Femidom

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
Startseite » Medikamente » Femidom

Das Femidom wird umgangssprachlich "Kondom für die Frau" oder "Frauenkondom" genannt. Dabei lässt der Name des Verhütungsmittels bereits darauf schließen, um was genau es sich bei diesem handelt – ein Femidom ist einem Kondom sehr ähnlich, wird allerdings nicht über den Penis des Mannes gestülpt, sondern in die Vagina der Frau eingeführt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Femidom?

Das Femidom wird, wie eingangs erwähnt, auch als "Frauenkondom" oder als „Kondom für die Frau“ bezeichnet. Der Grund ist, dass man sich bei der Entwicklung des Femidoms an das Kondom anlehnte.

Denn bei dem Verhütungsmittel für Frauen, das 1990 vorgestellt und auf den Markt gebracht wurde, handelt es sich um einen hauchdünnen Kunststoffschlauch, der vor dem Geschlechtsverkehr in die Vagina eingeführt wird.

Dadurch schützt das Femidom, ähnlich wie das Kondom, unter anderen vor einer ungewollten Schwangerschaft, aber auch vor Geschlechtskrankheiten.

Formen, Arten & Typen

In den meisten Fällen kommt das Femidom in einer schlauchartigen Einheitsform daher, die recht flexibel ist. Dadurch passt sich das Femidom in seinem Durchmesser der Weite der Vagina an.

In der Länge sind verschiedene Femidome erhältlich, die jedoch meistens zwischen 15 und 18 Zentimeter lang sind und gänzlich oder zum Teil entrollt werden können. Neben Femidomen aus Kunststoff (Polyethylen) gibt es auch Femidome aus Latex und verschiedene Sonderformen. So gibt es Femidome, die nicht in einem oberen Ring enden, sondern in einem Schwamm.

Des Weiteren gibt es Femidome, die durch kleine Haken vor dem Geschlechtsverkehr und vor Vergewaltigungen schützen sollen. Oftmals sind diese hinzukommend starr und "haken" sich am Täter fest.

Aufbau, Funktion & Wirkungsweise

Diese Version eines Femidoms vom Anfang des 19. Jahrhunderts ist mit den heutigen Versionen, welche weich und flexibel sind, wenig zu vergleichen.

Bei einem Femidom handelt es sich um einen bis zu 18 Zentimeter langen Kunststoff- oder Latexschlauch, der aus jeweils einem Ring am Anfang und Ende besteht. Die beiden Ringe werden bei richtiger Anwendung einmal vor dem Eingang der Scheide, außerhalb dieser, und innen vor dem Muttermund positioniert.

Da der Muttermund sehr empfindlich ist, sollte man das Femidom nur so weit entrollen wie nötig – soweit, dass der Partner den Penis beim Geschlechtsakt weitgehend uneingeschränkt in der Scheide bewegen kann, aber ohne dass der obere Ring des Femidoms dauerhaft gegen den Muttermund der Gebärmutter stößt.

Das Femidom ist sehr weich und flexibel und passt sich so der Länge und Weite der Vagina an. In seiner Anwendung ähnelt das Femidom einem Diaphragma, denn es wird entrollt und schließlich so weit wie möglich in die Scheide eingeführt. Hier wirkt es jedoch ähnlich wie ein Kondom, indem es einen direkten Kontakt des Penis und der Körperflüssigkeiten zwischen den beiden Partnern verhindert.

Hierdurch wird das Risiko auf eine Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten und einer ungewollten Schwangerschaft gesenkt.

Hier finden Sie Ihre Medikamente:

Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Bei korrekter Anwendung schützt das Femidom nicht nur vor einer ungewollten Schwangerschaft, sondern auch vor der Übertragung von Geschlechtskrankheiten.

Bestes Beispiel hierfür ist der HI-Virus, aber auch alle anderen Krankheiten, die über die Schleimhäute übertragen werden können. Der Pearl-Index des Femidoms liegt übrigens bei etwa 5 bis 25. Das bedeutet, dass Statistiken nach rund 5 bis 25 von 100 befragten Frauen, die nachweislich ein Jahr lang mit dem Femidom verhütet haben, trotzdem schwanger wurden.

Als direkter Vergleich: Der Pearl-Index eines Kondoms für den Mann liegt bei 2 bis 12. Der Grund dafür, dass der Pearl-Index des Femidoms etwas schlechter ausfällt, ist das erhöhte Risiko, dieses falsch anzuwenden. Denn gerade bei der Passgenauigkeit und der richtigen Anwendung muss man unter Umständen etwas üben. Jedoch hat das Femidom auch jede Menge Vorteile vorzuweisen.

In der Gegenüberstellung zu anderen Verhütungsmitteln für Frauen, beispielsweise die Pille oder das Diaphragma, wird hier nicht nur vor einer Schwangerschaft geschützt, sondern auch vor der Übertragung von Krankheiten. Im Vergleich zu einem Kondom schneidet das Femidom in Sachen Gefühlsechtheit und Flexibilität besser ab. Denn zum einen ist es nicht von der Steifheit des Penis abhängig und zum anderen kann es bereits Stunden vor dem eigentlichen Geschlechtsakt eingeführt werden.

Bücher über Geschlechtskrankheiten

Diese Seite teilen:

Das könnte Sie auch interessieren:

Bekannt aus: