Hausmittel gegen Schulterschmerzen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Immer mehr Menschen klagen über Schulterschmerzen und Rückenschmerzen. Dass dies auch jüngere Menschen betrifft, liegt vor allem an einem zu schwachen "Muskelkostüm". Eine kräftige Rückenmuskulatur und ein rückenfreundliches Verhalten sind dagegen in der Lage, eine Schutzfunktion zu übernehmen. Dabei werden die Belastung der Bandscheiben und Gelenke herabgesetzt und somit Schulter- und Rückenschmerzen vermieden.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Schulterschmerzen?

Eine korrekte Haltung kann daher in großem Maße die Belastung der Wirbelsäule herabsetzen, so dass die Bänder und Muskeln entlastet werden.

Bei sitzender Tätigkeit ist deshalb zu beachten, dass man nicht längere Zeit ununterbrochen in der gleichen Sitzhaltung verweilt, zwischendurch aufsteht und die Lehne so einstellt, dass der Rücken ca. 15-20 cm über der Sitzfläche gestützt wird.

In stehender Tätigkeit sollte man die Höhe der Arbeitsfläche so wählen, dann man bequem aufrecht stehen und wenn möglich abwechselnd ein Bein hochstellen kann.

Beim Heben und Tragen von Lasten packen die meisten Menschen die Dinge falsch an. Es ist vorteilhaft, lieber zwei kleine Taschen als eine große schwere zu tragen. Beim Aufheben von Lasten sollte man sich mit rundem Rücken beugen und gestreckten Beinen nach unten bewegen. Nun in die Knie gehen und den Gegenstand anheben und mit geradem Rücken hochgehen.

Man legt das Kirschkern-Kissen so lange auf den Nacken- bzw. Schulterbereich, bis eine vollständige Erwärmung des Gewebes erfolgt ist, was nicht nur ein Wohlfühlen sondern auch eine Schmerzlinderung darstellt.

Auch bei der Hausarbeit kann man viel gegen Schulter- und Rückenschmerzen tun. Wenn man beim Bügeln, Staubsaugen, Kehren oder anderen Tätigkeiten aufrecht steht, beim Staubsaugen ein langes Saugrohr verwendet und nicht lange in gebückter Haltung arbeitet, hat man schon eine sehr gute Vorsorge geleistet.

Eine falsche Matratze kann ebenso zu Schulterschmerzen führen. Durchgelegene Matratzen sind fehl am Platz. Empfehlenswert sind eine feste Unterlage und darauf eine weiche Matratze, so dass der Körper überall gleichmäßig aufliegt. Verwenden sollte man auch keine zu großen oder dicken Kissen, die den Oberkörper noch in eine halbe Sitzlage bringen. Günstig sind kleine und flache Kissen sowie spezielle Nackenkissen, die Kopf und Nacken gut unterstützen. Nach einem erholten Schlaf wacht man nicht schon am Morgen mit Verspannungen im Schulterbereich auf.

Als Schuhwerk sind Schuhe mit weichen Sohlen zu bevorzugen, die eine gewisse Stoßdämpfung für die Wirbelsäule und die Gelenke geben. Ständiges Laufen mit hohen Absätzen belastet die Lendenwirbelsäule zu sehr und es wird die sogenannte Hohlkreuzstellung ausgeführt. Regelmäßiges barfuß laufen tut nicht nur den Füßen gut; auch die Schultern und der gesamte Rücken profitieren davon.

Ebenso erspart ein ideales Körpergewicht Schulterschmerzen, weil jedes überflüssige Pfund zusätzlich die Bandscheiben, Gelenke und Wirbelsäule belastet.

Sport soll in jedem Fall Spaß machen. Sportarten wie Schwimmen (besonders Rückenschwimmen), Jogging (auf Waldwegen), Gymnastik, Radfahren, Skilanglauf und nordic-walking werden als besonders rückenfreundlich eingestuft. Bei der Bewegung im Wasser erfolgt vor allem in gestreckter Rückenlage eine optimale Entlastung der Wirbelsäule. Ideal und empfehlenswert ist das aqua-jogging, welches in fast jedem Schwimmbad angeboten wird.

Schnelle Hilfe

Eine schnelle Hilfe bei Schulterschmerzen erfüllt das Auflegen eines Kirschkern-Kissens. Das Kirschkern-Kissen ist ein uraltes Hausmittel, das auch als trockene Wärmflasche verwendet wird. Der getrocknete Kirschkern hat den Vorteil, dass er Wärme oder Kälte speichern und langsam wieder abgeben kann.

Das Kirschkern-Kissen sollte vor dem Erwärmen immer befeuchtet und nicht mehrmals hintereinander aufgewärmt werden. Nach völliger Abkühlung lässt es sich wiederverwenden. Bei Schulterschmerzen wendet man dieses als Wärmeauflage an. Dazu kann man das Kissen einfach auf die Heizung oder den Kachelofen legen, im Backofen bei 130 Grad 5 bis 10 Minuten oder in der Mikrowelle bei max. 600 Watt 1-2 Minuten erwärmen.

Man legt das Kirschkern-Kissen so lange auf den Nacken- bzw. Schulterbereich, bis eine vollständige Erwärmung des Gewebes erfolgt ist, was nicht nur ein Wohlfühlen sondern auch eine Schmerzlinderung darstellt.

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Auch das Bestrahlen mit Rotlicht und die dabei entstehende Wärme kann in regelmäßiger Anwendung gegen Schulterschmerzen helfen. Es gibt auch Schwimmbäder mit Saunabereichen, in denen eine Infrarot-Sauna angeboten wird. In Kombination des Saunabesuches mit Infrarotbestrahlung wird der gesamte Schulter- und Nackenbereich erwärmt und eine lockere Muskulatur erzielt.

Zusätzlich hilft das Auftragen einer Salbe mit den Inhaltsstoffen Arnika und Rosskastanie und trägt zur Schmerzlinderung bei.

Wenn man all diese Hausmittel und Ratschläge für den Alltag anwendet, haben Schulterschmerzen keine Chance mehr.

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