Herzneurose (Herzphobie)
Eine Herzneurose oder Herzphobie ist eine recht häufig auftretende Erscheinung. Die Betroffenen leiden an Herzbeschwerden, die jedoch nicht auf eine organische Erkrankung des Herzen zurückzuführen sind.
Definition Herzneurose (Herzphobie)
Bei einer Herzphobie klagen die Betroffenen häufig über einen längern Zeitraum hinweg über Herzbeschwerden. Eine Herzneurose geht einher mit einer großen Angst der Betroffenen vor einer schweren Herzerkrankung, bis hin zum Herzinfarkt. Für die auftretenden Symptome lassen sich jedoch keine ausreichenden organischen Ursachen finden.
Eine Herzneurose ist somit eine psychosomatische Störung, welche genauer definiert auch als somatoforme autonome Funktionsstörung bezeichnet wird. Herzneurosen kommen sehr häufig vor. Etwa bei einem drittel der Patienten mit Herzbeschwerden lassen sich diese nicht auf körperliche Ursachen zurückführen und fallen somit in den Bereich der Herzneurosen.
Hauptsächlich sind Männer im Alter von 40 bis 60 Jahren von einer Herzneurose betroffen.
Ursachen für Herzneurose (Herzphobie)
So wird der Betroffene von seinen tatsächlichen Ängsten abgelenkt. Belastende und angstauslösende Ereignisse können der Verlust eines nahestehenden Menschen oder die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes sein. Häufig gibt es im sozialen Umfeld von Patienten mit einer Herzneurose Menschen mit einer Herzerkrankung, sodass der Betroffenen unbewusst seine Ängste auf das Herz projiziert.
In manchen Fällen kann sich eine Herzneurose auch entwickeln, wenn eine eigentlich harmlose Diagnose falsch verstanden wird und von dem Betroffenen als schwerwiegend und ernsthaft eingestuft wird. Auch andere psychische Erkrankungen, wie Angststörungen oder Depressionen, können eine Herzneurose auslösen.
Typische Symptome bei Herzneurose
Es ist bekannt, dass psychosmatische Störungen körperliche Beschwerden und Symptome auslösen können. Auch wenn bei einer Herzneurose keine organische Krankheit vorliegt, können sich aus den Ängsten körperliche Beschwerden entwickeln.
Dazu gehören:
Diagnose und Verlauf bei Herzneurose (Herzphobie)
Um eine Herzneurose sicher zu diagnostizieren, müssen alle möglichen organischen Ursachen ausgeschlossen werden. Dazu sind, neben einer allgemeinen körperlichen Untersuchung, auch kardiologische Untersuchungen notwendig. Dazu gehören EKG und Belastungs-EKG, sowie eine Echokardiographie (Ultraschalluntersuchung des Herzens).
Darüber hinaus wird der Blutdruck gemessen und eine Blutuntersuchung vorgenommen. Oftmals erfolgt auch eine Röntgenuntersuchung. Häufig wird eine Herzneurose erst nach zahlreichen Arztbesuchen diagnostiziert. Bei einer frühzeitig diagnostizierten und behandelten Herzneurose verbessert sich der Zustand der Patienten meist nach ein bis zwei Jahren. Sofern weitere psychische Erkrankungen vorliegen kann sich die Behandlungsdauer deutlich verlängern. Eine unbehandelte Herzneurose kann chronisch werden.
Behandlung von Herzneurose (Herzphobie)
Dies ist auch tatsächlich nicht der Fall, denn Symptome wie Herzrasen sind tatsächlich vorhanden. Eine Herzneurose kann durch eine Psychotherapie behandelt werden. In vielen Fällen werden auch Medikamente eingesetzt. Dabei können Betablocker, Antidepressiva oder Benzodiapine verordnet werden. Mit Betablockern können Beschwerden wie Herzrasen behandelt werden, auch wenn die Herzbeschwerden sich nicht auf eine direkte Erkrankung des Herzens zurückführen lassen.
Antidepressiva und Benzodiapine werden eingesetzt, wenn zusätzliche psychische Erkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen vorliegen. Auch autogenes Training und Sport können hilfreich sein. Diese Maßnahmen sind besonders empfehlenswert, wenn die Betroffenen ein Vermeidungsverhalten entwickelt haben. So lernen sie, dass maßvolle Bewegung und Belastung des eigenen Körpers nicht schädlich oder gefährlich bei einer Herzneurose ist.
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Vorbeugung von Herzneurose (Herzphobie)
Einer Herzneurose kann man nicht vorbeugen. Eine Besserung der Beschwerden kann jedoch schneller erzielt werden, wenn möglichst frühzeitig nach dem Auftreten der ersten Herzbeschwerden die Möglichkeit von psychosomatischen Ursachen in Betracht gezogen werden. Auch sollten die Betroffenen der Diagnose des behandelnden Arztes Vertrauen schenken und sich bewusst machen, dass die Beschwerden tatsächlich harmlos sind und keine organischen Ursachen haben. So können die Symptome der Herzneurose schneller und erfolgreicher therapiert werden.
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