Scheidenausfluss
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Als Scheidenausfluss, Ausfluss aus der Scheide, Fluor genitalis, Weißfluss oder Vaginaler Ausfluss wird ein häufig ein Krankheitssymptom der Frau bezeichnet, bei welchem es im Verlauf zu einer gestörten Bildung der normalerweise nicht-krankhaften Scheidenflora kommt.
Definition Scheidenausfluss
Dabei kann vor allem die Farbe, der Geruch, die Konsistenz und die Menge des Scheidenausflusses betroffen sein. Eine gründliche Untersuchung beim Frauenarzt sollte dementsprechend statfinden, um Komplikationen und Krankheiten der weiblichen Geschlechtsorgange auszuschliessen.
Der Scheidenausfluss dient der Reinigung des Scheidenkanals und sollte in der Regel keine Beschwerden verursachen. Allerdings ist er oftmals einer der ersten Indikatoren für eine Erkrankung der Scheide - diese zeigen sich in übelriechendem, schmerzhaftem oder auffällig gefärbtem Scheidenausfluss und signalisieren, dass die Schleimhäute oder andere Teile des Geschlechtsorgans erkrankt sind.
Ursachen für Scheidenausfluss
Bei der Analyse wird auch auf die Konsistenz geachtet, denn jede Veränderung kann für einen anderen Zustand stehen. All diese Veränderungen gehören zur Gruppe der behandelbaren Erkrankungen, die in der Regel keine Komplikationen oder unangenehme Behandlungen mit sich bringen müssen, wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Anders sieht es aus, wenn der Scheidenausfluss blutig ist. Dies kann an einer einfachen Verletzung der Schleimhäute liegen, gilt aber auch als Warnsignal für Gebärmutterhals- oder Eierstockkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Auch besonders ungünstig gelegene Zysten können für blutigen Scheidenausfluss sorgen.
Krankheiten mit Scheidenausfluss
- Scheidenpilz (Vaginalpilz)
- Scheidenentzündung (Vaginitis)
- Gebärmutterhalskrebs
- Chlamydien (Chlamydien-Infektion)
- Bakterielle Vaginose
Symptomatischer Verlauf von Scheidenausfluss
Wenn sich der Scheidenausfluss aufgrund von Infektionen oder ähnlichen Erkrankungen entwickelt, tritt die Veränderung in der Regel einige Tage oder Wochen nach der Infektion mit dem Krankheitserreger auf. Die Inkubationszeit hängt stark vom jeweiligen Erreger ab - bei manchen beginnt die Veränderung des Ausflusses sofort, andere wiederum brauchen Wochen, bis sie sich entwickelt haben.
Wenn es sich jedoch um eine ernsthafte Erkrankung handelt, ist der krankhafte Scheidenausfluss oft eines der letzten Symptome, die sich entwickeln. Bei Gebärmutterhalskrebs zeigt er sich in manchen Fällen noch nicht einmal im Endstadium.
Zysten gehen hingegen zunächst mit starken Schmerzen im Unterbauch einher und führen erst dann zu Blutungen, wenn sie sich problematisch weiterentwickeln. Wenn sich im Scheidenausfluss Blut zeigt, ist davon auszugehen, dass die zugrundeliegende Erkrankung bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat und umgehend eine Behandlung erforderlich ist.
Behandlung von Scheidenauslfuss
Tritt ein ungewöhnlicher oder krankhafter Scheidenausfluss auf, so ist vom Arzt zunächst auf Krankheitserreger von Geschlechts- und Infektionskrankheiten hin untersuchen. Anschließend kann gezielt mit dem geeigneten Antibiotikum dagegen behandelt werden. Bei leichten Pilzinfektionen wird meist eine Creme verordnet, mit der die betroffenen Stellen der Scheide eingerieben werden müssen. Schwerere Infektionen werden durch ein orales Mittel kuriert.
Andere zugrundeliegende Erkrankungen müssen hingegen mit Antibiotika behandelt werden, die gespritzt oder intravenös verabreicht werden, um ihre Wirkung entfalten zu können. Der Scheidenausfluss normalisiert sich dadurch wieder und zeigt das Krankheitsende an. Krebs oder Zysten, die für blutigen Ausfluss sorgen, werden in der Regel operativ behandelt. Probleme durch Zysten sind dadurch bereits behoben und es kommt nicht mehr zu blutigem Scheidenausfluss, Krebs erfordert hingegen eine individuelle Nachbehandlung. Chemotherapie, Bestrahlung und operative Entfernung der befallenen Gewebsteile gehören zu den Standardtherapien, die eine Frau in diesem Fall zu erwarten hat.
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Vorbeugung von Scheidenausfluss
Wenn es innerhalb der Beziehung zu Betrug (Fremdgehen) gekommen ist oder die Frau dies vermutet, muss sie ihren Partner allein schon im eigenen gesundheitlichen Interesse darauf ansprechen und notfalls so lange auf den Geschlechtsverkehr verzichten oder mechanisch verhüten, bis sie Sicherheit hat.
Schon bevor die Frau Blut im Scheidenausfluss bemerkt, sollte sie sich regelmäßig gynäkologisch untersuchen und einen Abstrich des Muttermundes vornehmen lassen - dadurch lässt sich der gefährliche Gebärmutterhalskrebs frühzeitig erkennen und schmerz- und komplikationsfrei behandeln.
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