Rote Flecken im Gesicht

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 4. November 2017
Startseite » Symptome » Gesicht » Rote Flecken im Gesicht

Die Bildung roter Flecken im Gesicht stellt sich insbesondere nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel ein. Ebenso kann darin aber auch eine Reaktion auf Stress oder Wärme gesehen werden. Die Ursachen liegen jedoch meist tief im Organismus verborgen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind rote Flecken im Gesicht?

Die Krankheit umfasst eine Verfärbung der Haut im Gesicht. Hierbei sind regelmäßig die Partien der Wangen, der Stirn sowie des Kinns von einer rötlichen Fleckenbildung betroffen. In selteneren Fällen erstreckt sich der optische Makel jedoch auf das gesamte Gesicht und spart dabei lediglich kleinere Flächen rund um die Augen aus. Erwachsene Personen können davon ebenso befallen sein wie Kinder. Meist ist eine Anhäufung in jungen Jahren auch häufiger festzustellen.

Hier käme eine Schwäche des Immunsystems in Betracht. Je nach Ursache geht die Rötung mit weiteren Symptomen einher. Dazu können ein anwachsender Juckreiz, die Ausprägung von Pickeln und Eiterpusteln oder auch die Entstehung von Narben gehören. Allerdings erweist sich die Diagnose oft als schwierig, da mehrere tief im Organismus verwurzelte Krankheitsbilder als Auslöser gelten.

Die Verfärbungen sind insofern aber nicht ansteckend und sollten selbst ohne Behandlung nach wenigen Stunden – maximal nach drei bis fünf Tagen – auf natürlichem Wege nachlassen. Erst bei länger anhaltenden oder häufiger wiederkehrenden Beschwerden müsste ein Arzt konsultiert werden.

Ursachen

Die Ursachen für die Fleckenbildung können sich unterschiedlich gestalten. Einerseits kommt hierbei eine Form der Unverträglichkeit auf Nahrungsmittel oder äußere und innere Einflüsse wie Wärme sowie Stress in Betracht. In diesem Falle reagiert die Haut im Gesicht als Ausscheidungsorgan, das Giftstoffe oder Schlacken absondert.

Diese sammeln sich zunächst unter der Haut an und formen dabei rötliche Pickel. Ebenso könnte die Verfärbung auch als direkte Reaktion auf unverträgliche Stoffe gewertet werden. Sie treten besonders häufig bei der Histamin- oder Fructoseintoleranz auf. Der Körper wehrt sich dabei gegen die ihm verabreichten Produkte. In einigen Situationen bilden sich die farbigen Punkte somit schon nach dem Verzehr von säurehaltigem Obst wie Erdbeeren oder Orangen.

Andererseits muss neben den Erscheinungsbildern der Unverträglichkeit auch eine allgemeine Schwäche des Immunsystems als zweite große Ursache angesehen werden. Hierbei sind Folgeerkrankungen wie Rheuma, Arthritis oder die Neurodermitis regelmäßig zu beobachten. Die Punkte auf der Gesichtshaut könnten somit auch ein Ekzem darstellen. Oftmals handelt es sich hierbei um genetisch bedingte Defekte im Organismus.

Hier finden Sie Ihre Medikamente:

Diagnose & Verlauf

Die Bildung roter Flecken im Gesicht stellt sich insbesondere nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel ein. Ebenso kann darin aber auch eine Reaktion auf Stress oder Wärme gesehen werden.

Auch der Verlauf der einzelnen Symptome gestaltet sich je nach ursächlicher Krankheit. Eine normale Reaktion im Rahmen der Allergie sollte binnen wenigen Tagen abklingen, sofern das unverträgliche Produkt nicht weiterhin konsumiert wird. Hier stellen sich folglich relativ schnelle Erfolge ein, die aber durch entsprechende Präparate unterstützt werden können.

Etwas anders sieht es dagegen bei der grundlegenden Schwächung des Immunsystems aus. Hat sich ein Ekzem im Gesicht ausgebreitet, kann es dort einige Tage oder sogar Wochen verbleiben. Hier wäre im weiteren Verlauf mit einem stärker werdenden Juckreiz zu rechnen. Einige der Punkte tendieren zur Wundbildung. Werden sie durch das Kratzen des Betroffenen oder durch aggressive Reinigungs- und Kosmetikprodukte geöffnet, können auch Narben entstehen.

Ebenso muss im Rahmen des Abklingens mit einer schorfigen Kruste gerechnet werden. Sie symbolisiert indes den Heilungsprozess und sollte daher nicht entfernt werden. Für eine genauere Diagnose ist in beiden Fällen – sowohl bei der Unverträglichkeit als auch bei der Neurodermitis – aber ein Facharzt zu befragen.

