Mitesser

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 31. Oktober 2017
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Mitesser bzw. Komedones sind Verstopfungen durch Verhornung von Talgdrüsenfollikel. Mitesser befinden sich zumeist auf der Nase bzw. den Nasenflügeln und sind oftmals deutlich durch ihre dunkle, pigmentartige Form und Farbe zu erkennen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Mitesser?

Beim Mitesser oder Komedo handelt es sich um eine Hautunreinheit, die sich häufig in der Folge durch den charakteristischen Pickel bemerkbar macht. Es gibt dabei verschiedene Formen. Besonders bekannt sind die weißen Komedonen, die zwar harmlos sind, aber aus ästhetischer Sicht als störend empfunden werden.

Daneben gibt es auch die schwarzen Komedonen, die sich aus der Urform entwickeln. Mitesser gelten als primäre Effloreszenz der Akne, also als erstes und hauptsächlich sichtbares Symptom. Sie können durch verschiedene andere Ursachen aber auch alleine auftreten.

Mitesser treten besonders häufig in der Pubertät bei Jugendlichen auf, können aber auch in abgeschwächter Form ein ganzes Leben lang immer wieder vorkommen. Mitesser sind neben den Pickeln ein typisches Symptom der Akne.

Ursachen

Mitesser entstehen dadurch, dass die Talgdrüsenfollikel der Haut übermäßig verhornen und deswegen verstopfen. Es entsteht schließlich ein Pfropf, der als Mitesser auf der Haut sichtbar wird. Es handelt sich dabei um so genannte geschlossene Komedonen, da die Haut hierdurch noch nicht aufgerissen ist. Sie lagern einen Pfropf aus Talg ein, der gerne manuell ausgedrückt wird, und neigen zur Entzündung. Offene Komedonen sind Mitesser, die bereits aufgerissen sind oder aufgedrückt wurden. Sie sind zunächst gelblich, verfärben sich dann aber schwarz, da sich der Inhalt des Mitessers mit dem Farbstoff Melanin vermischt hat und durch den Sauerstoff oxidiert ist, nicht etwa, wie man annehmen mag, durch Schmutz.

Mitesser sind das Hauptsymptom der Akne. Sie treten dann vor allem im Gesicht, an den Schultern und an der Brust auf. Allerdings gibt es auch andere Ursachen, beispielsweise hormonelle Schwankungen. Im Teenageralter sind diese normal und können bewirken, dass die Heranwachsenden viele Mitesser ausbilden. Auch Frauen bekommen gelegentlich vor der Regel vermehrt Mitesser.

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Krankheiten

Werden Mitesser nicht behandelt so treten auch keine Komplikationen auf. So der Anschein. Allerdings stimmt das nicht. Im Gegenteil. Ohne Behandlung verschwinden die Mitesser nicht. Sollte es sich bereits um eine Form der Akne handeln so kann sich ihr Zustand verschlechtern. Ohne Behandlung kann sich die Akne ungehindert ausbreiten und weitaus schlimmere Formen mit Bildung von Pusteln annehmen.

Komplikationen

Auf keinen Fall dürfen die Mitesser selbst ausgedrückt werden. Somit können Bakterien tief in die Haut eindringen. Außerdem wird die Haut dadurch gereizt. Die Mitesser werden dadurch auch nicht richtig entfernt und kommen nach einigen Tagen wieder. Zudem können sich durch das Ausdrücken die Poren böse entzünden.

Dadurch können am Schluss unansehnliche Narben entstehen. Unsachgemäße Anwendung von Kosmetika und Hausmitteln sämtlicher Art können ebenfalls das Hautbild verschlechtern. Die anzuwendenden Produkte müssen immer individuell auf den Hauttyp abgestimmt sein. Sind die Produkte zu fettig, können sie den Hautzustand verschlimmern. Ebenso können falsche Anwendungen die Haut austrocknen oder zu Hautreizungen führen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Mitesser sind lästig, aber im Normalfall kein Grund für einen Arztbesuch. Jeder Mensch kann das eigene Hautbild am besten beurteilen und entscheiden, ob es für seine Verhältnisse normal wirkt oder Mitesser außerhalb der gewohnten Muster auftreten. Das erste Mal im Leben kann das im Teenageralter passieren. Einige Mitesser sind unproblematisch; brechen sie dagegen nicht nur im Gesicht, sondern auch an anderen Stellen aus, gehen mit Eiterbildung einher und heilen nur narbig ab, sind sie ein Anzeichen für Akne.

Das kann nur der Arzt bestätigen und in diesem Zuge die richtige Behandlung in die Wege leiten. Ein rechtzeitiger Arztbesuch kann verhindern, dass betroffene Teenager später ein stark vernarbtes Hautbild bekommen, das nicht mehr abheilt. Ebenfalls hellhörig werden sollte man, wenn Mitesser außerhalb der bekannten Muster auftreten. Viele Frauen bekommen sie beispielsweise, wenn sie kurz vor ihrer Regelblutung stehen.

Treten sie auf, ohne dass eine Regelblutung einsetzt, sollte ein Termin beim Gynäkologen vereinbart werden. Ärztlich abklären lassen sollte man auch plötzliche, starke Ausbrüche von Mitessern, ohne dass ein Grund ersichtlich ist. Es ist möglich, dass die Mitesser eine organische Ursache haben. Denkbar ist auch, dass es sich gar nicht um Mitesser, sondern allergische oder überempfindliche Reaktionen der Haut auf Schadstoffe handelt. Erkennen und behandeln kann das jedoch nur ein Arzt.

Behandlung & Therapie

Mitesser treten besonders häufig in der Pubertät bei Jugendlichen auf, können aber auch in abgeschwächter Form ein ganzes Leben lang immer wieder vorkommen.

Häufig wird versucht, Mitesser durch Ausdrücken selbst zu entfernen. Das sollte aber auf keinen Fall gemacht werden - auf diese Weise werden die Poren nur weiter beschädigt und für Bakterien geöffnet, wodurch sich der Follikel entzünden und die Bakterien auch auf weitere Mitesser übertragen kann.

Stattdessen sollten die betroffenen Stellen der Haut mit einem Mittel eingerieben werden, das Salicylsäure oder Wasserstoffperoxid enthält. Salicylsäure öffnet die Poren, indem die oberste Hautschicht abgelöst wird - dadurch kann Talg leichter entweichen, alte Mitesser verschwinden und neue werden an der Entstehung gehindert, bevor sie auftreten können. Wasserstoffperoxid entfaltet seine Wirkung im Anschluss.

Es sorgt dafür, dass die mitesserbedingten Wunden heilen und nicht dafür sorgen, dass sich noch weitere Mitesser bilden. Auch Produkte mit Zinkoxid in größeren Mengen sind hilfreich, da sie die Heilung der Haut ebenfalls fördern. Wird eine Akne vermutet, sollte man sich allerdings an den Dermatologen wenden. Sie tritt vor allem im Teenageralter bzw. Pubertät auf und muss mit speziellen Mitteln behandelt werden, da sie andernfalls nicht verschwinden wird.

Aussicht & Prognose

Mitesser müssen nicht zwingend von einem Arzt behandelt werden und verschwinden in sehr vielen Fällen wieder von selbst. In der Regel werden vor allem Jugendliche und Kinder von Mitessern geplagt, was sich durch die Umstellung der Hormone in diesem Alter besonders stark auswirkt. Im Normalfall verschwinden die Mitesser innerhalb von wenigen Monaten wieder und es ist ein typisches Symptom, das im jugendlichen Alter auftritt.

Sollte sich der Patient mit den Mitessern allerdings unwohl fühlen, kann dieses Symptom auch durch einen Arzt behandelt werden. Der dafür zustände Arzt ist der Hautarzt. Alternativ kann auch eine Kosmetikerin aufgesucht werden. Der Erfolg der Behandlung kann jedoch nicht universell vorausgesagt werden.

Falls die Mitesser durch eine schlechte Hygiene auftreten, können sie relativ einfach wieder beseitigt werden. Hier hilft das Waschen der Gesichtspartien. Die Mitesser können auch hormonell bedingt auftreten, wobei eine Behandlung relativ kompliziert ist. Die Kosmetikerin kann die Mitesser allerdings temporär entfernen, sodass die Haut danach besser aussieht und sich auch besser anfühlt. Viele Produkte sind auch in der Drogerie und in der Apotheke erhältlich und können vom Patienten selbst angewendet werden.

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Vorbeugung

Die beste Vorbeugung gegen Mitesser besteht darin, möglichst auf Schadstoffe wie Alkohol, Zigarettenrauch und ungesundes, fettiges Essen zu verzichten. Wichtig sind dagegen frische Luft, Bewegung und viel gesunde Nahrung. Außerdem muss auf die richtige Reinigung der Haut geachtet werden.

Es ist falsch, die Haut ständig mit Seife zu waschen - dadurch verliert sie die schützende Fettschicht. Stattdessen sollte ein dermatologisch getestetes Mittel zur Reinigung der Haut verwendet werden, das nach Möglichkeit rückfettend ist. Dadurch wird der Haut ihre schützende Fettschicht sofort wiedergegeben und sie kann sich gegen Mitesser verteidigen.

Weiterhin kann auch regelmäßiger Ausdauersport und Sauna günstig auf die Haut einwirken und die Bildung von Mitessern und Pickeln unterbinden. Frisches Obst, Gemüse und Kräuter sollten die Grundlage für die tägliche Ernährung sein, um Pickeln und Mitessern nachhaltig vorzubeugen.

Das können Sie selbst tun

Mitesser lassen sich mit einer Reihe von alltäglichen Hausmitteln und Tricks behandeln. Neben einer gesteigerten Körperhygiene empfiehlt es sich, die Haut regelmäßig mit Hilfe eines Dampfbades zu reinigen und so von Mitessern zu befreien.

Größere Mitesser können mit verschiedenen Tinkturen behandelt werden. Die antibakterielle Wirkung von Apfelessig zeigt sich vor allem bei Menschen mit einer leicht fettenden Haut, während Bierhefe auch bei stark fettender Haut wirkt und die Pickel effektiv austrocknet. Eine Maske aus Honig oder Heilerde, die ähnlich wie Tinkturen auf die betroffenen Stellen aufgetragen wird, reinigt die Haut von sämtlichen Rückständen und reduziert damit auch die Entstehung von Mitessern erheblich. Ein echter Geheimtipp ist auch Quark, der in Form einer Gesichtsmaske oder eine reinigenden Lotion angewendet werden kann.

Spezielle Pflasterstrips aus der Apotheke helfen akut gegen Mitesser auf der Nase, sollten aufgrund ihrer reizenden Wirkung jedoch nur in Notfällen angewendet werden. Wirksamer sind Hausmittel wie Zinksalbe, Zahnpasta oder Zitronensaft, die ebenfalls einfach auf das Gesicht aufgetragen werden, wo sie die Mitesser austrocknen. Die Anwendung dieser Hausmittel sollte immer zuerst mit einem Allgemeinarzt oder Dermatologen besprochen werden.

Bücher über Mitesser & Pickel

Quellen

  • Bährle-Rapp, M.: Springer Lexikon Kosmetik und Körperpflege. Springer Medizin Verlag, Heidelberg 2007
  • Moll, I.: Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2016
  • Sterry, W.: Kurzlehrbuch Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2011

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