regel ein höheres Risiko, an Nasenpolypen zu erkranken.
Typische Symptome bei Nasenpolypen
Verlauf bei Nasenpolypen
Der Verlauf einer Erkrankung an Nasenpolypen hängt unter anderem ab von den Faktoren, die den Nasenpolypen zugrunde liegen, vom Entwicklungsstadium der Nasenpolypen und auch von der bisherigen Dauer der Nasenpolypenerkrankung.
Grundlegend lässt sich sagen, dass ein frühzeitiger Behandlungsbeginn von Nasenpolypen in der Regel auch zu einem günstigeren Verlauf der Erkrankung führt. Allerdings besteht auch das Risiko, dass sich nach einer erfolgreichen Bekämpfung von Nasenpolypen erneut Polypen bilden. Vor allem nach einer operativen Entfernung von Nasenpolypen besteht nach Expertenaussagen ein solches Restrisiko.
Bei frühzeitigem Behandlungsbeginn besteht in der Regel eine gute Prognose, dass sich Begleitsymptomatiken von Nasenpolypen, wie eine eingeschränkte Nasenatmung oder Kopfschmerzen, zurückbilden. Unbehandelte Nasenpolypen können zu Folgeerkrankungen führen: Ist die Nase nicht ausreichend belüftet, kann dies unter anderem zu Ohrenbeschwerden führen. Atmen Betroffene außerdem vermehrt durch den Mund, kann das Halsentzündungen begünstigen.
Behandlung Nasenpolypen
Häufig werden aber auch chirurgische Maßnahmen notwendig: Ein solcher Eingriff kann erfolgen, indem die Nasenpolypen durch die Nasenhöhlen entfernt werden. Möglich ist aber auch die Behandlung per Laser; durch die Anwendung des Laserverfahrens soll das Risiko gesenkt werden können, dass sich Nasenpolypen nach einem erfolgreichen operativen Eingriff erneut bilden. Häufig finden operative Entfernungen von Nasenpolypen stationär statt:
Das bedeutet, dass sich dem Eingriff ein mehrtägiger Krankenhausaufenthalt anschließt. Sind Nasenpolypen sehr schwach ausgeprägt, ist eine operative Entfernung teilweise unter lokaler Betäubung möglich. Während der Nachbehandlung von Nasenpolypen werden gelegentlich kortisonhaltige Präparate eingesetzt.
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Vorbeugung Nasenpolypen
Vorzubeugen ist vor allem einem weiteren Ausbreiten von bestehenden Nasenpolypen. Dazu kann es wichtig sein, beispielsweise bei Beschwerden mit der Nasenatmung einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufzusuchen. Aber auch dem Entstehen von Nasenpolypen kann teilweise vorgebeugt werden, indem Erkrankungen wie Nasennebenhöhlenentzündungen oder Schnupfen frühzeitig therapiert werden; denn wenn diese Erkrankungen einen chronischen Verlauf erreichen, ist das Risiko eines Entstehens von Nasenpolypen erhöht.
Möglicherweise kann durch eine bewusste Lebensführung auch vermieden werden, sich häufig Luftschadstoffen auszusetzen, die die Schleimhäute der Nasennebenhöhlen reizen.
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