Komplikationen

Rote Flecken im Gesicht haben verschiedene Ursachen und diese haben verschiedene Komplikationen. So kann eine Rötung typischerweise aufgrund der Infektionskrankheit Scharlach entstehen. Normalerweise heilt ein Scharlach behandelt ohne weitere Folgen ab. Unbehandelt kann sich die Erkrankung auf verschiedene Organe ausbreiten, so dass beispielsweise eine Mittelohr- oder Nasennebenhöhlenentzündung entsteht (Otitis media bzw Sinusitis).

Auch Abszesse in Gelenken, Lunge oder sogar im Gehirn sind denkbar. Eine seltene, aber gefürchtete Komplikation ist die Bildung von Toxinen der Streptokokken, die darauf einen Schock auslösen können (Toxic Shock-Syndrome). Ebenfalls selten können sich Antikörper gegen die Erreger ausbilden, die körpereigene Organe angreifen können.

Daraus können sich Folgeerkrankungen wie eine Entzündung der Nierenkörperchen (Glomerulonephritis), was im schlimmsten Falle in ein Nierenversagen enden kann, oder ein Rheumatisches Fieber entwickeln. Das Rheumatische Fieber befällt Gelenke und Herz. Des Weiteren kann ein Systemischer Lupus erythematodes (SLE) ebenfalls die roten Flecken im Gesicht verursachen.

Diese Autoimmunerkrankung kann in einigen Fällen auf das Gehirn übergreifen, so dass es zu Lähmungen oder epileptischen Anfällen kommen kann. Auch eine Zerstörung des Nierengewebes ist denkbar. Daneben kann eine Allergie ebenfalls durch eine Histaminausschüttung das Gesicht röten. Neben einer Schwellung der Atemwege und der Drohung einer Erstickung, kann ein Allergen bis hin zum anaphylaktischen Schock führen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

In vielen Fällen treten die roten Flecken im Gesicht nur temporär auf und verschwinden wieder von alleine. In diesem Fall ist keine Behandlung durch einen Arzt notwendig. Oft treten die Flecken im Gesicht bei einer Allergie oder bei einer Unverträglichkeit auf. Nach einer kurzen Zeit verschwinden die roten Flecken allerdings wieder, wenn der Körper die jeweiligen Inhaltsstoffe wieder abgebaut hat. Dabei muss kein Arzt aufgesucht werden, wenn es zu keinen weiteren Beschwerden kommt. Sollte der Betroffene allerdings auch über Schmerzen oder Schwindel klagen, so sollte bei einer allergischen Reaktion ein Doktor aufgesucht werden. Dasselbe gilt auch für starke allergische Reaktionen oder für einen Schock mit starken Schwellungen.

Falls die Flecken durch die Unverträglichkeit eines kosmetischen Produktes auftreten, ist in erster Linie ebenfalls keine Behandlung notwendig. Meistens verschwinden die Flecken dann wieder nach einer kurzen Zeit von alleine und müssen nicht behandelt werden. Sollten die Flecken allerdings über einen langen Zeitraum oder ohne einen bestimmten Grund auftreten, so ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Dabei kann es sich um eine andere Grunderkrankung handeln, die untersucht und behandelt werden muss.

Behandlung & Therapie

Bei beiden Krankheitsverläufen wird zugleich auf eine innere und eine äußere Therapie abgezielt. Die innere Heilung erfolgt grundlegender, ist daher aber auch mit einer mehrere Monate oder sogar Jahre umfassenden Kur verbunden. Hierbei wird eine Stärkung des Immunsystems angestrebt. Dabei steht im ersten Schritt zumeist eine Sanierung der Darmflora, in der sich nachfolgend vornehmlich gutartige Bakterien ansiedeln sollen.

Auf diesem Wege kann der Organismus die ihm verabreichten Nahrungsmittel besser und effektiver verarbeiten. Die unerwünschten und über die Haut durchgeführten Ausleitungsprozesse finden somit nur noch selten statt oder unterbleiben gänzlich. Zugleich wird das Immunsystem auf diese Weise gestärkt und kann daher mit weiteren Einflüssen wie Stress künftig besser umgehen. Die Funktionen der Organe regulieren sich. Der Körper arbeitet normal und wie erwünscht.

Die Symptome lassen im Verlauf der Besserung nach. Eine zweite Form der innerlichen Therapie zielt dagegen auf schnelle Erfolge ab. Hierbei wird meist über einen begrenzten Zeitraum eine Hypersensibilisierung des Körpers vorgenommen. Durch Tabletten oder Spritzen wird der unverträgliche Stoff in den Organismus geleitet. Dort werden nun die entsprechenden Antikörper zur Abwehr gebildet. Gelingt auch dieses Vorhaben nicht, so können unterdrückende Arzneimittel zumindest eine temporäre Verbesserung der Situation einleiten, da akute Schübe der Fleckenbildung gehemmt werden.

