Lichtscheu
Eine Lichtscheu, Lichtempfindlichkeit oder Photophobie bezeichnet eine gesteigerte Empfindlichkeit der Augen auf das Licht. Weitere Synonyme dafür sind: Lichtüberempfindlichkeit, und Lichtempfindliche Augen. Dabei ist dies in der Regel das Tageslicht, aber auch künstliche Bleuchtung kann als störend empfunden werden. Daher suchen die betroffenen Menschen oft dunkle Räume auf, um dem Lichtreiz zu entgehen.
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Definition Lichtempfindlichkeit
Im neurologischen Sinne ist die Lichtempfindlichkeit gleichbedeutend mit der so genannten Photosensibilität, der erhöhten Reaktionsbereitschaft des Gehirns auf Lichteinflüsse, die zur Entladung der Nervenzellen bis hin zum epileptischen Anfall führt.
Teilweise tritt die Lichtempfindlichkeit auch durch medikamentöse Faktoren auf, oder es handelt sich um eine Photodermatitis, bei der vor allem die Haut empfindlich auf Licht reagiert.
Ursachen für eine Lichtscheu
Eine Lichtscheu oder Photophobie tritt im Allgemeinen bei neurologischen Krankheiten auf. Aber auch andere Erkrankungen, wie die Migräne, die Gehirnhautentzündung (Meningitis) und Augenentzündungen (Bindehautentzündung, Iridozyklitis), können die Ursache für eine Lichtscheu sein.
Weitere mögliche Ursachen können sein: Grauer Star, Entzündung der Sehnerven, Hornhautentzündung, Hornhautnarben nach Hornhautinfektionen, Kratzer im oder am Auge, Verletzungen der Augenoberfläche und trockene Augen.
Wenn das Licht daneben auch zu Schmerzen führt (Lichtschmerz), kann eine Entzündung der Iris (Regenbogenhaut) vorliegen. Hierbei ist schnell eine Konsultation beim Augenarzt von Nöten.
Seltener tritt eine die Lichtscheu bei Kleinkindern und Säuglingen auf, da dies dann im Rahmen eines angeborenes Glaukom vorkommen kann. Ebenso haben die meisten Albinos eine ausgeprägte Lichtscheue.
Eine pauschale Ursache der Lichtempfindlichkeit gibt es nicht. Betrachtet man allerdings die genauen Symptome, kann man daraus Schlüsse ziehen und zumindest einen in Frage kommenden Ursachenkomplex ermitteln. Häufig wird im Zusammenhang mit der Sehkraft von Lichtempfindlichkeit gesprochen.
Meist liegt jedoch eine Erkältung zugrunde, die auch die Augen betrifft und sie vor allem gegen künstliches Licht empfindlich macht. Neuronale Störungen, die den Menschen lichtempfindlich machen, können auch die Augen betreffen, äußern sich vor allem aber durch Kopfschmerzen oder epileptische Anfälle durch die Einwirkung von Licht.
Wenn es auf der Haut zu Veränderungen durch Licht kommt, kommen wiederum andere Ursachen in Frage. Johanniskraut-Präparate gegen Depressionen gehören zu den Medikamenten, die bei Sonneneinstrahlung auf der Haut reagieren und zu Beschwerden führen. Möglich sind aber auch tieferliegende Erkrankungen, so etwa die Lupus-Autoimmunerkrankung.
Krankheiten mit Lichtempfindlichkeit
Behandlung von Lichtempfindlichkeit
Die Lichtempfindlichkeit wird selten selbst behandelt. Sie tritt nicht alleine auf, sondern ist immer ein begleitendes Symptom einer tieferliegenden Ursache. Daher besteht die Behandlung darin, diese zu ermitteln und entweder zu hemmen oder zu beseitigen.
Neuronale Störungen wie die Epilepsie werden medikamentös unterdrückt. Dadurch verschwindet die Lichtempfindlichkeit größtenteils - flackerndem Licht sollte sich der Patient trotzdem nicht aussetzen. Wenn es sich nur um Kopfschmerzen handelt, werden die Kopfschmerzen symptomatisch behandelt und dem Patienten wird angeraten, das Gehirn nicht durch Lichteinflüsse zu provozieren, die als gefährlich bekannt sind.
Handelt es sich hingegen um eine andere Erkrankung, beispielsweise Meningitis, so wird vor allem diese und nicht die Lichtempfindlichkeit selbst behandelt. Durch die Heilung der Ursache verschwindet letztendlich auch die Sensibilität gegenüber dem Licht. Schwieriger wird es bei der Autoimmunerkrankung. In solchen Fällen können die Reaktionen der lichtempfindlichen Haut behandelt werden, damit sie sich zurückbilden.
Sollten die Augen trocken sein, kann man versuchen die Augenoberfläche durch feuchtende Augentropfen zu beruhigen. Natrülich hilft gegen Lichtempfindlichkeit eine Sonnenbrille. Bei nur leichter Lichtscheu genügt auch eine Brille, die sich bei Sonnenlicht dunkel verfärben kann (phototrope Gläser).
Wenn die Lichtempfindlichkeit jedoch auch Schmerzen hervoruft (Lichtschmerz), ist zum Ausschluss einer Regenbogenhautentzündung schnellstens der Besuch eines Augenarztes empfohlen. Tritt neben der Lichtempfindlichkeit auch eine verminderte Sehschärfe auf, sollte ebenso ein Augenarzt aufgesucht werden.
Rezeptfreie Medikamente gegen Lichtempfindlichkeit
Hier Informieren:
Vorbeugung Lichtempfindlichkeit
Wenn eine Erkrankung zugrunde liegt, die die Lichtempfindlichkeit auslöst, sollten schädliche Lichtsorten nach Möglichkeit vermieden werden. Das verhindert, dass sich die Symptome entwickeln. Wenn sich herausstellt, dass die Lichtempfindlichkeit mit bestimmten Medikamenten zusammenhängt, sollte man sich mit dem behandelnden Arzt absprechen und ein anderes Präparat auswählen.
Bücher über Lichtscheu und Lichtempfindlichkeit
