Zungenbrennen
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Meist tritt Zungenbrennen nicht als eigenständige Krankheit, sondern als Symptom auf. Daher ist häufig eine gezielte Ursachenforschung notwendig.
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Definition Zungenbrennen
Auch kann sich die Zunge beim Zungenbrennen wund anfühlen. Oft kommt es parallel zum Zungenbrennen auch zu ähnlichen Empfindungen an Gaumen oder an den Wangeninnenseiten.
Weitere Symptome, die häufig neben dem Zungenbrennen auftreten, sind Mundtrockenheit oder Geschmacksstörungen: Unter Mundtrockenheit versteht man dabei das subjektive Empfinden, dass die Schleimhaut des Mundes zu trocken ist bzw. dass zu wenig Speichel gebildet wird.
Von einer Geschmacksstörung spricht man in der Medizin, wenn das gesunde Geschmacksempfinden beeinträchtigt ist; Geschmackstoffe also beispielsweise als weniger intensiv oder verfremdet wahrgenommen werden.
Ursachen für Zungenbrennen
Allerdings können auch komplexere Ursachen für ein Zungenbrennen vorliegen, wie beispielsweise verschiedene körperliche Erkrankungen. Zu diesen Erkrankungen zählen beispielsweise die sogenannte Zucker-Krankheit (Diabetes mellitus), Blutarmut (ein Mangel an roten Blutkörperchen), verschiedene Infektionen oder Mangelerscheinungen wie Mangel an Vitaminen oder Eisen.
Weiterhin kann Zungenbrennen eine Nebenwirkung sein, die bei der Einnahme verschiedener Medikamente zu beobachten ist. Auch psychische Faktoren gelten als wichtige mögliche Ursache: So können beispielsweise depressive Verstimmungen oder eine Angst vor Krankheiten ein Zungenbrennen auslösen.
Diagnose und Verlauf bei Zungenbrennen
Der Verlauf von Zungenbrennen richtet sich in der Regel stark nach der zugrunde liegenden Ursache. Kann eine Ursache klar diagnostiziert werden (beispielsweise eine der genannten Erkrankungen, eine Allergie oder Stoffe, die die Schleimhaut der Zunge reizen), verschwindet oder reduziert sich nach einer Behandlung in der Regel auch das Zungenbrennen wieder.
Schwieriger ist eine Prognose des Verlaufs, wenn psychosomatische Ursachen hinter dem Zungenbrennen stehen. Geht ein Zungenbrennen (selten) mit sichtbaren Veränderungen der Schleimhaut einher, empfiehlt sich der Besuch eines Arztes.
Diagnostiziert werden können die Ursachen von Zungenbrennen vor allem durch entsprechende Fachärzte wie Zahnärzte, Neurologen oder Hals-Nasen-Ohren-Ärzte. Eine möglichst klare Diagnose der Ursachen ist eine wichtige Voraussetzung für eine gezielte Behandlung des Zungenbrennens.
Behandlung von Zungenbrennen
Da das Zungenbrennen meist ein Symptom einer zugrunde liegenden Störung oder Erkrankung ist und kein eigenständiges Krankheitsbild, zielt eine Therapie des Zungenbrennens in der Regel auf die Bekämpfung der jeweiligen Ursache. So kann beispielsweise der Behandlungsplan einer Diabetes mellitus-Erkrankung überarbeitet werden oder Mangelerscheinungen durch gezielte Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel begegnet werden.
Liegen dem Zungenbrennen psychische Erkrankungen oder Beschwerden zugrunde, können beispielsweise verschiedene psychotherapeutische Verfahren zu einer Linderung der psychischen Problematiken und damit auch zu einer Linderung des Zungenbrennens beitragen.
Lässt sich keine eindeutige Ursache für ein Zungenbrennen feststellen und leidet ein Betroffener sehr unter dem Zungenbrennen, ist es auch möglich, zunächst lediglich dieses Symptom zu behandeln: Beispielsweise kann das Zungenbrennen dann durch verschiedene Arzneimittel oder Spüllösungen gelindert werden. Allerdings empfehlen Mediziner, auch weiterhin mögliche Ursachen aufmerksam zu betrachten.
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Vorbeugung von Zungenbrennen
Ist die Ursache für ein Zungenbrennen bekannt und konnte sie erfolgreich bekämpft werden, ist es einfacher, einem erneuten Zungenbrennen vorzubeugen, als bei unklarer Ursache: Wurde beispielsweise eine Allergie als ursächlich diagnostiziert, so ist es ratsam, den Kontakt mit entsprechenden Mitteln zu vermeiden oder (sofern möglich und erwünscht) eine Desensibilisierung durchführen zu lassen.
Liegen weder organische Grunderkrankungen noch psychische Problematiken vor, so kann unter anderem eine konsequente Mundhygiene möglichen Risikofaktoren für Zungenbrennen vorbeugen.
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Weitere Infos
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
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