Brennende Füße (Burning-Feet-Syndrom)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. August 2014
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Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich beim Burning-Feet-Syndrom um eine störung in den Füßen. Es kommt im Verlauf der Erkrankung meist zu einem schmerzhaften Brennen. Teilweise beklagen Patienten auch Kribbeln, Verspannungen, Reizungen, Jucken und Hautrötungen der Füße.

Inhaltsverzeichnis

Was sind brennende Füße?

Brennende Füße besitzen den medizinischen Fachbegriff Burning-Feet. Es kommt dabei meistens zu brennenden und schmerzhaften, kribbelnden oder juckenden Füßen. Dieses Gefühl ähnelt beispielsweise "eingeschlafenen" Händen und Füßen, welche im Verlauf wieder "aufwachen".

Zusätzlich zeigen sich eventuell Rötungen, Schwellungen oder Veränderungen auf verschiedenen Hautbereichen sowie zyanotische bis zu lividen Verfärbungen.

Oftmals handelt es sich hierbei um eine Reaktion auf ausgiebigen Alkohol- und/oder Zigarettenkonsum. Dieser wirkt sich auf das Gefäßsystem sowie periphere Nervensystem aus.

Andererseits kann es sich bei brennenden Füßen auch um eine allergische Reaktion handeln, welche beispielsweise durch die Materialien der Schuhe oder Strümpfe hervorgerufen wird.

Ursachen für brennende Füße

Unter den Ursachen des Burning-Feet-Syndroms, welche keinerlei ärztliche Behandlung bedürfen, befindet sich beispielsweise das kurzzeitige Quetschen (Abdrücken) von Nerven oder Gefäßen innerhalb des Unterschenkel- sowie Fußbereiches.

Die Gründe hierfür können bei zu engem Schuhwerk oder Bekleidung liegen wie auch durch übereinandergeschlagene Beine während des Sitzens ausgelöst werden. Da bei Letzterem die Durchblutung vom Knie abwärts (wichtiger Gefäßverlauf innerhalb der Kniekehle, Durchblutungsstörungen) beeinträchtigt wird.

Ein extremer sowie schneller Wechsel der Temperaturen führt im Besonderen zu einem Zusammenziehen beziehungsweise zur Erweiterung der Gefäße. In eisiger Kälte ziehen sich somit die Gefäße des Körpers zusammen und der Blutfluss wird wesentlich langsamer. Bei sehr warmen/heißen Temperaturen verhalten sich die Gefäße bei dem Burning-Feet-Syndrom gegenteilig.

Typische Symptome und Anzeichen bei brennenden Füßen

Diagnose und Verlauf bei brennenden Füßen

Das Burning-Feet-Syndrom wird medizinisch relevant, wenn es vor allem in der Nacht auftritt und sich durch ein äußerst schmerzhaftes Brennen bemerkbar macht, welches mit Kältebehandlungen zu lindern ist. Weitere Begleiterscheinungen äußern sich zum Beispiel durch schuppige Haut, wobei die Haut ihre Feuchtigkeit verliert und langsam austrocknet sowie erhöhte Schweißsekretion oder Muskelkrämpfe, Schlafstörungen und Verspannungen.

Die Entstehung eines Burning-Feet-Syndroms konnte bisher nicht vollkommen geklärt werden, daher ist eine eindeutige Diagnose nicht ganz einfach. Laufende Untersuchungen haben zudem nachgewiesen, dass in dem betroffenen Gewebe eine Sauerstoff Unterversorgung als Folge einer gestörten beziehungsweise reduzierten Durchblutung besteht und Nervenfasern mit beeinträchtigt sind. Ein möglicher Auslöser kann dafür unterschiedliche Stoffwechselstörungen sowie eine Mangelernährung sein.

Eine ärztliche Feststellung des Burning-Feet-Syndroms sollte erfolgen, um andere Erkrankungen (Differenzialdiagnose), welche ähnliche Eigenschaften aufweisen, auszuschließen. So können brennende Füße, in Verbindung mit kaum noch auszuführenden Bewegungen (oder bei extremen Schmerzen), eine tief liegende Beinvenenthrombose hervorrufen. Bei Personen mit einer Gichterkrankung zeigt sich dieses Gefühl speziell in der großen Zehe. Bei einer Polyneuropathie handelt es sich um Nervenempfindungsstörungen, deren Ursache bei dem Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) liegen kann.

