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Schreckhaftigkeit

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. März 2014
Symptomat.deSymptome Schreckhaftigkeit

Die Schreckhaftigkeit ist ein Symptom verschiedener Erkrankungen. Das Erschrecken ist eine Reaktion des Körpers auf ein gerade passierendes Ereignis oder eine Passivreaktion auf ein bereits zurückliegendes Geschehnis. Die Schreckhaftigkeit wird durch das vegetative Nervensystem gesteuert und ist bewusst nicht steuerbar.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Schreckhaftigkeit?

Die Schreckhaftigkeit ist eine Angstreaktion des Körpers auf verschiedene Ereignisse, die bereits passiert sind oder die soeben passieren.

Die Schreckhaftigkeit hält zwischen einem Bruchteil von Sekunden bis hin zu max. einer Sekunde an. Das Erschrecken selbst ist gleich wieder vorbei, jedoch durch die immense Ausschüttung von Adrenalin wird der Körper noch für einige Minuten nach dem Ereignis in Aufregung versetzt.

Das aktive Erschrecken auf ein gerade ablaufendes Ereignis, ist eine normale und gesunde Reaktion des menschlichen Körpers. Als krankhaft wird die Schreckhaftigkeit bezeichnet, wenn kein Grund vorliegt oder wenn lange zurückliegende Ereignisse im Nachhinein immer wieder das vegetative Nervensystem überfluten und ein Erschrecken auslösen.

Ursachen für Schreckhaftigkeit

Die Schreckhaftigkeit bei einem aktiven Ereignis - z.B. hinter einem ertönt plötzlich ein lauter Knall - ist eine normale Reaktion des Körpers. Diese Reaktion ist in den Genen festgelegt. Für den Urmenschen war es überlebenswichtig, auf Gefahren sofort zu reagieren. Die Schreckhaftigkeit ist sozusagen ein Überbleibsel aus den Anfängen des Menschen.

Die Schreckhaftigkeit kann jedoch auch andere Ursachen haben. Häufig ist sie Symptom von verschiedenen Erkrankungen wie z.B. posttraumatische Belastungsstörung, Klaustrophobie, bipolare Störung, Schizophrenie, usw. Die Ursache für die Schreckhaftigkeit liegt in den meisten Fällen im psychischen Bereich.

Vergangene traumatische Ereignisse wie z.B. Missbrauch, Kriegserfahrungen, Naturkatastrophen, Technikkatastrophen wie z.B. Flugzeugabsturz (siehe auch Flugangst), aber auch körperliche und psychische Extrembelastungen wie z.B. lebensbedrohliche Erkrankungen, hinterlassen ihre Spuren in der menschlichen Psyche. Eine weitere Ursache für die Schreckhaftigkeit kann auch ein Alkohol-, Medikamenten- und Drogenmissbrauch sein.

Diagnose und Verlauf bei Schreckhaftigkeit

Diagnostiziert wird die Schreckhaftigkeit i.d.R. durch den Hausarzt, obwohl bei der Schreckhaftigkeit nicht als Krankheit gesprochen werden kann, da sie Symptom vieler anderer Erkrankungen ist. Aufgrund dessen sollte auch ein Neurologe oder Psychologe konsultiert werden, um den Grund für die Schreckhaftigkeit zu eruieren. Dies erfolgt über eine umfangreiche Anamnese (Erfassen der Krankheitsgeschichte) als auch ausführlicher in einer Gesprächstherapie.

Der Verlauf der Schreckhaftigkeit hängt davon ab, in welcher Ausprägung diese vorhanden ist. Das ganz normale Erschrecken ist nicht behandlungsbedürftig, da es in einem Bruchteil von Sekunden wieder vorbei ist und die nachfolgenden körperlichen Reaktionen innerhalb weniger Minuten abgeklungen sind.

Der Verlauf bei der chronischen Schreckhaftigkeit, hervorgerufen durch diverse psychische Erkrankungen, kann sich mitunter über Jahre erstrecken. Je nach Art und Erfolg einer Therapie, kann die Schreckhaftigkeit überwunden werden oder zumindest so weit positiv beeinflusst werden, dass sie sich nicht mehr nachteilig auf das Leben des Betroffenen auswirkt.

In manchen Fällen ist die Schreckhaftigkeit nicht therapierbar, so dass die Betroffenen ein Leben lang darunter leiden.

Behandlung und Therapie von Schreckhaftigkeit

Die Behandlung erster Wahl ist die Gesprächstherapie. Mit ihrer Hilfe ergründet man zu Beginn, warum man überhaupt eine Schreckhaftigkeit entwickelt hat. Erst wenn die Ursache für die Schreckhaftigkeit ergründet wurde, kann diese adäquat behandelt werden. In der Regel wird die Gesprächs- oder auch Psychotherapie weitergeführt, unterstützend kann eine Verhaltenstherapie durchgeführt werden.

Hierbei lernt der Betroffene sich seinen Ängsten zu stellen und diese in den Alltag zu integrieren. Des Weiteren werden traumatische Erlebnisse aus der Vergangenheit aufgearbeitet, so dass der Betroffene lernt mit diesen Geschehnissen zu leben. Bei leicht ausgeprägter Schreckhaftigkeit ist auch das Erlernen von Entspannungstechniken von Vorteil, da diese sich auch beruhigend auf die Psyche auswirken.

Unterstützend kann auch eine medikamentöse Behandlung erfolgen. Je nach Ursache der Schreckhaftigkeit können u.a. Antidepressiva, aber auch homöopathische Arzneimittel eingesetzt werden.

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Vorbeugung von Schreckhaftigkeit

Es gibt keine vorbeugenden Maßnahmen bei der Schreckhaftigkeit. Die Schreckhaftigkeit ist eine gesunde Reaktion des menschlichen Körpers und nicht vom Willen beeinflussbar, das heißt, sie kann nicht bewusst gesteuert werden. Vorbeugend kann man eine Gesprächs- oder Psychotherapie durchführen, um das Wiederauftreten von psychischen Erkrankungen zu mindern, deren Symptom häufig die Schreckhaftigkeit ist.

Hausmittel und Kräuter gegen Schreckhaftigkeit

  • Baldrian, als Tropfen eingenommen, beruhigt Nerven und Seele.
  • Melissentee sorgt für ruhigen und tiefen Schlaf.

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