Zyklusstörungen
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Zyklusstörungen, Menstruationsstörungen oder Menstruationsbeschwerden sind symptomatische Störungen des gesunden Zyklus der Frau.
Was sind Zyklusstörungen?
Weitere Abweichungen können das Ausbleiben der Monatsblutung, Amenorrhö genannt, oder Zwischenblutungen, also Blutungen, die zusätzlich zur Menstruation auftreten, sein. Es kann sich natürlich auch um Blutungen handeln, die auf Krankenheiten zurückzuführen sind, wie zum Beispiel bei Gebärmutterhalskrebs.
Oftmals varriert dabei die Intensität und zeitliche Frequenz (Intervall) der Regelblutung. Zu diesen Störungen und Abweichungen kann auch das ausbleiben der Menstruation ohne Schwangerschaft gehören. Die Ursachen sind zumeist hormonell oder organisch begründet und sollten vom Facharzt untersucht werden.
Ursachen für Zyklusstörungen
Für Zyklusstörungen und Menstruationsbeschwerden gibt es vielerlei Ursachen. Für Menstruationszyklen findet man in vielen medizinischen Werken den Standardwert von 28 Tagen. Er wird vom ersten Tag des Einsetzens der Blutung bis zu den ersten Tagen, bis die nächste Blutung anfängt. Allerdings ist der Zyklus nur bei rund zehn Prozent aller geschlechtsreifen Frauen konstant. Als normal gilt auch ein Zyklus, der zwischen 21 bis 35 Tage dauert.
Eine davon ist Oligomenorrhoe. Davon spricht man, wenn der Abstand zwischen den Zyklen mehr als 35 Tage beträgt. Die Blutungen sind dann meist schwach und kurz. Grund für diese Störungen sind meisten Stress und übermäßige Belastungen. Der Eisprung findet dann verzögert oder gar nicht statt und führt dazu, dass sich der Hormonkreislauf ändert. Selten sind Zysten für den langen Zyklus verantwortlich.
Weitere Erkrankung könnte die Polymenorrhoe sein. Davon spricht man, wenn der Zyklus weniger als 21 Tage lang ist. Ursachen dafür können einerseits ein sehr früher oder ein fehlender Eisprung sein. Andere Hauptursache kann eine verkürzte Gelbkörperphase sein, das heißt, die Eizelle hat nicht genügend Zeit, sich einzunisten. Weitere Zyklusstörungen beziehen sich auf eine unnormale Blutungsstärke und verlängerte Blutungsdauer.
Krankheiten mit Regelstörungen
- Wechseljahre
- Gebärmutterhalskrebs
- PCO-Syndrom (polyzystisches Ovarialsyndrom)
- Turner-Syndrom
- Menorrhagie (lange und starke Regelblutung)
Behandlung und Therapie von Menstruationsbeschwerden
Grundsätzlich sollte man alle beschriebenen Zyklusstörungen vom Gynäkologen untersuchen lassen. Behandlungen sind notwendig, wenn die Ursache der Störungen organischer Natur sind, zum Beispiel bei Zysten oder Entzündungen im Gebärmutterbereich.
Wenn bei der Oligomenorrhoe und der Polymenorrhoe organische Ursachen ausgeschlossen werden können, müssen sie nicht unbedingt behandelt werden, wenn die Betroffenen sich wohl fühlen und das Allgemeinbefinden gut ist. Bei allen Störungen muss aber unbedingt eine Behandlung erfolgen, wenn bei den betroffenen Frauen ein Kinderwunsch besteht. Je nachdem, welche Grundkrankheit vorliegt, wird der Arzt zum Beispiel Hormonpräparate verschreiben oder Antibiotika gegen Entzündungen.
Ansonsten helfen in vielen Fällen Entspannung und Stressvermeidung. Die betroffenen Frauen können sich teilweise auch selbst helfen, indem sie homöopathische oder pflanzliche Mittel einnehmen.
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Vorbeugung gegen Menstruationsbeschwerden
Hilfreich ist es auch, wenn man einen Zykluskalender führt, in den Beginn, Dauer und Stärke der Menstruation eingetragen werden. Falls man dann Auffälligkeiten findet und zum Arzt geht, kann er eine schnellere und genauere Diagnose anhand des Zykluskalenders stellen.
Um das körperliche Wohlbefinden und den hormonellen Kreislauf zu stabilisieren, empfehlen sich Moorvollbäder.
Bücher über Menstruationsbeschwerden
Weitere Infos
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
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