Stinkender Urin

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. August 2014
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Die natürlichen Ausscheidungen des Organismus können aufgrund von deren Beschaffenheit Auskünfte über unterschiedliche Störungen und Erkrankungen geben. Ein wichtiges Kriterium stellt in diesem Bezug übelriechender bzw. stinkenden Urin oder Harn dar.

Inhaltsverzeichnis

Was ist stinkender Urin?

Übelriechender Urin ist ein deutliches Hinweiszeichen auf unterschiedliche gesundheitliche Beeinträchtigungen. Übelriechender Urin wird in den meisten Fällen von den Betroffenen selbst wahrgenommen und löst oftmals den Gang zum Arzt aus.

Stinkender Urin nimmt darüber hinaus in der Diagnostik von Erkrankungen ohne auftretende schmerzhafte Symptome eine zentrale Position ein. Dadurch kann übelriechender Urin auch bislang versteckte Krankheiten aufdecken.

Unangenehm riechender Urin entsteht in Folge einer bakteriellen Zersetzung von ausgeschiedenen Substanzen. Normalerweise ist frischer Urin geruchlos. Erst durch das Auftreten einer bakteriellen Infektion oder anderen Ursachen kann es zur Entstehung von übelriechendem Harn kommen.

Ursachen für stinkenden Urin

Die Ursachen, die zu einem Auftreten von übelriechendem Urin führen, können auf dem Wege der modernen diagnostischen Möglichkeiten meist schnell abgeklärt werden.

Stinkender Urin ist ein deutliches natürliches Hinweiszeichen des Körpers, dass es sich entweder um eine Störung des Stoffwechsels oder um eine infektiöse Erkrankung der ableitenden Harnwege handelt. Darüber hinaus sind einzelne Tumore der Blase verantwortlich dafür, dass übelriechender Harn entstehen kann.

Durch die Aufnahme einiger Nahrungsmittel, zu denen beispielsweise Spargel gehört, kann schlecht riechenden Urin ebenfalls auftreten. Typisch ist übelriechender Harn bei einer Entgleisung des Stoffwechsels in Bezug auf eine vorliegende Zuckerkrankheit. Der Urin kann dann stark fruchtig riechen. Die Fachärzte stellen in dieser Situation eine Diabetische Stoffwechselentgleisung fest.

Typische und häufige Krankheiten mit stinkendem Urin

Behandlung und Therapie bei stinkendem Urin

Nach der Erkennung der jeweiligen Erkrankungsursache, bei der übelriechender Urin auftritt, kann eine entsprechende Therapie erfolgen. Weist unangenehm riechender Urin einen eher fauligen, verwesungsartigen Geruch auf, kann eine bakterielle Infektion der Harnwege oder der Niere nicht ausgeschlossen sein.

Eine weitere Ursache, die zu einem übelriechenden Harn führt, kann die sogenannte Ahornsirupkrankheit sein. Bei dieser Erkrankung entsteht übelriechender Urin durch eine Störung des Proteinstoffwechsels. Der stinkende Harn zeichnet sich durch einen Geruch nach Ahornsirup aus. Es erfolgt eine Überwachung der Proteinaufnahme und verschiedener anderer behandlungsrelevanter Maßnahmen.

Um einen schlecht riechenden Harn durch eine Übersäuerung oder Azidose bei zu hohen Zuckerwerten im Zusammenhang mit Diabetes mellitus zu vermeiden, muss der Patient oder die Patientin richtig eingestellt werden oder sich diätetisch ernähren. Das heißt, dass zur Vermeidung von übelriechendem Urin in diesen Fällen eine genaue und zeitnahe Überwachung der Konzentration des Blutzuckerwertes erfolgt. Dieser kann durch die Einnahme von Medikamenten oder eine gezielte Injektion mit Insulin eingestellt werden.

Tritt ein übelriechender Harn auf der Grundlage eines chronischen Funktionsverlustes der Nieren auf, ist ebenfalls eine angemessene Therapie durchzuführen. Wurde eine infektiöse Erkrankung der Nieren, der Harnleiter und/oder der Blase festgestellt, kann eine medikamentöse Behandlung mit Antibiotika eingeleitet werden. Schlagen die antibiotisch wirkenden Arzneimittel an, wird der übelriechende Urin bald vergehen.

Unterstützend werden meist krampflösende und schmerzstillende Arzneistoffe verabreicht. Unkomplizierte Infektionen sprechen meist schnell auf diese Behandlungsform an. Handelt es sich im Zusammenhang mit übelriechendem Harn um eine Blasenentzündung, die ständig wiederkehrt, kann der Harn mit speziellen Wirkstoffen in einen sauren pH-Wert überführt werden.

Das saure Milieu führt bei stinkendem Harn dazu, dass bakterielle Keime absterben. Diese Medikamente werden als vorbeugende Antibiotika bezeichnet und können bei permanent auftretendem übelriechendem Urin nach eingehender Diagnostik sinnvoll sein.

Um bei einer bakteriellen Erkrankung der ableitenden Harnwege dem übelriechenden Harn beizukommen, sind auch verschiedene natürliche Substanzen wie Gerbstoffe im Preiselbeersaft und Extrakte der Bärentraubenblätter in Tee hilfreich.

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Vorbeugung von stinkendem Urin

Stinkendem Harnstoff kann vorgebeugt werden, indem auf eine gute Gesundheit geachtet wird. Dies betrifft insbesondere die Nieren und die ableitenden Harnwege. Um übelriechenden Urin zu vermeiden, kann auf verschiedene Nahrungsmittel und auf einige Medikamente verzichtet werden, wenn dies möglich ist.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

foehtchen kommentierte am 01.03.2013 um 16:14 Uhr

Seit einiger Zeit (ca. 2 Monaten) riecht mein Urin
sehr streng, ähnlich wie eingenässt. Kann das an Medikamenten wie Johanniskraut oder Lyrica liegen?

Sonja kommentierte am 05.04.2013 um 17:11 Uhr

Mein Urin stinkt schon seit etwas über einem halben Jahr. Untersuchung beim Frauenarzt, Urologen, Ultraschall und Röhre sowie Zuckertests brachten kein Ergebnis. Nach der Einnahme von Antibiotiken wurde es etwas besser. Nun beginnt aber alles wieder von vorn mit Schmerzen im Unterleib (rechtsseitig). Wer kann mir helfen?

molliwolli kommentierte am 06.04.2013 um 20:12 Uhr

Liebe Sonja, habe ewig unter schlimmen Harnwegsinfekten gelitten und die dann mit Angocin N weg gekriegt - google doch einfach mal! Alles Gute und lieben Gruß

Symptomat kommentierte am 19.12.2014 um 09:42 Uhr

Pi 3 kommentierte am 21.05.2013 um 13:35 Uhr

Mein Urin riecht nur manchmal etwas auffällig, aber es ist schwer zu beschreiben wie. Am ehesten trifft diese Beschreibung zu: Verstärkter Uringeruch. Ist das bedenklich?

jenny kommentierte am 23.10.2014 um 02:01 Uhr

Hallo, ich leide seit Wochen unter diesem Problem. Nebenbei habe ich sehr starke Unterleibsschmerzen. Ich habe gelesen, dass man sehr viel trinken soll, leider hilft das bei mir nicht wirklich. Morgen lasse ich das von meinem Hausarzt abklären. Ich wünsche allen mit dem gleichen Problemchen gute Besserung.