Demgegenüber steht die äußerliche Anwendung. Bei ihr werden zumeist basische Cremes, Lotionen oder Seifen auf die Haut gebracht, die das ohnehin gereizte Gesicht nicht aggressiv bearbeiten. Sie gewährleisten dort vielmehr die Wiederherstellung eines gesunden pH-Wertes. Ebenso können kortisonhaltige Salben ein Abklingen der Fleckenbildung sowie des Juckreizes bewirken.

Aussicht & Prognose

In der Regel treten die roten Flecken im Gesicht bei einer Unverträglichkeit oder einer allergischen Reaktion auf ein bestimmtes Lebensmittel oder einen bestimmen Inhaltsstoff auf. Sie verschwinden dann wieder, wenn der Körper diesen Inhaltsstoff komplett abgebaut hat, was mehrere Tage lang dauern kann.

Für den Patienten stellen die roten Flecken im Gesicht meist ein unangenehmes Erscheinungsbild dar. Sollten die Flecken länger andauern, so muss auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Ohne Behandlung treten auf den Flecken auch Pickel auf, nicht selten führen diese Flecken zu einem Juckreiz und damit zu Schmerzen.

Eine Behandlung findet in der Regel entweder mit Cremes, Salben oder mit Medikamenten statt. Ein operativer Eingriff ist nicht vorgesehen. Meist lassen sich die Flecken relativ schnell und einfach wieder entfernen.

In schwerwiegenden Fällen stellen die roten Flecken im Gesicht ein Symptom für eine Entzündung im Ohr oder in der Nase dar. Diese muss ebenso durch einen Arzt versorgt werden. Ohne Behandlung können sich solche Entzündungen ausweiten und weitere Regionen befallen.

Hier finden Sie Ihre Medikamente:

Vorbeugung

Ein Vorbeugen der Fleckenbildung gestaltet sich nicht immer ganz einfach. Dazu wäre es notwendig, das eigentliche Leiden als Auslöser zu erkennen und es entsprechend zu behandeln. Darüber hinaus ist aber auch der Betroffene angehalten, seinen Lebensalltag an die Krankheit anzupassen. Neigt er zur Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Lebensmitteln, so müssen diese strikt gemieden werden.

Eine auf verträgliche Sorten an Obst und Gemüse sowie Getreide abstellende Ernährung wäre empfehlenswert. Ebenso ist ein Ausräumen aller weiteren störenden Faktoren ratsam. Hierbei nehmen vor allem die mentalen Aspekte eine wichtige Rolle ein.

Das können Sie selbst tun

Rote Flecken im Gesicht sind nicht immer Anzeichen einer Krankheit. Nach körperlicher Anstrengung sind rote Flecken ganz normal. Sie gehen von selbst wieder zurück. Sind sie dauerhaft sichtbar, könnte eine Herzerkrankung dahinter stecken. In diesem Fall ist ein Arztbesuch notwendig.

Viele sensible Menschen zeigen bei Stress rote Flecken. Geschieht dies zum Beispiel während eines Bewerbungsgesprächs, ist es den Betroffenen dann sehr unangenehm. Der Stress erhöht sich und die Flecken werden stärker. Sobald sich das Nervensystem wieder beruhigt hat, verschwinden die Rötungen von selbst. Langfristig lohnt es sich, an seiner Stressresistenz zu arbeiten. Autogenes Training, Yoga, eine gesunde Ernährung, viel Schlaf und Bewegung an der frischen Luft fördern das Immunsystem und auch die Widerstandsfähigkeit des Nervenkostüms.

Rote Flecken im Gesicht können auch das Symptom einer Allergie sein. Wurde der allergieauslösende Stoff ausfindig gemacht, kann er gemieden werden. Nicht selten entstehen rote Flecken durch zu langen Aufenthalt in der Sonne. Die wichtigste Sofortmaßnahme heißt: Sonne meiden. Menschen mit sensibler Haut reagieren stärker auf Umwelteinflüsse. Das kann sich ebenfalls mit roten Flecken im Gesicht zeigen. Zwar wird sensible Haut durch Kosmetik nicht unempfindlicher, doch beruhigende Pflanzenextrakte können Linderung bringen. Kalte Kompressen sind hilfreich, weil sie die Blutgefäße verengen und die Rötung reduzieren.

Bücher über Hautrötungen

Quellen

  • Achenbach, R. K.: Der große Trias Ratgeber. Haut, Haare, Nägel. Thieme-Verlag, Stuttgart 2001
  • Altmeyer, P.: Therapielexikon. Dermatologie und Allergologie. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2005
  • Ellsässer, S.: Körperpflegekunde und Kosmetik. Springer, Heidelberg 2008

Diese Seite teilen:

Das könnte Sie auch interessieren:

Bekannt aus: