Auge

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 2. November 2016
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Das Auge gilt als das wichtigste Sinnesorgan des Menschen. Das Auge ermöglicht die optische Wahrnehmung, das Sehen. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem Gehirn – das Auge empfängt Lichtreize, die Gehirn zur optischen Wahrnehmung verarbeitet werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das Auge?

Zur Verarbeitung von Lichtreflexen in die optische Wahrnehmung hat der Mensch zwei Augen. Diese reagieren auf elektromagnetische Strahlung, das Licht. So ermöglichen die Augen gemeinsam mit dem Gehirn, die Wahrnehmung von Farben.

Neben dieser Aufgabe, den Menschen Farben sehen zu lassen, ist die Beschaffenheit der Augen auch für die Sehschärfe zuständig. Da das Auge so wichtig für den Menschen ist, ist es anatomisch geschützt. Das Auge liegt geschützt in der Augenhöhle und zum weiteren Schutz vor äußeren Einflüssen ist vor dem Auge das Lid mit den Wimpern.

Dieses schließt sich reflexartig und wenn doch etwas, ein Staubkorn zum Beispiel, ins Auge gerät, wird Tränenflüssigkeit produziert, die den Fremdkörper ausspült. Wenn man in die Sonne schaut, fällt es einem schwer, nicht zu blinzeln, beziehungsweise, die Augen offen zu halten. Auch das ist ein Schutzmechanismus des Auges.

Anatomie & Aufbau

Die Anatomie des Auges ist sehr komplex, es besteht aus Muskeln, Rezeptoren, Haut und Nerven. Das Auge an sich ist der Glaskörper, der sich hinter den Wimpern befindet.

Dieser ist umgeben von der Lederhaut und vor der Pupille wird sie ein Stück lang von der Hornhaut abgelöst, bevor sie weiterführt. Dahinter befindet sich die Pupille, umgeben von der farbigen Iris, auch genannt Regenbogenhaut. Hinter der Iris ist die Linse, sie ist eingebettet in den Ziliarmuskel.

Auf der anderen Seite des Glaskörpers, sozusagen gegenüber der Linse, befindet sich die Netzhaut, sie verläuft etwa entlang der hinteren Hälfte des Glaskörpers. In seiner Mitte befindet sich der Sehnerv, der die Reize vom Auge in das Gehirn transportiert.

Funktionen & Aufgaben

Das menschliche Auge im Querschnitt mit den anatomischen Bestandteilen. Bild anklicken, um zu vergrößern.

Die Funktionsweise des Auges verläuft mit Hilfe von Rezeptoren. Das Licht gelangt durch die Pupille und die Hornhaut in den Glaskörper. Die Linse bricht die Lichtstrahlen von außen und leitet sie an die Netzhaut weiter. Dort sitzen die Farbrezeptoren, die verschiedene Farbtöne und Helligkeiten verarbeiten.

Das sind etwa hundert Millionen Sinneszellen, die ihren Beitrag zum Sehvermögen leisten. Sie wandeln die eingetroffenen Lichtstrahlen um und leiten die Signale an den Sehnerv weiter. Sie werden in Stäbchen und Zapfen eingeteilt. Während die Stäbchen sich um die Helligkeit kümmern, sind die Zapfen für die Farben zuständig. Sie sind in drei Arten eingeteilt – Rot-, Blau-, und Grünempfindliche.

Ihre Informationen an das Gehirn ermöglichen das Sehen von Farbe. Bei Dunkelheit sieht der Mensch also keine Farben mehr, weil diese Zapfen nur bei guten Lichtverhältnissen funktionieren. Die Zäpfchen sind empfindlicher, sie arbeiten auch in der Nacht.

Für den Fokus der Linse ist der Ziliarnerv zuständig. Zieht er sich zusammen, dann stellt die Linse scharf. Schaut man entspannt oder schläft man, dann bleibt dieser Muskel im Auge locker.

Krankheiten

Beim Menschen gibt es eine Reihe von Beschwerden und Krankheiten, die an den Augen auftreten können. Sehr verbreitet sind verschiedene Sehschwächen, die mit Brillen, Kontaktlinsen oder auch mit Operationen behoben werden können.

Die Kurzsichtigkeit zum Beispiel führt dazu, dass Dinge, die weiter vom Auge entfernt sind, nicht scharf gesehen werden, sondern verschwimmen. Das kann verschiedene Ursachen haben und wird in Dioptrien gemessen. Das Gegenteil davon ist die Weitsichtigkeit. Hier sieht man Dinge, die in der Nähe sind, nicht so scharf, wie man sollte. Der Astigmatismus ist eine Hornhautverkrümmung, die das Sehen ebenso häufig beeinträchtigt. Er kann mit Kurz- und Weitsichtigkeit kombiniert sein und sorgt für eine verzerrte Wahrnehmung.

Weiters gibt es Farbfehlsichtigkeit und Farbenblindheit, verursacht durch einen Fehler in der Netzhaut. Davon sind mehr Männer als Frauen betroffen. Dabei gibt es zwei Arten. Das Fehlen der Fähigkeit, Farben überhaupt zu sehen und die Rot-Grün-Sehschwäche. Die so genannte Nachtblindheit erschwert das Sehen in der Nacht und in der Dämmerung.

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