Atemwegsinfektion

Eine Atemwegsinfektion charakterisiert eine Erkrankung der Atemorgane. Von dem häufig auftretenden Infekt sind entweder die oberen oder unteren Atemwege betroffen. Im Volksmund wird eine akute Atemwegsinfektion oftmals als Erkältung bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Definition Atemwegsinfektion

Verschiedenartige Krankheitserreger verursachen eine akute Atemwegsinfektion. Der davon betroffene Atemtrakt unterteilt sich in obere und untere Atemwege. Die oberen Atemorgane befinden sich außerhalb des Brustraumes. Dazu zählen Nase, Rachen und Nasennebenhöhlen. Der Kehlkopf stellt die Grenze der beiden Bereiche dar.

Zu den unteren Atemwegen gehören Luftröhre und Bronchien. Eine obere Atemwegsinfektion entsteht weitaus häufiger. Die Verlaufsform ist im Allgemeinen unkompliziert und problemlos therapierbar. Einer unteren Atemwegsinfektion obliegt meistenteils ein länger andauernder Erkrankungsprozess mit schwerwiegender Symptomatik.

Im Krankheitsverlauf können sich die Erreger ausbreiten. Infolgedessen entstehen diverse Begleiterkrankungen. So entfaltet sich beispielsweise bei Infektionen der oberen Atemwege eine bakterielle Mittelohrentzündung. Weiterhin kann ein Infekt der oberen Atemwege in eine untere Atemwegserkrankung übergehen. Eine chronische Verlaufsform kennzeichnen wiederkehrende oder besonders langwierige Symptome. Zu dieser Art der Atemwegsinfektion gehört beispielsweise eine chronisch obstruktive Bronchitis.

Ursachen für Atemwegsinfektion

Die Ursachen einer Atemwegsinfektion sind vielfältig. Normalerweise schützen die Schleimhäute der Atemorgane sowie das körpereigene Abwehrsystem den Organismus vor zahlreichen Krankheitserregern. Ist die natürliche Barriere jedoch gestört oder das Immunsystem geschwächt, kann eine Atemwegsinfektion entstehen.

Vorwiegend gelten unterschiedliche Viren als Verursacher der Erkrankung. Dennoch können Bakterien, selten auch Pilze, eine Atemwegsinfektion hervorrufen. Bakterien erzeugen beispielsweise Mittelohrentzündungen oder Nasennebenhöhlenentzündungen. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion.

Während des Hustens, Niesens oder Sprechens gelangen die Erreger in die Atemluft. Allerdings kann eine Atemwegsinfektion auch durch Schmier- oder Kontaktinfektion entstehen. Die Inkubationszeit einer Atemwegsinfektion beträgt wenige Stunden bis zu einigen Tagen.

Typische Symptome bei Atemwegsinfektion

Diagnose und Krankheitsverlauf bei Atemwegsinfektion

Schnupfen und Erkältung

Die Diagnose Atemwegsinfektion stellt der Arzt anhand der vorliegenden Dauer und Schwere der Symptomatik, nach eingehender Untersuchung und Befragung des Patienten. Zur Untersuchung gehört das Betrachten, Abklopfen, Abhören und Abtasten verschiedener Körperbereiche.

Der Erreger einer Atemwegsinfektion wird durch eine Blutabnahme nachgewiesen. Bei bakterieller Atemwegsinfektion ist eine erhöhte Konzentration von Leukozyten (weiße Blutkörperchen) im Blutbild sichtbar. Weiterhin kann ein Rachenabstrich einen Hinweis auf eine bakterielle Beteiligung geben.

Gegebenenfalls wird der Mediziner zusätzlich eine Röntgenaufnahme des Brustkorbes anfertigen. Bei einer persistenten Atemwegsinfektion und vorliegenden Auffälligkeiten kann zusätzlich eine Bronchoskopie (Lungenspiegelung) oder Computertomographie (CT) vorgenommen werden.

Im weiteren Verlauf der Atemwegsinfektion kann es zu Komplikationen kommen. Aufgrund dessen können Lungen-, Hirnhaut- oder Herzmuskelentzündungen entstehen. In der Regel entwickeln sich diese Erkrankungen durch eine sogenannte Zweitinfektion, auch Superinfektion genannt. Das Immunsystem ist bereits durch die Infektionskrankheit geschwächt, Bakterien überlagern die Viren.

Behandlung von Atemwegsinfektion

Die Therapie einer akuten Atemwegsinfektion hängt vom Erreger und Allgemeinbefinden des Erkrankten ab. Häufig genesen die Patienten ohne medikamentöse Behandlung. Die Therapie besteht lediglich darin, die Symptome zu lindern. Dazu eignen sich beispielsweise Dampf- oder Inhalationsbäder, verschiedene Wickelauflagen, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und körperliche Schonung.

Bei schwereren Verlaufsformen ist Bettruhe angezeigt. Weiterhin können apothekenpflichtige Arzneimittel die Begleiterscheinungen einer Atemwegsinfektion erfolgreich lindern. Dazu gehören, bei einer behinderten Nasenatmung, beispielsweise Nasensprays oder Nasentropfen. Für Beschwerden im Hals-Rachen-Raum eignen sich Gurgellösungen oder schmerz- und entzündungshemmende Lutschpräparate.

Leidet der Erkrankte einer Atemwegsinfektion hingegen unter Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen können Medikamente mit dem Inhaltsstoff Paracetamol oder Acetylsalicylsäure rasch zu einer Verbesserung des körperlichen Wohlbefindens führen.

Bei bakterieller Beteiligung einer Atemwegsinfektion verordnet der behandelnde Arzt stets ein Antibiotikum. Eine chronische Verlaufsform bedarf einer langfristigen Therapie. Bei einer unheilbaren obstruktiven (atmungsbehindernden) Atemwegsinfektion kann eine medikamentöse Langzeittherapie zu einer Linderung der Symptomatik führen.

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Vorbeugung von Atemwegsinfektion

Eine Atemwegsinfektion kann nicht immer zuverlässig verhindert werden. Vorrangig empfiehlt es sich, eine hinreichende Stärkung des Immunsystems vorzunehmen. Als Präventionsmaßnahmen eignen sich eine gesunde, vitaminreiche Ernährung, ausreichende Bewegung an der frischen Luft und der weitestgehende Verzicht auf Alkohol und Nikotin.

Dadurch ist der Körper oftmals in der Lage, eine Atemwegsinfektion selbstständig abzuwehren. Besonders anfällige, immungeschwächte Personen sollten Menschenansammlungen möglichst weitestgehend fernbleiben, um einer Atemwegsinfektion vorzubeugen.

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