Gebärmutterhalskrebs

Der Gebärmutterhalskrebs oder Zervixkarzinom ist eine bösartige Veränderung des Gebärmutterhalsgewebes. Sofern die Krebserkrankung rechtzeitig diagnostiziert wird, ist die Krankheite fast zu 100 Prozent heilbar.

Inhaltsverzeichnis

Definition Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs, in der medizinischen Fachsprache auch als Zervixkarzinom bezeichnet, ist ein Sammelbegriff für alle bösartigen Veränderungen im Bereich des Gebärmutterhalses. Als Gebärmutterhals wird der Bereich des weiblichen Körpers bezeichnet, welcher die Scheide mit der Gebärmutter verbindet.

Die Krankheit tritt vermehrt im Alter zwischen 35 und 55 Jahren sowie nach dem 65. Lebensjahr auf. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 6.000 Frauen an dieser Krankheit.

Die häufigste Ursache des Gebärmutterhalskrebs ist eine Infektion durch das Papillomavirus (HPV) bei ungeschützem Sexualverkehr.

Ursachen für Gebärmutterhalskrebs

Hauptursache für den Gebärmutterhalskrebs ist die Infektion mit dem humanen Papillomavirus; dies geschieht meist beim ungeschützten Geschlechtsverkehr. Diese Infektionen sind durchaus nicht selten - immerhin 80 Prozent der deutschen Bevölkerung stecken sich mindestens einmal in ihrem Leben mit diesem Virus an. Die meisten der betroffenen Patienten bemerken von dieser Infektion jedoch nichts, zumal diese meist keine Schmerzen verursacht. Nur bei 20 Prozent der Patienten verbleibt der Virus im Körper und lediglich bei fünf Prozent der Betroffenen entwickelt sich daraus der Gebärmutterhalskrebs.

Natürlich begünstigen aber auch noch andere Faktoren diese Krebserkrankung, unter anderem sind Raucherinnen deutlich häufiger betroffen und auch bei einem geschwächten Immunsystem, beispielsweise einer HIV-Infektion, ist das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, deutlich höher.

Auch das Einnehmen hormoneller Verhütungsmittel, wie der Pille, wird von Experten als ein Risikofaktor für den Ausbruch der Erkrankung Gebärmutterhalskrebs angesehen. Darüber hinaus kann dieser Virus noch andere Symptome auslösen, unter anderem Haut- oder Genitalwarzen. Bereits seit 2007 empfiehlt das Robert-Koch-Institut daher, sich gegen diese Viren impfen zu lassen - dies gilt insbesondere für junge Mädchen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren.

Typische Symptome und Anzeichen für Gebärmutterhalskrebs

Krankheitsverlauf Gebärmutterhalskrebs

Durch die Lage des Gebärmutterhalses ist diese Art von Krebs meist bereits im Frühstadium erkennbar. Wer sich regelmäßig von seinem Frauenarzt untersuchen lässt, hat gute Chancen, dass dieser frühzeitig erkannt wird. Im Frühstadium erkannt, ist diese Form von Krebs zu 100 Prozent heilbar.

Diese Krebsart verursacht im Frühstadium keinerlei Symptome und auch wenn der Krebs bereits weiter fortgeschritten ist, klagen die meisten Patienten kaum über Beschwerden. Bisweilen können jedoch Symptome wie ein übel riechender oder auch blutiger Ausfluss ebenso auftreten wie Schmierblutungen nach dem Geschlechtsverkehr. Auch Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang sind durchaus keine Seltenheit. Einseitig geschwollene Beine können ebenso auf diese Erkrankung deuten wie nicht definierbare Bauch-, Becken- oder Rückenschmerzen.

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Behandlung von Gebärmutterhalskrebs

In den meisten Fällen der Gebärmutterhalskrebs-Erkrankung genügt ein kleiner operativer Eingriff am Gebärmutterhals, die sogenannte Konisation. Auch die Laserchirurgie kann im Anfangsstadium gute Heilaussichten versprechen. Vorteil dieser beiden Behandlungsmethoden ist zudem, dass die Gebärmutter vollständig erhalten bleibt. Auch sind spätere Schwangerschaften nach dem Eingriff durchaus noch möglich.

Ist der Gebärmutterhalskrebs bereits weiter fortgeschritten, muss allerdings eine größere Operation oder bei Bedarf auch eine Strahlentherapie erfolgen. Diese wird in Einzelfällen auch mit einer Chemotherapie kombiniert. Die Ärzte unterscheiden zudem einen Gebärmutterhalskrebs von einer Vorstufe dieser Erkrankung. In diesem Fall bilden sich die Unregelmäßigkeiten der Zellen auch häufig von selbst wieder zurück.

Wurden solche Unregelmäßigkeiten diagnostiziert, sollte man in regelmäßigen Abständen Abstriche der Scheide durchführen lassen. Bleibt diese Zellveränderung über einen längeren Zeitraum bestehen, muss der Arzt den betroffenen Bereich eventuell entfernen. Die Behandlung hängt also in erster Linie davon ab, wie weit der Krebs bereits fortgeschritten ist.

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