Scheidenpilz (Vaginalpilz)

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)

Ein Scheidenpilz (Vaginalpilz) ist eine Infektion im Bereich der Schleimhaut im Intimbereich der Frau, der Scheide bzw. Vagina. Schwangere Frauen und Frauen, die an Diabetes erkrankt sind leiden häufiger an Scheidenpilzen. Aber auch andere Faktoren können eine auslösende Ursache sein. Typische Anzeichen sind ein wässriger Ausfluss und starkes Jucken im Bereich der Scheide.

Inhaltsverzeichnis

Definition Scheidenpilz (Vaginalpilz)

Der Scheidenpilz, auch als Vaginalpilz bezeichnet, ist eine Infektion der Schleimhaut der weiblichen Scheide. Häufig ist dieser mit einem starken Juckreiz in der Scheide verbunden; auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sind bei dieser Krankheit durchaus keine Seltenheit. Weiterhin können ebenso Schmerzen beim Wasserlassen können vorkommen.

Zudem ist die Scheide meist sichtbar gerötet und geschwollen. Erkennbar ist diese Erkrankung auch anhand von Veränderungen der Schleimhaut - grau-weiße und krümelige Beläge können oft beobachtet werden. Der Scheidenpilz ist eine sehr häufige Form der Infektionserkrankung bei Frauen: immerhin drei von vier Frauen sind mindestens einmal in ihrem Leben von einem Scheidenpilz betroffen.

Ursachen für Scheidenpilz (Vaginalpilz)

Besonders häufig tritt Scheidenpilz bzw. Vaginalpilz bei schwangeren Frauen auf oder auch bei Frauen, die unter einer Diabetes leiden. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente kann zu diesem Symptom führen. Antibiotika gehören etwa zu diesen Medikamenten, welche einen Scheidenpilz begünstigen. Ebenso kann aber auch die Einnahme der Antibabypille zur Erkrankung Scheidenpilz führen.

Besonders bei einer Diabeteserkrankung ist das Immunsystem der Scheide geschwächt und Pilze können sich ungehindert ausbreiten. Erreger ist in den meisten Fällen ein Hefepilz, in den meisten Fällen wird dieser beim Geschlechtsverkehr übertragen. Doch auch eine mangelnde Hygiene kann zu Scheidenpilz führen. Auf der anderen Seite kann aber auch eine zu übertriebene Hygiene für den Befall von Scheidenpilz sorgen.

Doch auch andere Ursachen sind denkbar. So sind Frauen, die unter einer allgemein geschwächten Abwehr oder Stress leiden, anfälliger für den Scheidenpilz.

Symptome

Bei Scheidenpilz bzw. Vaginalpilz sind die typischen Symptone zumeist Jucken der Scheide (Vagina) sowie starker Juckreiz an den äußeren Geschlechtsorganen, also im Schambereich. Zusätzlich tritt eine Rötung und Schwellung der Vulva auf. Oftmals kommt es im Verlauf der Erkrankung zu einem krümeligen und weißlichen Ausfluss, dem sogenannten Fluor vaginalis. Nicht selten berichteten Betroffene Frauen auch von Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Schmerzen beim Wasserlassen (Urinieren).

Behandlung von Scheidenpilz (Vaginalpilz)

Sind erste Anzeichen eines Scheidenpilzes erkennbar, sollten betroffene Frauen einen Frauenarzt aufsuchen. Dieser wird einen sogenannten Abstrich machen, welcher im Labor untersucht wird. Wurde dann ein Scheidenpilz diagnostiziert, muss eine entsprechende Behandlung erfolgen. Mit dieser verschwinden die Symptome in der Regel aber innerhalb von drei bis vier Tagen.

Die Behandlung erfolgt in der Regel mit sogenannten Antimykotika, dies sind Medikamente speziell gegen Pilzerkrankungen. Scheidenzäpfchen und Salben helfen ebenfalls gut gegen diese Erkrankung. Tritt der Scheidenpilz bei einer Frau das erste Mal auf, verschwindet er in der Regel mit der entsprechenden Behandlung innerhalb von wenigen Tagen wieder.

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Vorbeugung von Scheidenpilz (Vaginalpilz)

Um Scheidenpilz vorzubeugen, sollte man auf eine ausreichende Hygiene im Genitalbereich achten. Auch der Partner sollte dazu angehalten werden. Allerdings darf man es mit der Körperhygiene auch nicht übertreiben und auf scharfe Badezusätze oder Cremes wenn möglich verzichten. Ebenso schaden Intimsprays meist mehr als sie nützen. Klares Wasser mit dem ph-Wert 7 ist am besten geeignet, um die Scheide zu reinigen.

Eng anliegende Bekleidung und Stoffe aus synthetischen Fasern kann einen Scheidenpilz ebenso begünstigen - auf diese sollte man bestenfalls verzichten. Besser ist Unterwäsche aus Baumwolle, Seide oder auch Hanf. Wichtig ist auch die Wahl der geeigneten Binden und Slipeinlagen. Diese sollten nicht mit Kunststoff beschichtet sein. Auch kann die Toilettenhygiene entscheidend sein; bei dieser sollten Sie stets von vorn nach hinten abwischen und niemals umgekehrt - so haben Bakterien und Pilze kaum eine Chance.

Wer bereits mehrfach von dieser Krankheit betroffen war, sollte einen einfachen, aber wirkungsvollen Trick anwenden: einfach einen mit Naturjoghurt getränkten Tampon über Nacht in die Scheide einführen. Dieser stellt den natürlichen Schutzmechanismus der Scheide wieder her.

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