Mönchspfeffer

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 2. Dezember 2016
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Mönchspfeffer ist eine wirksame Heilpflanze, die überwiegend zur Behandlung von Frauenleiden eingesetzt wird. Doch auch der Mann kann von der Wirkung der gesunden Inhaltsstoffe profitieren. Die Heilkraft des Mönchspfeffers war schon in der Antike bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau von Mönchspfeffer

Der botanisch korrekte Name des Mönchspfeffers lautet „Vitex Agnus Castus". Übersetzt bedeutet das „keusches Lamm“. Und so findet man in jedem alten Klostergarten den Mönchspfeffer, der im Männerorden nämlich die fleischlichen Gelüste der Mönche vertreiben sollte.

Daher kommt wohl der erste Teil des Namens. Mönchspfeffer wirkt beim Mann, in größeren Mengen genommen, lustdämpfend. Die Frau profitiert von seiner ausgleichenden Wirkung in Bezug auf die Geschlechtsorgane. Als Standort bevorzugt der Mönchspfeffer–Strauch feuchte Stellen wie Uferböschungen oder Feuchtwiesen.

Er ist weit verbreitet und wächst sogar auf dem Balkan und in Indien. Seine blau–violetten Blüten tragen im Spätsommer kleine Früchte, die einen scharfen, leicht pfeffrigen Geschmack haben, was den zweiten Teil seines Namens erklärt.

Anwendung & Verwendung

Mönchspeffer oder „Keuschlamm“, wie er auch genannt wird, ist als Heilpflanze anerkannt. Die Kommission ESCOP und die Kommission E, beides renommierte wissenschaftliche Stellen zur Beurteilung pflanzlicher Heilmittel, bestätigen unabhängig voneinander die Wirksamkeit vor allem für Frauen mit einigen typischen Beschwerdebildern.

Vitex Agnus Castus kann mit seinen hormonähnlichen Wirkstoffen – man spricht hier von Phytohormonen – den Hormonhaushalt der Frau beeinflussen und dadurch die natürlichen Schwankungen im weiblichen Zyklus ausgleichen. Da ihm ein positiver Effekt auch bei Prostata–Erkrankungen und Hodenentzündungen zugeschrieben wird, ist Mönchspfeffer auch für den Mann ein wertvolles Heilmittel.

Der botanisch korrekte Name des Mönchspfeffers lautet „Vitex Agnus Castus".

Vor allem die zerkleinerten Früchte werden in Kapselform, Dragee (Mono– oder Kombipräparate) oder Tropfen angeboten, die Blätter als Tee. Die Präparate sollten aus gesicherter Herkunft mit schonender Verarbeitung stammen. Bio-Anbau, also frei von Pestiziden und Düngemitteln, ist unbedingt empfehlenswert. Wer unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder –allergien leidet, vegetarisch oder vegan lebt, sollte außerdem auf entsprechende Begleitstoffe wie Gluten, Laktose, tierische Gelatine usw. achten.

Wie bei praktisch allen naturheilkundlichen Mitteln setzt die Wirkung erst nach einiger Zeit der Einnahme vollständig ein. Daher ist eine kurmäßige Anwendung von mindestens drei Monaten erforderlich. Da man sagt: „Alles, was eine Wirkung hat, kann auch eine Nebenwirkung haben“, ist auch bei Mönchspfeffer in seltenen Fällen damit zu rechnen. Das kann sich als Hautausschlag, –jucken oder –kribbeln äußern. Personen, die Dopamin–Medikamente nehmen müssen, sollten keinen Mönchspfeffer anwenden, da die Heilpflanze selbst dopaminähnliche Wirkung hat.

Bedeutung für Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Die gesundheitliche Bedeutung des Mönchspfeffers für Frauen aufgrund der Phytohormone wurde bereits herausgestellt. Das betrifft insbesondere das Prämenstruelle Syndrom (PMS) mit Spannungen in der Brust, Schmierblutungen, Migräneanfällen, Blähungen, Hautunreinheiten und auch Gereiztheit oder depressiven Verstimmungen.

Das sind Symptome, unter denen Frauen auch zu Beginn des Klimakteriums (Wechseljahre) vielfach leiden. Daher liegt es nahe, dass hier ebenfalls ein breites Einsatzgebiet für Agnus Castus liegt. Auch bei Zyklusunregelmäßigkeiten und schmerzhaften Monatsblutungen hat sich Mönchspfeffer gut bewährt. In der Stillzeit wird er zur Förderung der Milchbildung eingesetzt. Leichte Beschwerden können mit einem Tee behandelt werden, stärkere Symptome mit einem standardisierten Präparat mit garantierter Wirkstoffmenge. Hier wird der Arzt oder Heilpraktiker ein geeignetes Präparat benennen.

Der hohe gesundheitliche Wert des Mönchspfeffers, vor allem seiner Früchte, liegt auch im hohen Gehalt an ätherischen Ölen, den fetten Ölen, Gerbstoffen, Bitterstoffen und diversen Flavonoiden (z.B. Casticin). Diese sekundären Pflanzenstoffe haben unter anderem eine Schutzwirkung vor den so genannten „Freien Radikalen“. Damit besitzt Mönchspeffer insgesamt einen positiven Einfluss auf die Gesundheit.

In der klassischen Homöopathie wird Vitex Agnus Castus auch bei Neurasthenie, einer Erkrankung des Nervensystems, sowie bei chronischen Verstauchungen und Verrenkungen eingesetzt. Haupteinsatzgebiete bleiben jedoch die verschiedenen Frauenleiden und –beschwerden. Da Mönchspfeffer ein Arzneimittel ist, also keine Nahrungsergänzung, sollte es nur nach Rücksprache mit dem Gynäkologen oder Heilpraktiker und in vorgeschriebener Dosierung eingenommen werden. Ein vorbeugender Effekt von Agnus Castus ist nicht bekannt.

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