Behandlung und Therapie von brennenden Füßen

Um das Burning-Feet-Syndrom fachärztlich abzuklären sowie eine Behandlung zu beginnen, stehen unterschiedliche bildgebende Verfahren wie beispielsweise die Szintigrafie oder Geräte zur Testung von Gefäß- und Nervenproblemen wie beispielsweise zur Messung von der Nervenleitgeschwindigkeit bereit. Meistens aber reicht die ausführliche Beschreibung der betroffenen Person über brennende Füße bei Wärmeeinwirkung und Linderung bei Kälteeinwirkung aus, um den Arzt auf den richtigen Weg zu bringen.

Durch die ungeklärte Entstehung bedingt, stützt sich eine Behandlung auf zwei unterschiedliche Wege, die allgemeine sowie die spezielle Therapie. Als sofortige Maßnahme kann die Kühlung eine Linderung der brennenden Füße schaffen. Vitamin- und Mineralstoffmängel lassen sich oral oder auch mittels Infusion ausgleichen. Akute Schmerzen können speziell durch Antikonvulsiva (krampflösend) gemildert werden. Zusätzlich bewirken Akupressur und Akupunktur eine wesentliche Linderung.

Eine direkte Schmerzbehandlung erfolgt meistens durch ein lokales Anästhetikum. Dieses kann ambulant oder während des Klinikaufenthaltes durch eine Dauerinfusion über etwa zwei Wochen verabreicht werden. Zusätzlich kann eine permanente oder auch in bestimmten Abständen erfolgende Betäubung notwendig werden, um die Symptome der brennenden Füße unter Kontrolle zu bekommen.

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Vorbeugung von brennenden Füßen

Zur Vorbeugung des Burning-Feet-Syndroms sollte jede Person für die ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen, der Vitamingruppe B und Pantothensäure sorgen. Diese ist innerhalb des Körpers für diverse Prozesse wie beispielsweise dem Wachstum und der Reproduktion sowie im Allgemeinen für die gesunden physiologischen Funktionen zuständig. Hierbei sind Nahrungsergänzungsmittel eine wesentliche Unterstützung.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Falih kommentierte am 02.06.2013 um 16:07 Uhr

Helfen LYRICA-Tabletten bei brennenden Füßen?

doro kommentierte am 08.11.2013 um 20:04 Uhr

Ich nehme seit 5 Jahren Lyrica 75 ein allerdings nur abends. Dadurch kann ich gut schlafen. Da ich die Tabletten schon so lange nehme, ist es fatal, wenn ich sie mal vergesse. Dann ist das Brennen in den Füßen um so stärker und ich kann die ganze Nacht nicht schlafen. Meiner Meinung nach macht Lyrica süchtig.

Melo kommentierte am 16.12.2013 um 12:35 Uhr

Ich laufe seit über fünf Jahren auf brennenden Füßen. Besonders Nachts und Morgens vor dem dem Aufstehen brennen sie. Alle Ärzte, die ich bisher aufsuchte (Phlebologe, Hausarzt, Orthopäde, Gesprächstherapeut, Neurologe, Endokrinologe) sind ratlos. Phlebologe und Orthopäde haben den Hausarzt auf die Möglichkeit eines Vitamin B-Mangels hingewiesen. Der Hausarzt hat mir davon nichts erzählt und dementsprechend nichts getan. Keiner hilft und die Fußschmerzen werden immer stärker.

Symptomat kommentierte am 02.03.2015 um 15:59 Uhr

Lars kommentierte am 25.03.2014 um 06:46 Uhr

Ich habe seit einiger Zeit immer taube Hände und meine Füße brennen.
Es ist sehr schmerzhaft und unangenehm. Ich würde gern etwas dagegen machen. Hat jemand einen Rat? Mit freundlichem Gruß Lars

Hildi kommentierte am 15.05.2014 um 09:13 Uhr

Ich leide seit einiger Zeit an brennenden Fußsohlen.
Unangenehm ist es aber nur abends, wenn ich im Sitzen zur Ruhe komme. Am schlimmsten ist es, wenn ich versuche einzuschlafen. Ich habe immer ein kühles Kissen am Fußende liegen.
Manchmal hilft auch ein Fußbad vor dem Zubettgehen. Wenn ich morgens aufstehe, habe ich das Gefühl, meine Fußsohlen sind rund und die ersten Schritte sind
unangenehm.

