Schulterschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)

Schulterschmerzen sind neben den Gelenkschmerzen und den Rückenschmerzen eine der häufigsten Schmerzleiden in Deutschland. Durch das viele Sitzen der meisten modernen Berufe verschlafft die Rücken- und Schultermuskulatur, was in der Folge zu einer Belastung des Gelenk- und Knochenapparates führt. Hieraus ergibt sich dann eine erhöhte Verletzungs- und Verschleißgefahr, die dann zumeist zu den stechenden Schmerzen im Bereich der Schultur führen kann.

Inhaltsverzeichnis

Definition Schulterschmerzen

Im Laufe der Zeit hat sich der Schulterschmerz zu einer Art Volkskrankheit entwickelt; immer mehr Menschen leiden an starken Schmerzen in der Schulter und einer daraus resultierenden Bewegungseinschränkung. Die Schulterschmerzen treten vor allem an Muskeln, Sehnen und Gelenkkapseln auf und machen alltägliche Bewegungen zur Qual.

Schulterschmerzen können in sehr unterschiedlichem Ausmaß in Erscheinung treten. Es gibt leichte Verspannungen, dauerhafte Verspannungen und sogar chronische Schmerzen durch Fehlstellungen oder Fehlhaltungen. Bei einem länger anhaltenden Stechen in der Schulter, das bis in den Arm strahlen kann, sollte aufgehorcht werden. Diese Schulterschmerzen können schnell chronisch werden und sollten schnellstmöglich behandelt werden.

Ursachen für Schulterschmerzen

Für Schulterschmerzen gibt es zahlreiche Ursachen. Zum einen können Schulterschmerzen dadurch entstehen, dass zu wenig Bewegung bei Sitztätigkeiten oder zu einseitige Belastung besteht. Da der Brustmuskel, der am Schultergelenk ansetzt, stärker ist als der äquivalente Rückenmuskel, wird der Arm dauerhaft leicht nach vorn gezogen. Dies verursacht einen Rundrücken, der durch Sitztätigkeiten und wenig Ausgleichsport noch verstärkt wird und starke Schulterschmerzen hervorruft.

Auch beim Sport können Schulterschmerzen auftreten. Moderne Trendsportarten und zu geringes Aufwärmen vor dem Sport können Probleme mit den Schultern auftreten lassen. Auch ganz einfache, alltägliche Bewegungen lassen Schulterschmerzen auftreten. Allein das regelmäßige, längere Autofahren, das Bewegen der Computermaus oder eintönige Hebebewegungen lösen Verspannungen aus, denen entgegengewirkt werden muss.

Weitere Ursachen für Schulterschmerzen sind Arthrose (Gelenkverschleiß), Knochenbrüche, Verrenkungen, Entzündungen oder das sogenannte Impingementsyndrom (durch Reizung von Sehnen und Schleimbeutel verdicken sich diese und der Kopf des Schultergelenks stößt an das Schulterdach).

Krankheiten mit Schulterschmerzen

Behandlung von Schulterschmerzen

Schulterschmerzen

So vielfältig wie die Ursachen von Schulterschmerzen sind auch die Behandlungsmöglichkeiten. Bei entzündlichen Schmerzen muss die Entzündung zunächst mit Medikamenten oder Injektionen behandelt werden, erst danach kann eine weiterführende Therapie der Schulterschmerzen angewandt werden.

Weiterführende Therapien bei Schulterschmerzen sind zum Beispiel physikalische Therapien wie Krankengymnastik oder Massage. Bei der Massage wird die Muskulatur gelockert und Gelenke und Knorpel wieder in ihre ursprüngliche Position gebracht, aus der sie sich verschoben haben. Die Krankengymnastik baut zumeist auf der Massage auf und sorgt für regelmäßige Bewegung, Muskelaufbau und Muskelstärkung sowie für eine Verbesserung der Körperhaltung. Akute und starke Schulterschmerzen werden auch mit einer Kältetherapie behandelt, die Entzündungen eindämmt und die Schmerzempfindung durch Verringerung der Durchblutung herabsetzt.

Bei schon länger bestehenden, leichten Schulterschmerzen wird hingegen eine Wärmetherapie angewandt. Diese entspannt die verspannte Muskulatur, lindert den Schmerz und sorgt für eine bessere Dehnbarkeit des Gewebes. Bei tiefer liegenden Schmerzen oder nach Unfällen ist in einigen Fällen eine Operation unumgänglich. Nach einer Operation von Schulterschmerzen wird die Muskulatur ebenfalls durch physikalische Therapien wiederaufgebaut oder gestärkt.

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Vorbeugung von Schulterschmerzen

Besonders wichtig, um Schulterschmerzen dauerhaft zu vermeiden, ist die Vorbeugung gegen eben diese. Um die Schultern schmerzfrei zu halten, sollte viel Bewegung gewährleistet werden. Vor allem Schwimmen, Wassergymnastik und Dehnübungen beugen Schulterschmerzen vor. Die Schultermuskeln sollten zudem mithilfe eines Therapiebandes gekräftigt werden, denn starke Schultern kennen keine Schmerzen. Es emfiehlt sich auch, nach Absprache mit dem Arzt, ein leichte Kraftsportübungen durchzuführen, denn eine starke Muskulatur stützt das gesamte Knochengerüst und wirkt entlastend.

Der Arbeitsplatz, der ebenfalls eine große Gefahr für Schulterschmerzen darstellt, sollte rückenfreundlich (korrekte Tisch- und Stuhlhöhe sowie Bildschirmneigung) eingerichtet werden und pro Arbeitsstunde sollte eine kurze Pause eingelegt werden, in der kleine Dehnübungen ausgeführt werden. Die Sitzposition sollte zudem häufiger gewechselt werden. Auch regelmäßige Massagen beugen Schulterproblemen vor. Besonders Massagen nach sportlicher Betätigung wirken entspannend und positiv auf Körper und Geist. So haben Schulterschmerzen demnächst keine Chance mehr.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Duke kommentierte am 29.11.2011 um 20:44 Uhr

Ich habe schon seit Jahren ein Ziehen in der Schulter. Es zieht aber bei mir in den Schläfenbereich und verursacht ein Kribbeln bzw. Tuckern in der Schläfe. Ich weiss mir keinen Rat mehr oder liege ich am Ende falsch? Bitte antwortet mir, danke.

Schulterschmerzen