M.J.W. kommentierte am 19.10.2014 um 14:39 Uhr

Ich bin männlich, 82-jährig, übergewichtig (93 kg), mittelgradige Niereninsuffizienz (CREA 132 mikromol/l), gut eingestellte Diabetes (HbA1C = 6.8%), gut eingestellte Lipide CHOL 4.8 mmol/l, chronischer Vitamin D Mangel.

Während den letzten Monate (Juni bis Aug.) hatte ich drei Eingriffe: Dilatation dreier HKG-Verengungen - 2 Std.; dann Dilatation am Bein wegen extrem verkalkter PAVK - 3 Std. und Re-dilatation an einem der HKG wegen starker Vernarbung- 1/2 Std.). Dabei wurde mir eine entsprechend grosse Menge Kontrastmittel verabreicht. Die Medikation wurde geändert: ASPERIN Cardio wurde gegen EFIENT 5 mg ersetzt. Die zwei letzten (nach Beginn der Einnahme von EFIENT) oben erwähnten Interventionen verursachten jeweils sehr starke, grossflächige, schmerzhafte und langdauernde Hämatome in der Leistengegend (einmal links und einmal rechts).

Seither diesen Eingriffen habe ich morgens beim Erwachen beidseits unangenehm heisse Füße (BFS?) mit schwachem (sockenflächigem) Kribbeln und manchmal - linksseitig über dem Knie - ein gürtelartiges störendes Druckempfinden. Diese Beschwerden legen sich, sobald ich aufgestanden bin und ein paar Schritte gegangen bin und treten während des Tages nicht mehr auf.

Ist ein BFS eine mögliche Diagnose? Welche Ursachen könnten in Frage kommen: Spätfolge des Kontrastmittelabbaus oder der Hämatome; geänderte Medikation (EFIENT); Vitamin D Mangel o.a.? Ich danke Ihnen für Ihre geschätzte Meinung. Ich bin mir der Problematik einer Ferndiagnose bewusst.

Symptomat kommentierte am 02.03.2015 um 15:59 Uhr

Sabine kommentierte am 09.11.2014 um 18:16 Uhr

Ich habe schon seit längerer Zeit (etwa ein halbes bis dreiviertel Jahr) extreme Schmerzen in den Fußsohlen. Es fühlt sich an, als würde ich über Nadeln gehen. Mittlerweile kann ich weder Strümpfe noch festes Schuhwerk ertragen. Das Gehen über Teppiche bereitet mit sofort große Schmerzen. Vorher hatte ich abends beim Einschlafen häufig brennende Fußsohlen, wo gegen aber Klopfmassage der Waden und kaltes Wasser gut geholfen haben. Jetzt war ich beim Arzt und er hat mir Pantothensäurekapseln verschrieben. Bis jetzt wirkt das aber noch nicht. Hat jemand noch eine Idee, was man tun könnte? Ich bin für jeden Rat dankbar.

Götzke kommentierte am 21.12.2014 um 17:28 Uhr

Ich habe seit Jahren das Problem mit meinen Füßen. Nachts ist es besonders schlimm, da mein Schlaf durch die Schmerzen ständig unterbrochen wird. Bisher konnte mir noch kein Arzt helfen. Es fühlt sich an, als liefe man auf glühender Kohle.
Es macht einen ganz schön mürbe und nervt.

Sepp kommentierte am 04.02.2015 um 10:11 Uhr

Nach 1-2 Stunden Gehen (sonst überhaupt nicht), beginnt ein Brennen der Fußballen bis zu den Zehen. Bei weiterem Gehen muss ich anhalten, da es dann wie Feuer brennt.

Symptomat kommentierte am 02.03.2015 um 15:59 Uhr

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